Trug und Schein: Ein Briefwechsel

10. September 1938

[380910–1‑1] 9.9.38 L. am 10. Sept. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Da es nun herb­stet, den­ke ich mit eini­ger Sehn­sucht an O. zurück. Ich lieb­te es, von der K. oder M. oder von der E. über das wei­te, däm­mern­de Land zu sehen, wie es im Dunst und im Rauch der Kar­tof­fel­feu­er am Hori­zont mit dem Him­mel […]

07. September 1938

[380907–2‑1] O., am 7. Sep­tem­ber 1938 Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Es ist eigent­lich schwer zu sagen[,] wie froh, wie erlöst ich war, als ich Ihre lang erwar­te­te Nach­richt in den Hän­den hielt. Ich bin Ihnen zu dop­pel­tem Dank ver­pflich­tet, und ich tue das von gan­zem Her­zen. Ihre Sonn­tags­grü­ße aus der Hei­mat haben dazu bei­getra­gen, mich hoff­nungs­vol­ler […]

05. September 1938

[380905–1‑1] L. am 5. Sept. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Lan­ge hat der Sonn­tag in mir nach­ge­klun­gen, und es war kein Miß­ton in dem Klang. Ihre Fra­ge am Brie­fen­de sagt mir, daß auch Sie zufrie­den waren. Schon im Zuge habe ich mich über mei­ne alber­ne Ant­wort geär­gert: „Doch, es war sehr nett”. Sie hät­ten nicht fra­gen sol­len. […]

03. September 1938

[380903–1‑1] B. am 3. Sep­tem­ber 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Dies­mal müs­sen Sie sich mit die­sem Sonn­tags­gruß begnü­gen, Ihr Brief ist noch nicht fer­tig. Den Ihren erhielt ich am Frei­tag vor­mit­tag [sic]. Eine Nacht will ich alles beschla­fen. Heu­te Sonn­abend bin ich nach Hau­se gefah­ren. Mor­gen vor­mit­tag [sic] wer­de ich zum Schrei­ben kom­men. Ver­le­ben Sie einen […]

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