Trug und Schein: Ein Briefwechsel

07. Dezember 1942

[421207–2‑1]

47.)

Am 2. Advent­sonn­tag 1942.

Gelieb­tes teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Nun wird es aber höchs­te Zeit, daß ich mich zu Dir set­ze, Du! Es hat mich doch schon paar­mal [sic] geschluckt, das wirst Du doch sein, der ans Tele­fon kommt! Du! Bei Dir ist die Uhr ja schon 9 [Uhr] vor­bei, wirst viel­leicht noch beim Heim­den­ken sein mein Lie­bes, gelt?

½ 9 [Uhr] wird es gleich sein. Wir sind eben fer­tig mit dem Abend­brot. Papa war bei sei­ner Mut­ter und hat sich ein bis­sel verspätet.

Wir haben doch unter­des­sen wie­der 2 Pup­pen zuge­schnit­ten, die wir selbst fer­ti­gen wol­len. Eine nach G., eine nach K., die lie­ben Eltern wer­den lachen! Aber sie mögen sie dann der Elfrie­de ihrem Niko­laus geben. Niko­laus … ich kann mich schwer an den Namen gewöh­nen. Du? Ach, wie mag er aus­schau­en, der klei­ne Wicht? Heu­te ist er schon eine Woche alt! Nun ist die Elfrie­de nie mehr allein.

Ja, Pup­pen zuge­schnit­ten haben wir und dann den Schrank in [mei­nem] Schlafstü­bel abge­räumt und die Ecke hin­term Sofa. Wir wol­len doch nun alles hin­ter schaf­fen zu den Möbeln. Ach Du! Da haben wir bei­de uns doch wie­der erst mal all die schö­nen Din­ge besehn. Eine Men­ge schö­ner Sachen habe ich doch ver­staut gehabt! Es scheint nun, da alles im Zim­mer auf­ge­stellt ist, fast unmög­lich, daß wir das alles drü­ben im Stü­bel ver­staut hat­ten. Du wür­dest ja stau­nen Her­ze­lein, könn­test Du das sehen! Soviel Freu­de habe ich dar­an! Und da kamen doch auch all die schö­nen Geschen­ke wie­der her­vor von den Ver­wand­ten allen. Du! So lieb haben sie mit­ge­hol­fen uns bei­den eine net­te Wirt­schaft zu schaf­fen, wor­an wir ein Leben­lang uns­re Freu­de haben sol­len. Wann, wann wer­den wir erst von alle­dem mal Gebrauch machen kön­nen! Du!! Alles muß nun vor­erst [in] die neue Ver­ban­nung! In die dunk­le Boden­kam­mer! Wie Du schon sagst: so ist’s gra­de wie frü­her in Kin­der­ta­gen, da die Win­ter­spiel­sa­chen auf dem Boden stan­den und ihrer Stun­de wie­der harr­ten, da sie uns mit Freu­de und Lust erfüllten.

Ach, ich bin so froh, daß ich alles dicht bei mir hab, wenn ich auch noch nicht drin­nen schal­ten und wal­ten kann. Sehen kann ich aber alles zu jeder Zeit! Das alles bedacht ist ein gro­ßes Glück! Her­ze­lein! Am Nach­mit­tag war ich um 4 Uhr doch in der Kir­che zum Advent­sin­gen. Und ich habe es nicht bereut. Erbau­lich war die Stun­de, hat das Her­ze froh gemacht und weit für das lie­be, nahen­de Weih­nachts­fest. Herr Leh­rer F. und Frl. W. waren Solis­ten. Die Gemein­de war groß! Vie­le Kin­der doch auch dabei. Die lie­ben Weih­nachts­lie­der erst las­sen einem inne wer­den, welch köst­li­ches Wun­der gesche­hen wird in der Wei­hen­acht. Und wo wer­den sie heut­zu­ta­ge noch gesun­gen? Im Rund­funk hör­te ich noch kein ein­zi­ges! Nicht mal in der all­sonn­täg­li­chen Sen­dung: das deut­sche Volks­kon­zert! Das ist ein Skan­dal. Fei­ge schei­nen die Leut­chen zu sein oben­drein. Ich hole mir mei­ne Zither her­vor, dann mache ich uns sel­ber lie­be Weihnachtsmusik.

