7. Januar 1940

16th-century unknown painters - Epiphany - WGA23751
Epi­pha­nie, unbe­kann­ter Deut­scher Maler­meis­ter, etwa 1510, gemein­frei, über Wiki­me­dia Com­mons, 01.2015.

[400107–1‑1]

S. am 7. Janu­ar 1940

Herz­al­ler­liebs­te, Du! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Mit die­sen Zei­len schließt sich die Tür zum Weih­nachts­land, zum Zau­ber­land, Mär­chen­land, Feri­en­land — für dies­mal. Ich sit­ze wie­der in S. und füh­le es: Ich ste­he wie­der allein, bin wie­der etwas für mich, sel­ber ein klei­ner Mit­tel­punkt; und das Aus­span­nen im Eltern­haus war nur Traum­land, Feri­en­land. Ich ste­he nun wie­der für mich — und ich schaue mich um, ob ich nicht ganz allein ste­he in der Käl­te, der Fins­ter­nis, dem Sturm der Zeit, ent­fernt von den Lie­ben. Wei­ter­le­sen!

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7. Januar 1940

Die Neujahrsbretzel für den Herrn Pfarrer
“Die Neu­jahrs­bret­zel für den Herrn Pfar­rer”, 1884, gemein­frei, über Wiki­me­dia Com­mons, 01.2015.
[400107–2‑1]

O., am 7. Janu­ar 1940

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Jetzt ist es nun gera­de wie­der so, wie vor acht Tagen. Alle Spu­ren vom Mit­tags­tisch zu drei­en sind besei­tigt, das ist wohl ein alt­ein­ge­ses­se­nes Übel, bei uns wird’s nie vor 1 Uhr Essens­zeit Sonn­tags; weil wir noch so schö­nes, war­mes Was­ser hat­ten, habe ich gleich noch mei­nen Kopf gewa­schen — es hät­te sogar noch mit für Dei­nen gereicht! “7. Janu­ar 1940” wei­ter­le­sen

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