Trug und Schein: Ein Briefwechsel

11. Oktober 1938

[381011–2‑1] O., am 9. Okto­ber 1938. am 11. Okto­ber 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Vie­len Dank für den lie­ben, lan­gen Brief. Bevor ich nun wei­ter­schrei­be, müs­sen wir aber min­des­tens eine Minu­te Geden­ken opfern für ein klei­nes und doch für mich so gro­ßes Ereig­nis: Ich habe am letz­ten Male den 25. Brief von Ihnen erhal­ten! Auch müs­sen […]

07. Oktober 1938

[381007–1‑1] B. am 7. Okt. 1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Wenn ich am kom­men­den Sonn­tag mei­ne ‚Dienst­räu­me’ wie­der betre­te, wird die Erin­ne­rung an Ihren Besuch leb­haft wer­den. Sie ken­nen nun mei­ne Behau­sung, sind mei­ne Wege gegan­gen, und mir wird es manch­mal vor­kom­men, als sei­en Sie mit anwe­send und schrit­ten neben mir, ich wer­de mich manch­mal geheim […]

02. Oktober 1938

[381002–2‑1] O., am 2. Okto­ber 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Ein hei­ßer Schreck durch­fuhr mich heu­te in der Kir­che. Ich glaub­te[,] Sie unter der Gemein­de sit­zen zu sehen. Im sel­ben Moment als ich Sie ent­deckt glaub­te, wur­de es näm­lich neben mir laut: „Seht an, da ist Herr [Nord­hoff]!” Dann aber wen­de­te sich der Herr ein­mal um […]

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