Ach Du! Spä­ter wird es doch viel, viel schö­ner sein! Wenn ich mit Dir Weih­nach­ten fei­ern kann! Ach Her­ze­lein! Und wenn wir auch soll­ten alle Hän­de voll zu tun haben im All­tag; Du im Beruf, ich in unserm Haus­we­sen, unse­re Fei­er­stun­den behal­ten wir uns [vor]!! Das wol­len wir schon heu­te uns gelo­ben! Du! Da wol­len wir uns wie­der ganz innig nah zusam­men­fin­den in sol­chen Stun­den und uns immer wie­der aufs neue uns­rer gro­ßen, wun­der­sa­men Lie­be erfreu­en. Ach, wie­viel unend­lich Schö­nes liegt noch vor uns, uner­schlos­sen, Du!!! Wir wol­len es mit­ein­an­der durch­strei­fen und glück­lich wie Kin­der [es] erle­ben, dies Land der gro­ßen Wun­der und Schön­hei­ten. Du!!! Du mußt mir doch noch so vie­les, vie­les erschlie­ßen, Gelieb­ter! So viel haben wir noch vor bei­de!! Stan­den doch eben erst auf der Schwel­le zu allem rech­ten Lebens­glück, als die Tren­nung kam. Ach Du! Nicht trau­rig dar­an den­ken! Wenn Gott uns nur bei­steht. Es ist doch ein so wun­der­bar beglü­cken­des Gefühl, das gan­ze lie­be Leben noch vor sich zu wis­sen! Und zusam­men mit dem gelieb­tes­ten Men­schen es vor sich noch zu wis­sen! Oh Du! Mein Her­ze ist so vol­ler Glück, wenn ich alles beden­ke, Gelieb­ter! Das Jetzt, es ist ja nur eine Zwi­schen­sta­ti­on zu unserm eigent­li­chen Ziel und Dasein hin. Du weißt es froh mit mir! Und daß trotz allem die­se Tage und Wochen, ja – Jah­re sinds [sic] schon gewor­den nicht um sonst [sic] waren, nicht sinn­los ver­rin­nen, ach… das spü­ren wir doch in unserm Inne­ren! Du!! Viel inni­ger hän­gen wir nur anein­an­der! Ganz, ganz nahe sind wir ein­an­der gekom­men, [Du]!! Wir wol­len War­ten­de blei­ben! Gelieb­ter! Immer und ewig War­ten­de! Gelieb­ter!! Ich war­te Dein. Du war­test mein!

Und das ist es doch, was unser bei­der Leben so ganz aus­füllt! Hät­ten wir unse­re Lie­be nicht, unser Leben wäre arm und leer, kalt, lieb­los, hart. Und wenn unse­re Lie­be auch Schmer­zen bringt! Sie gehört zu mir wie mein Herz­schlag! Ich kann ohne sie nicht mehr leben! Gelieb­ter! Du weißt es – Du!!! Was auch kom­men mag: ich bin Dein. Ich ver­traue Dir. Du! Ich lie­be Dich über alles in die­ser Welt! Über alles! Und es könn­te sich gleich alles gegen Dich stel­len, ich hal­te zu Dir in allen Zei­ten! Ich bin Dein! Ich lie­be Dich!!!!!

Schät­ze­lein! Heu­te nach dem Mit­tag­essen, wir haben erst alles fein ordent­lich gemacht um uns her, da hiel­ten wir doch alle 3 Mit­tags­tünd­chen [sic]! Auch ich! Mit Mutsch auf einem Sofa! Wir schlie­fen tat­säch­lich bis ¼ 4 Uhr! Das hat mir gut getan. Aber viel fei­ner wär’s ja noch gewe­sen, hät­te ich mei­ne Bei­ner an die mei­nes Man­ner­li leh­nen kön­nen, ach — Dich wie­der ein­mal so ganz nahe bei mir füh­len! Wie viel Glück! Du!!! Ich wäre doch so fein artig gewe­sen! Bestimmt!! Heu­te, Du!!! Aber ich füh­le mich ganz wohl­auf. Her­ze­lein! Sicher, weil Du so lieb dran den­ken hilfst, das alles bald wie­der gut ist, gelt?

