Trug und Schein: Ein Briefwechsel

09. Juli 1940

[400709–2‑1] O., am 9. Juli 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du! Hur­ra! Es gibt noch Brief­pa­pier! M.K. Papier! Und weißt Du, wer es ergat­tert hat für mich?, die Mutsch!! Gera­de die, die will, daß ich nicht mehr schrei­ben soll. Ich hab[‘] mich ja gefreut. Nun schreib[‘] ich gleich schnell noch­mal heim­lich, denn da macht[‘]s […]

06. Juli 1940

[400706–1‑1] S. am 6. Juli 1940. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Ganz froh bin ich wie­der. Freu­de und Jubel sind in mir. Will’s Gott, in acht Tagen um die­se Stun­de haben wir ein­an­der ver­spro­chen, Du! Und dann ist das Fest. Wir müs­sen uns den Ver­wand­ten wid­men, müs­sen alle unter einen Hut brin­gen, müs­sen auf­pas­sen, daß […]

05. Juli 1940

[400705–2‑1] O., am 5. Juli 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du! Ganz ruhig ist es gewor­den nach dem Gewit­ter; drau­ßen, und bei mir drin­nen. Klar ist die Luft, frisch und rein — man kann gar­nicht genug davon ein­sau­gen, und es tut dop­pelt wohl nach die­ser schwü­len, feuch­ten Luft vor­her. Ich wünsch­te, es wäre zwi­schen […]

05. Juli 1940

[400705–1‑1] S. am 5. Juli 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de]. Du! Gott füg­te es gnä­dig, daß wir nun vor unse­rem Fes­te ste­hen. Eine stil­le freie Stun­de will ich benut­zen, von der Höhe, die wir erreich­ten, noch ein­mal Umschau zu hal­ten, ehe wir hin­ab­stei­gen in die Freu­de, den Tru­bel und die Erleb­nis­se unse­res Fes­tes. Nun wol­len […]

03. Juli 1940

[400703–2‑1] Am 3. Juli, nach­mit­tags um 2 Uhr. Herz­al­ler­liebs­ter! Du! Ich seh­ne mich jetzt so sehr nach Dir. Nicht lan­ge mehr muß ich war­ten, dann ist der zehn­te — dann sind Feri­en, dann kommst Du! Ach, was ist dann alles, Liebs­ter! Ich füh­le es jeden Tag, und immer mehr, ich kann nicht mehr sein ohne Dich. […]

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