Trug und Schein: Ein Briefwechsel

20. März 1940

[400320–2‑1] O., am 18. März, 1940. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Beim Abschied mach­test Du mich dar­auf auf­merk­sam, daß Du mir viel­leicht in der kom­men­den Woche wür­dest nicht schrei­ben kön­nen. Ich war es ja auch zufrie­den, ich kann auch ver­ste­hen, wie Du jetzt in die­ser Zeit vor Ostern ange­hängt bist. Und trotz­dem habe ich nun schon dreimal […]

17. März 1940

[400317–1‑1] S. am 17. März 1940. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Dies­mal muβ­te ich Dir den Sonn­tags­gruβ schul­dig blei­ben. Auch wenn ich ihn fer­tig gehabt hät­te, er wäre heu­te nicht in dei­ne Hän­de gehangt. Hör zu! Schon am Frei­tag war es hier in aller Mun­de: Das Eis kommt! Das Eis kommt! Das ist hier am Was­ser ein […]

13. März 1940

[400313–2‑1] O., am 13. März 1940. Am Mon­tag. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Der ers­te Tag ist zu Ende gegan­gen.  Reg­ne­risch und grau hub er an am Mor­gen, änder­te sich auch nicht bis zur Stun­de.  Mei­ne Arbeit heu­te war öde und lang­wei­lig — und doch .… . Du!  Mein Liebs­ter, Du!  Ich spü­re ja alles Trü­be um mich her kaum, wenn […]

13. März 1940

[400313–1‑1] S. am 12. März 1940. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Heu­te hat der Früh­ling wirk­lich zum ers­ten Male um die Ecke geschaut. Die Erde ist ein ein­zi­ges Rinn­sal, sie bricht auf, sie tut sich auf der bele­ben­den Son­ne. Wie­der geht ein Dienst­jahr zu Ende. Bald jährt sich der Tag zum zwei­ten Male, da wir uns […]

05. März 1940

[400305–1‑1] S. am 5. März 1940. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Aus einem Dei­ner letz­ten Brie­fe leuch­te­te mir Dei­ne gan­ze mäd­chen­haf­te Herz­lich­keit, nach der ich mich frü­her so oft sehn­te, von der ich, wenn ich sie bei ande­ren sah, hoff­te, daβ sie mir ein­mal gel­ten möge. Und von Dir beglückt sie mich dop­pelt, weil ich weiβ, […]

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