Du! Heu­te mit­tag gab es doch grü­ne Klö­ße, Rot­kraut und ½ Huhn! Daß [sic] Papa von Oma mit­brach­te am Sonn­abend. Sie konn­te es ihm ablas­sen, weil ein oder zwei Gäs­te ver­hin­dert waren zum bestell­ten Essen zu kom­men. Das fan­den wir groß­ar­tig! Wir haben ja heu­te wie­der mal so an Dich gedacht! Immer wenn’s uns beson­ders gut geht, dann reden wir immer von Dir und wie schön es nun wäre, könn­test Du alle die klei­nen Freu­den, die heu­te so groß sein kön­nen! [sic] mit uns tei­len. Aber zum Sat­tes­sen ist’s ja beim Man­ner­li auch. Das ist schon die Haupt­sa­che. Wenns [sic] auch mal nicht so ganz gut schme­cken will. Du! Denk nur dann immer dar­an: wenn erst mein Frau­le für mich kocht, dann wer­de ich für alles ent­schä­digt! Ja? Du!!! Ich will mir mei­ne aller­größ­te Mühe geben, mein Her­zens­man­ner­li zufrie­den­zu­stel­len! Magst Dir von mir alle nur denk­ba­ren schö­nen Din­ge vor­set­zen las­sen? Du?!! Mein Wunsch wird dann sein, daß Dirs [sic] so gut schme­cken wird daß Du alles mit Haut und Haar aufißt!

Hof­fent­lich langt auch mein Wirt­schafts­geld dann immer! Ach Du! Ich freue mich doch so sehr dar­auf, mit Dir alles zu erle­ben, was zu einem gan­zen Leben gehört vom lie­ben Mor­gen bis zum Abend. Sei es Arbeit, Sor­ge, Mühe – Spiel Ent­span­nung, Freu­de – sei es das Wer­ken allein, sei es dann am Fei­er­abend das Zusam­men­sein mit Dir, Gelieb­ter! In allen Höhen und Tie­fen will ich es mit Dir erfüh­len, das Leben der Zwei­sam­keit. Immer wird es uns mit tiefs­tem Froh­sein erfül­len, Du! Weil wir wis­sen: nun ist unser Leben erfüllt! Nun gab uns Gott für immer zusam­men, und nun liegt es an uns, etwas Tüch­ti­ges zu schaf­fen. Oh Gelieb­ter! Wenn Du erst mit mir gehen kannst! Ich hab Dich so lieb! Sooooooooooooo lieb!!! Du!!!!! Ach, glau­be fest mit mir dar­an, daß Gott uns aus die­ser Fins­ter­nis dem Lich­te zufüh­ren wird. Laß uns gedul­dig sein! Mit Dir will ich uns­rer Stun­de har­ren! Mit Dir! Hel­fe uns Gott.

Schät­ze­li! Am Mor­gen, als ich heim­kam aus der Kir­che, da lagen doch wie­der 2 lie­be Boten für mich da! Wel­che Freu­de! Ein Nach­züg­ler war dabei, vom 21. Novem­ber. Aber nun [feh­len] immer noch 2! Sie kom­men schon noch. Du! Und ein put­zi­ger Bote kam heu­te mit. Ganz ohne Über­schrift! Man­ner­li! Wo hast Du die gelas­sen? Ich erse­he ja nun auch nicht, wel­ches Datum der Bote trägt! Kann nur raten. Und rate, daß es der Bote vom 1. Dezem­ber ist, der Post­stem­pel läßt sich zwar auch nicht ent­zif­fern, aber dem Brief­um­schlag nach muß es einer Dei­ner letz­ten Boten sein, denn es ist so ein bräun­li­cher wie sei­ne Vorgänger.

