02. April 1941

T&Savatarsm[410402–1‑1]

Mitt­woch, den 2. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz­lieb! Herz­al­ler­liebs­te mein!

2 lie­be Boten sind wie­der in mei­ne Hän­de gelangt, die vom 22. und 24. März. Ach Herz­lieb! Soo­viel Geduld hast Du noch haben müs­sen und ich weiß nicht mal, ob Du heu­te schon etwas von mir in Hän­den hast. Es ist ein har­tes War­ten. Wei­ter­le­sen!

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29. April 1940

Second World War Europe 04 1940 de
Euro­pa wäh­rend des Unter­neh­mens Weser­übung (Ende Apr. 1940), gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015.
O., am 28. April 1940.

am Sonn­abend.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

[N]ach rich­ti­ger Zeit ist es jetzt um sie­ben. Ich lie­ge schon im Bett. Es ist heu­te das ers­te Mal, daß ich so rich­tig matt bin. Es wür­de Dir — glaub’ ich — Spaß machen, mich so zu sehen! Wovon wirst Du fra­gen? Vom Arbei­ten! Du! Ach, Du glaubst ja nicht, wie das Schaf­fen in der Luft und der unge­wohn­te, dau­ern­de Umgang müde machen. Seit Don­ners­tag geht das nun unun­ter­bro­chen. Da haben wir Wäsche gewa­schen bis nachts in die 12. Stun­de. Frei­tag früh um 5 raus und alles auf die Blei­che in den Gar­ten gebracht. Dann gear­bei­tet im Betrieb von ½ 7 bis abends 5 Uhr. Daheim ange­kom­men, gleich nach dem Abend­brot die Woh­nung sau­ber gemacht, die Haus­ord­nung erle­digt, den Ober­bo­den gewischt; natür­lich auch über­all Fens­ter­rah­men absei­fen und Schei­ben put­zen[.] Die übri­gen Dop­pel­fens­ter habe ich mit Mut­ter her­aus­ge­nom­men. Um 11 bin ich in’s Bett gekro­chen; so müde. Wei­ter­le­sen!

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26. April 1940

AHW Postamt N22 Gohlis Leipzig 1926
Post­amt N22 in der Fried­rich-Karl-Stra­ße 12 (heu­te Sas­stra­ße) in Leip­zig-Goh­lis, 1926, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015.
[400426–1‑1]

S. am 26. April 1940

Herz­al­ler­liebs­te, Du mei­ne lie­be [Hil­de]!

Ohne jede Ver­ab­re­dung haben sich uns[e]re Boten gekreuzt. Ich habe [^]mich so gefreut dar­über und über alles, was Du mir schreibst, Liebs­te! Am meis­ten aber doch dar­über, daß Du mich bit­test, wie­der­zu­kom­men, Herz­al­ler­liebs­te, zu Dir! Weißt Du, wie gern ich kom­me? Du! Und nun erst recht, da es Früh­ling ist, rich­ti­ger Früh­ling, Du! Früh­lings­zeit, die Zeit (Zeit) der Lie­ben­den, unse­re Zeit! Du weißt, manch­mal kam ich mir schon so alt vor, wenn ich die neue Zeit nicht ver­ste­he und die Hohl­heit ihrer Erschei­nun­gen. Aber wenn ich bei Dir sein kann, Herz­lieb, dann kann ich so froh und glück­lich sein wie die Kin­der. Liebs­te Du, wenn ich so jung blei­be wie mein Vater, brauchst Du nicht zu fürch­ten, daß ich Dir ein­mal zu alt wer­de. Viel wär­mer bin ich ja schon als Du, Fisch­blut, Nix­chen! Dei­ne Son­ne will ich sein, Dein Son­nen­strahl, Du! Wei­ter­le­sen!

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25. April 1940

1940 Bombing of Voss, 02
Der Bom­ben­ab­wurf auf Voss, Nor­we­gen. April 1940. Bild: Harald Øde­gaard, über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015.
[400425–1‑1]

S. am 23. April 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Das ist jetzt ein Wett­lau­fen des Früh­lings!  Nun hat der S.er Früh­ling den O.er bestimmt über­holt, er hat es ja auch leich­ter in die­ser Lage.  Die Wei­den sind schon rich­tig grün, und aus den Wäl­dern wollt es gelb­grün von zar­ten Schlei­er der Bir­ken.  Du!  Sol­che Tage, sol­ches Wet­ter magst Dir für Dei­ne Feri­en bestel­len!

Und sol­che Aben­de, an der Elbe ent­lang­zu­schlen­dern oder vom Bal­kon oder von der Gar­ten­bank mit Dir zu lau­schen und zu plau­dern, Liebs­te Du!  Soviel Süßig­keit ist (uns[e]rer) [^]uns jetzt zuge­dacht, Du!  Soviel sorg­lo­se, unbe­schwer­te Hei­ter­keit!  Liebs­te, Du!  Kei­ne Stun­de mag ich davon ver­schen­ken, kei­nen Tag möch­te ich mir ent­ge­hen las­sen, der mich mit Dir zusam­men­führt! Wei­ter­le­sen!

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24. April 1940

[400424–2‑1]

O., am 24. April 1940.

Am Mon­tag.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein [Roland]!

Zu mei­nem Käm­mer­lein bin ich wie­der, in mei­nem Bett­lein schla­fe ich wie­der, Du! Ich sehe Dich auf zwei Bil­dern neben mir auf dem Nacht­tisch ste­hen. Du siehst her zu mir. Du! Wie ich Dich lie­be!

Ich kann es ja nicht aus­spre­chen, Gelieb­ter!

Du hast mich so sehr beglückt an mei­nem Geburts­ta­ge  — und mit dei­nem Besuch!

Wie kann ich es Dir nur dan­ken, Du? Wei­ter­le­sen!

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