Trug und Schein: Ein Briefwechsel

1940 August

29. August 1940

S., Don­ners­tag den 29. August 1940. Herz­al­ler­liebs­te! Wenn Du jetzt hier wärest, könn­test Du nun Dei­nen Sol­da­ten mus­tern, Dei­nen Matro­sen, wie es amt­lich heißt. Ein gro­ßer Teil bekam blaue Uni­for­men. Ich bin feld­grau ein­ge­klei­det. Der gest­ri­ge Tag ver­lief so: Vor­mit­tags Lan­ge­wei­le, nach­mit­tags ein­klei­den. Das gab wie­der viel ergötz­li­che Bil­der, ver­dutz­te Gesich­ter, die Spie­gel waren immer […]

27. August 1940

[400827–1‑1] S. am 27. August 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Die­se Anre­de aus der Braut­zeit, aus uns[e]rer Zeit des War­tens, soll nun noch län­ger Gel­tung behal­ten. Nun komm, Herz­lie­bes, und laß Dir berich­ten. Voll Span­nung fuhr ich nun nach Dres­den. Ich gab mein Gepäck auf. Mit mei­nem Früh­stück bin ich durch den gro­ßen Gar­ten […]

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