Es wird so sein: Du hast schon in der Dienst­stel­le ange­fan­gen zu schrei­ben und bist ent­we­der zuhaus in dem Wahn gewe­sen, das Geschrie­be­ne steckt schon im Umschlag — oder hast Du es in der Dienst­stel­le lie­gen las­sen und ver­ges­sen mit abzu­schi­cken. Ich den­ke, im nächs­ten Brie­fe kommt das feh­len­de Stück mit!

Du! Es gehört doch nur mir allein! Du wirst’s doch nie­man­den anders geben! Was Du mir schreibst in dem Boten? Daß Du ohne Mühe heu­te allein fer­tig gewor­den seist, es mach­te Dir ein wenig mehr Spaß, wenn Du alles allein über hast. Nanu? Ist da einer in Urlaub? Na ich werd’s schon noch erfah­ren, das feh­len­de Stück!

Von Elfrie­de erhielt ich ges­tern einen lan­gen Brief.“

Der Post­bo­te ist heu­te über­haupt nicht gekom­men, das ers­te Mal seit ich hier bin. Der Zug hat 3 – 4 Stun­den Verspätung.”

Besinnst Dich, wel­chen Tag es so war, an dem­sel­ben Tag schriebst Du mir, ohne Anre­de. Du! Ich bin rich­tig bis­sel fassungslos!

Hast Du mich am Ende nicht mehr lieb? Du!!! Ach Liebs­ter! Das kann nie und nim­mer geschehn, Du!

Und ich wüß­te nicht, was dann aus mir wür­de, hät­test Du mich eines Tages nicht mehr lieb. Du!!! Du!!! Gelieb­ter!! Mein!!!

Schät­ze­lein! Von den Mobeln [sic] bei B.s schreibst auch und fin­dest es recht, daß ich Druck dahin­ter mach­te. Es war auch ein sel­te­nes Glück, [da]ß er am 30. Okt Novem­ber kam, der Spe­di­teur; denn seit­dem war kein schö­ner Tag wie­der, der so einen Möbel­trans­port erlaubt hät­te. Immer Schnee oder Regen. Wir dür­fen von Glück sagen!

Mut­ter Sch., genannt Huscheltan­te, der alte Umstands­kas­ten, schrieb mir heu­te, daß es ihr auch am liebs­ten sei, wenn ich mal hin­kä­me! Bis zum Früh­ling mag sie warten.

Auf unser Fra­gen, ob Du nicht Orgel­spie­len kannst, ant­wor­test Du mir nun auch. Ja, wenn die Din­ge so lie­gen! Scha­de. Du hät­test Dich sicher bald wie­der eingeübt.

Was Euer Pfar­rer ver­kün­de­te, von­we­gen [sic] auf Beschluß des Lan­des­kon­sis­to­ri­ums alle christ­li­chen Frau­en­ver­ei­ne auf­zu­lö­sen – ach das hat schon sei­ne Rich­tig­keit! Die­ses Bei­spiel für die Übung der Tole­ranz beka­men wir im Reich schon viel län­ger. Dar­um die Umbe­nen­nung: „christ­li­cher Frau­en­dienst”, völ­li­ge Unab­hän­gig­keit, kei­ne Mit­glied­schaft. Das hat unser “Deut­scher Christ” schon vor einem Jah­re umge­mo­delt. Ach, wenn man auch der Kir­che ein Ein­fluß­ge­biet nach dem andern nimmt. Sie wird bestehen trotz­dem! Es ist ein Häuf­lein, das Treue und wah­ren Glau­ben ohne jeden Neben­ge­dan­ken erfüllt, und das Häuf­lein wird zum Hau­fen anwach­sen! Ver­laß sich drauf. Es wird der Tag kom­men, wo man erkennt, wohin­aus das Gegen­sätz­li­che will. Die­ser Krieg rückt so man­ches ins rech­te Licht. Ich fürch­te für unse­ren Glau­ben nicht. Wenn die­se Bewe­gung auch alle Macht an sich geris­sen hat, sei es im ehr­li­chen oder unehr­li­chen Kamp­fe. Gott läßt sich nicht spot­ten und ver­höh­nen. Zur rech­ter [sic] Zeit wird er einen Strich zie­hen. Das soll unser Trost sein. Uns­re Hal­tung aber bleibt die glei­che nach wie vor.

