Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Reiseplan von Roland an Hilde im Juli 1938

[387000–1‑1] Rei­se­plan. [*] Abrei­se [*] Mon­tag d. 25. Juli. … Ach­tung!  | Sie lösen in O. (eini­ge Tage vor­her [**])  | 1. Urlaubs­kar­te Hal­ber­stadt über Leip­zig — Hal­le kos­tet etwa 13,30M | 2. (am Tage der Abrei­se [**]) Eil­zug­zu­schlag Leip­zig 0,25M ________________________________ Plea­se fol­low and like us:

28. Juli 1938

[380728–1‑1] 26.7.38 B. am 28.7. Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Die Post arbei­tet gut und zuver­läs­sig. Voll Sor­ge [u]nd Unge­duld war­te­te ich am Sonn­tag den Brief­trä­ger ab — er brach­te nichts. Über­le­gen Sie ein­mal: Mei­ne Absa­ge hät­te Sie nicht erreicht, Sie wären nach Gos­lar gefah­ren und hät­ten mich nicht ange­trof­fen, was hät­ten Sie getan? Wenn Ihr O.er […]

25. Juli 1938

[380725–2‑1] 25.7.38. O., am 25. Juli 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Einen schö­ne­ren Mor­gen­gruß hät­te mir heu­te nie­mand br[in]gen kön­nen als Sie, mit Ihrer erlö­sen­den Nach­richt. Weil ich Sie nur außer Gefahr weiß, das übri­ge holen Sie nun schon noch auf; wie gut, daß Ihnen noch 14 Tage zur Ver­fü­gung ste­hen. Nüt­zen Sie sie recht gut […]

24. Juli 1938*

[380724–1‑1*] [*unda­tiert, wohl 24. Juli 1938] Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Eben kom­me ich von der Post, ich sel­ber kom­me, und bin nun im Besitz Ihrer lie­ben Zei­len, sit­ze nun in mei­ner Kam­mer und beei­le mich, Ihnen zu schrei­ben. Als ich in Wer­ni­ge­ro­de abfuhr, war ich in gro­ßer Sor­ge, daß ich die Fahrt gut über­ste­hen möch­te. Noch […]

23. Juli 1938

[380723–2‑1] O., am 23. Juli 1938. Lie­ber Herr [Nord­hoff]! Ich habe es gespürt ganz sicher, seit Don­ners­tag. Am Mit­tag war Geschäfts­schluß, seit­dem hat­te ich eine ner­vö­se Unru­he in mir. Ich habe dies Gefühl zu unter­drü­cken gesucht, schob es auf die Auf­re­gung wegen der Rei­se. Obwohl ich sonst nicht aber­gläu­big bin, ein Vor­fall ließ doch eine ban­ge […]

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