Trug und Schein: Ein Briefwechsel

13. September 1939

390913–2‑1 O., am 13. Sep­tem­ber 1939. Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! ‚Heu­te ist der 13.‘ — so dach­te ich beim Auf­ste­hen am Mor­gen, und rich­tig, ¾ 9 konn­te ich Dei­nen Boten in Emp­fang neh­men. Ich begeg­ne immer unser[e]m Brief­trä­ger (Herrn Pes­ter, aus der Sing­stun­de) und er lacht schon von wei­tem, wenn er mich kom­men sieht. Und […]

12. September 1939

390912–1‑1 S. am 12. Sept. 1939. Wie einer sei­ne Mut­ter trös­tet Jes. 66:13 Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Nun habe ich Dich doch so bit­ter ent­täuscht, ich sehe und lese es aus Dei­nem Brie­fe und kann es Dir nun erst recht nach­füh­len, und bin selbst ärger­lich, zumal Du den gan­zen Sonn­abend frei hat­test. Ach Liebs­te! Zum […]

10. September 1939

390910–2‑1 O., am 10. Sep­tem­ber 1939. Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Du weißt ja nicht wie froh ich bin, daß ich end­lich Gewiß­heit habe. Bis zum letz­ten Augen­blick habe ich gehofft, daß Du mir schrei­ben wirst. Ges­tern, am Sonn­abend, muß­te doch der end­gül­ti­ge Bescheid kom­men — einen Kar­ten­gruß erhielt ich wohl, für den ich herz­lich dan­ke […]

09. September 1939

390909–1‑1 K. am 9. Sep­tem­ber 1939. Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Über B. bin ich am Mitt­woch nach K. gefah­ren. 2 Stun­den habe ich beim Bru­der Ein­kehr gehal­ten. Im fins­te­ren Abteil bin ich dann ½8 Uhr durch das K.er Land gefah­ren. Am Don­ners­tag­mor­gen begab ich mich zum Rat­haus, um nach einer Arbeit zu fra­gen. Man behielt […]

05. September 1939

390905–1‑1 S. am 5. Sep­tem­ber 1939. Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Sei recht sehr bedankt für Dei­nen lan­gen, schö­nen Brief. „Glau­bet ihr nicht, so blei­bet ihr nicht.“ [Jesa­ja 7:9] „Was betrübst Du Dich, mei­ne See­le und bist so unru­hig in mir? Har­re auf Gott!“ [Psalm 42:6] Plea­se fol­low and like us:

Nach oben scrollen