Hier­in kön­nen wir eben nicht mit.

Her­ze­lein! Ich habe in mei­nem beschei­de­nen Dasein kaum Gele­gen­heit mei­ne Ein­stel­lung zu beto­nen und zu behaup­ten. Wo es aber doch der Fall ist, dann tue ichs [sic] auch ganz ent­schie­den. Und es ist mir auch noch kei­ner nahe getre­ten dar­ob.

Es ist schon so: eine gewis­se Scheu und viel­leicht Ehr­furcht hält die Per­so­nen aus ande­ren Krei­sen davon ab, zu schmähen.

Wäh­rend­des­sen man in der gro­ßen Welt ent­we­der hin­ter­lis­ti­ger Feig­heit begeg­net, oder ganz dreis­ter Raf­fi­nes­se. Der Geg­ner wit­tert die gro­ße Macht und Stär­ke, die vom Glau­ben aus­geht und will ihn uns neh­men, um uns ganz zum Werk­zeug zu machen wahn­wit­zi­ger Ideen und was weiß ich noch. -

Es ist noch nicht aller Tage Abend.

Liebs­ter! Ich hat­te schon bemerkt, daß eini­ge Male Dei­ne Zei­tungs­aus­schnit­te fehl­ten, es ist recht wenn Du nur lesens­wer­te Din­ge schickst. Es ist erschre­ckend, wie man da die Kin­der aus­setzt. Aber die­se Erschei­nung ist eben­so wie die Die­be­rei ein Zei­chen der Armut, die da herrscht.

Und wie Du bemerkst, Zei­chen der sozia­len Unge­rech­tig­keit und Miß­stän­de in die­sem Lande. –

Ich freue mich mit Dir nun nach­träg­lich Gelieb­ter, daß Du den schö­nen Haus­mu­sik­abend erlebt hast. Läßt mich an allem so lieb teil­ha­ben, ich dan­ke Dir recht sehr! Müß­test viel öfter mal gehen kön­nen zu einem guten Kon­zert. Sagst mir aber, wie ungüns­tig alles liegt. Die Spiel­zei­ten und der Dienst las­sen sich eben nicht immer ver­ein­ba­ren. Von dei­nem Prof. S. hör­te ich schon. Ja, der Kan­tor in W. hieß auch so, er muß auch noch da sein, will mich mal befra­gen. Waren wir nicht mal zum Kan­ta­te-Sin­gen da, als Du noch unser Kan­tor warst,? [sic] doch G. war schon da? Nein, das war wohl in R.. Ich weiß nim­mer. Ist zu lang schon. Ach, so viel erzählst mir doch in dem Nach­züg­ler­bo­ten, Du! Ich wer­de Dir kön­nen gar­nicht alles beant­wor­ten, Du! Es ist schon 10 Uhr, vor­bei, die Mutsch drängt zu Bet­te!! Sie liest in einem Buche, das ich von Frau C. lieh, “die Kindl­mut­ter”. Und ich muß mor­gen früh fein aus­ge­schla­fen sein, Schät­ze­li! Hab doch etwas Wich­ti­ges vor! Ich erzähl Dirs [sic] schon noch. Ach Du!!! Du!!! Ich muß Dich so lieb­ha­ben! Weißt? Mor­gen reden wir wei­ter mit­ein­an­der, ja? Ich nehm Dich jetzt mit in mein Bett­lein Du! Als Wärm­fläs­chel! Mußt aber ganz artig sein!! Ja!! Ach Schät­ze­li! Sag wie­vie­le sind denn schon in Urlaub gerollt?! Weißt Du es schon?! Ich den­ke ja schon jetzt dran, Du! Du!! Gelieb­ter! Ach Schät­ze­lein! Mei­ne gan­ze Freu­de, Du! Mein Son­nen­schein! All mein Glück! Ich lie­be Dich! Dich allein! Oh Gott im Him­mel, behü­te mein Liebs­tes! Mein [Roland]! Gute­nacht [sic]! Ich küs­se Dich lieb! Immer Dei­ne glück­li­che [Hil­de].

Plea­se fol­low and like us:
07. Dezem­ber 1942

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben scrollen