09. Februar 1939

[390209–1‑1]

L. am 9. Febru­ar 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Sor­gen kom­men, und Sor­gen gehen.“, die­se Wor­te haben mich zum Phi­lo­so­phie­ren ver­lei­tet. Phi­lo­so­phie­ren ist unnütz und unprak­tisch, es ist das Rin­gen um Klar­heit und das Suchen nach der Wahr­heit. Die letz­te Wahr­heit muß dem Men­schen ver­bor­gen blei­ben, trotz­dem sucht er immer wie­der, sie zu ergrün­den. Wei­ter­le­sen

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06. Februar 1939

[390206–2‑1]

O., am 5. Febru­ar 1939.

am 6. Febru­ar 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Ein­mal sag­te ich Ihnen schon, daß ich füh­le, wenn Ihr Bote naht. So auch heu­te. Kurz vor 8 erwach­te ich — hör­te die Uhr schla­gen — lag dann mäus­chen­still und lausch­te. Bald dar­auf trab­te einer den Gang her­ein und umständ­lich die Trep­pe her­auf. Ich hör­te den Brief fal­len. Wei­ter­le­sen!

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03. Februar 1939

[390203–1‑1]

L. am 3. Febr. 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Im vor­letz­ten Brie­fe schrie­ben Sie: „Ich dach­te an Sie, wäh­rend Sie flei­ßig arbei­te­ten“. Das ist all­zu respekt­voll gespro­chen von mei­ner Arbeit, zumal von mei­ner Arbeit gegen 22 Uhr. Ach [Hil­de], sie hat gar nicht geschmeckt ver­gan­ge­ne Woche. Wei­ter­le­sen!

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