Trug und Schein: Ein Briefwechsel

04. September 1939

390904–2‑1 (3. Sep­tem­ber 1939.) O., am 4. Sep­tem­ber 1939. Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Nimm mei­nen herz­lichs­ten Dank für Dei­nen lie­ben Sonn­tags­gruß, der mich so uner­war­tet über­rasch­te und erfreu­te. Zugleich schrie­ben mir auch Dei­ne lie­ben Eltern. Als ers­tes kom­me ich gleich zu Dei­nem Vor­schla­ge, den ich voll und ganz bil­li­ge. Ich den­ke, daß ich Mon­tags und […]

02. September 1939

390902–2‑1 O., am 2. Sep­tem­ber 1939. Am Mon­tag. (2. Sep­tem­ber 1939.) Mein lie­ber [Roland]! Der ers­te Tag wie­der daheim, er ver­ging im Ver­gleich mit dem ver­gan­ge­nen recht lang­sam und er war aus­ge­füllt mit stram­mer Arbeit. Es war mir nicht leicht heu­te, ich füh­le recht deut­lich, wie Ihr Lie­ben mich ver­wöhnt habt in die­sen 14 Tagen. […]

02. September 1939

390902–1‑1 S. am 2. Sep­tem­ber 1939. Herz­lie­bes! Einen Sonn­tags­gruß will ich Dir noch schrei­ben. Wo sind uns[e]re Feri­en­ta­ge geblie­ben, die sorg­lo­sen, glück­be­sonn­ten Tage? Hart und jäh wur­den sie abge­bro­chen von den wild­be­weg­ten Tagen die­ser Woche, und es gibt kein Aus­schwin­gen und Nach­kos­ten. Der dun­kels­te Gedan­ke aber, kaum faß­bar: Wäh­rend ich am Fens­ter sit­ze, umge­ben von […]

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