Trug und Schein: Ein Briefwechsel

29. Juli 1941

[410729–1‑1] Diens­tag, den 29. Juli 1941 Herz­lieb! Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes, teu­res Weib! Mit­tag ist [es]. Dein lie­ber Bote vom Diens­tag ist zu mir gekom­men. Und nun ist doch wie­der alle Ruhe hin zur Mit­tags­ru­he. Und nun bewe­gen mich lieb und bunt wie­der aller­lei Heim­ge­dan­ken und drän­gen mich, mit Dir zu plau­dern, Gelieb­te! Der feh­len­de Mitt­woch­bo­te, das […]

28. Juli 1941

[410728–2‑1] Mon­tag, am 28. Juli 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein herz­lie­bes, liebs­tes Man­ner­li, Du!!! Das war ges­tern ein schö­ner Sonn­tag. Und ich habe Dich ganz sehr her­bei­ge­wünscht, Gelieb­ter! Wir waren abends noch im Kino. „Frie­de­mann Bach”– Du kennst ja die Geschich­te um die­sen Gro­ßen der Musik. Und du warst es, der mich bewog, das Buch ‚Frie­de­mann Bach’ zu […]

27. Juli 1941

[410727–1‑2] Sonn­tag, den 27. Juli 1941 Mein Her­zens­schatz! Gelieb­te, Herz­lieb mein, Du!!! Nun ist die Stun­de da, auf die ich mich gefreut habe: Mit Dir sein, ganz allein! Eine grö­ße­re Freu­de in die­ser Welt? Die gibt es nun nicht mehr für mich! So ist die Lie­be: es tritt ein Men­schen­kind in unser Leben – es ergänzt unser […]

27. Juli 1941

[410727–2‑1] Sonn­tag, am 27. Juli 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland], Du!!! Du!!! In 30 Tagen – so Gott will – bist Du auf der Fahrt zu mir! Her­zens­schatz! Ich kann es ja noch immer kaum fas­sen! Du!!! Wir wol­len uns nur ganz lei­se dar­an freu­en erst! Damit uns kei­ne gar so große […]

27. Juli 1941

[410727–1‑1] Sonn­abend, den 26. Juli 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein! Aus einem gewis­sen Grun­de hapert es mit der Post wie­der ein­mal, bis Mon­tag vor­aus­sicht­lich. Na, das ist zu ertra­gen. Und viel­leicht kommt Dein lie­ber Bote mor­gen schon. Du! Nun, mit der Aus­sicht auf den Urlaub, ist das alles leicht zu tra­gen, ja? Du!!! Du!!!!! […]

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