28. Juni 1939


[390628–1-1]

L. am 28. Juni 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Ich lese es wie­der und wie­der und wer­de so glück­lich dar­über: daß Du Dich sehnst und bei mir sein willst. Lie­be [Hil­de], komm zu mir! Ich bin auch so froh dar­über, daß Du wie ich emp­fin­dest: daß wir bei­de ganz allein sein dür­fen und daß wir ein­an­der ganz für uns haben, das ist das höchs­te Glück und die glück­lichs­te Stun­de, o Liebs­te, ich seh­ne sie her­bei wie Du! Wei­ter­le­sen!

26. Juni 1939

T&Savatarsm[390626–2-1]

O., am 26. Juni 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

.…. Und wie­der ein­mal ist Mon­tag — end­lich die letz­te Woche ange­fan­gen, die noch zwi­schen unse­rem Wiederseh[e]n liegt. Du! Wie ich dar­auf war­te, Liebs­ter! Wei­ter­le­sen!

23. Juni 1939

[390623–1-1] L. am 22. Juni 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Du lie­bes, her­zi­ges Weib­chen, hast Dich so um mich gesorgt! Dei­nen Brief erhielt ich erst am Diens­tag, sodaß ich (ich) [sic] nicht dar­über erschrak. Lie­be [Hil­de], Du sollst Dich Dir um mich kei­ne über­trie­be­nen Sor­gen machen. Wei­ter­le­sen!

19. Juni 1939

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O., am 19. Juni 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Wie konn­te ich nur so schnell fas­sungs­los sein? Immer wie­der stel­le ich mir die­se Fra­ge. Nun betrach­te ich das Ges­tern als einen bösen, schwe­ren Druck, der jetzt von mir gewi­chen ist. Drau­ßen ist Son­nen­schein — in mei­nem Her­zen ist Son­nen­schein! Du, Liebs­ter! Wei­ter­le­sen!

18. Juni 1939

[390618–1-1]

L. am 16. Juni 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Son­ne des Glücks leuch­te­te mir aus Dei­nen lie­ben Zei­len ent­ge­gen und ver­scheuch­te die letz­te Amts­mie­ne und den Groll und Klein­kram des All­tags. Das habe ich erst mit Dir gelernt, Liebs­te: glück­lich sein, indem man ande­re beglückt. Ein and[e]rer Mensch bin ich inner­lich wohl nicht gewor­den, lie­be [Hil­de]. Oder doch? Wei­ter­le­sen!