Trug und Schein: Ein Briefwechsel

29. Oktober 1941

[411029–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 29.Oktober 1941 Mein Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Herz­lieb mein! Die Mei­nun­gen sind geteilt dar­über, ob wich­ti­ges und gewich­ti­ges erschei­ne, was am Anfang oder am Ende des Brie­fes oder der Rede ste­he. Dar­über gibt es ja auch kei­ne fes­te Regel. Der Ton macht die Musik. Und wir bei­de mer­ken das ganz von sel­ber […]

29. Oktober 1941

[411029–2‑1] Mitt­woch, am 29. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein [Roland]!! Weißt Du, wie spät es jetzt ist, da ich Dein den­ke? Gleich um 9 [Uhr] abends! Ja – es wird immer spä­ter, daß ich zur Ruhe kom­me. Ich sit­ze inmit­ten eines Häuf­chens gel­ber Teig­plätz­chen, die ich der Rei­he nach noch backen muß! Da […]

28. Oktober 1941

[411028–1‑1] [Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 28. Okt. 1941 Gelieb­tes Weib! Mein lie­bes, teu­res Herz! Du!! Hol­de mein! Regen­tag. Mit­tag­stun­de. Ich bin allein. Kame­rad K. ist Schrei­ber vom Dienst, er muß über Mit­tag oben blei­ben. Allein bin ich! Und Du bist bei mir, ganz lieb und nahe! Immer, wenn ich allein bin! Plea­se fol­low and like us:

28. Oktober 1941

[411028–2‑1] Diens­tag, am 28. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter!!! Nach­mit­tag ist [es], ich bin mit mei­ner Haus­ar­beit fer­tig und set­ze mich erst ein Stünd­chen zu Dir, ehe ich mei­ne übri­gen Pflich­ten erle­di­ge; als da sind: noch 3 Brie­fe schrei­ben, an Hell­muth. Du! Ich hat­te in der Zeit noch­mal bei Mut­ter in K. […]

27. Oktober 1941

[411027–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 27. Okt. 1941 Her­ze­lein, Du! Gelieb­tes Herz! Mei­ne Hil­de! Du mußt aber lieb, so lieb mein den­ken – soviel Son­nen­schein ist in mei­nem Her­zen, soviel Freu­de! Du! Du!!! Ich lie­be Dich so sehr! Ges­tern abend [sic]. Ich war fer­tig mit Dei­nem Boten. Der Regen drau­ßen wur­de hef­ti­ger und es blit­ze und […]

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