Trug und Schein: Ein Briefwechsel

07. November 1942

[421107–1‑1]

Guten Mor­gen Her­zens­schätz­lein! Wo steckst denn eben mit Dei­nem Mun­del, daß ich Dir ein ganz lie­bes Kussel drauf drü­cke – das Sigel [sic] von Dei­nem Man­ner­li? Steckt es etwa im Essig­krug – hu – da mußt Dich erst fein abwa­schen. Steckt es aber in der Zucker­tü­te – da kriegst gleich drei, Du!!! Ich kann nur ganz kurz Dich grü­ßen heu­te mor­gen. Der Dienst ist doch schon im Gang. Schön war es wie­der im Kon­zert. Fand dies­mal im Som­mer­thea­ter statt, das ist oben an den Sei­ten offen und beein­träch­tigt so etwas die Reson­nanz [sic]. Im geschlos­se­nen Rau­me hät­te man noch viel ein­drucks­vol­ler elebt, wie das Zusam­men­spiel noch bes­ser gewor­den ist und der Klang die­ses Orches­ters. Eine fabel­haf­te Leis­tung. Die klei­ne Nacht­mu­sik hör­ten wir ges­tern zum zwei­ten Male vor­ge­tra­gen, im letz­ten schnel­len Satz tadel­los aus­ge­feilt. Her­ze­lein! Bald fas­se ich Dei­ne lie­ben Hän­de wie­der, gleich steht mir Dein lie­bes Wesen wie­der vor Dir, mein köst­lichs­ter Schatz! Mein Alles, Du! Geliebte!

Ich bin sooo glück­lich mit Dir!

Dein Her­zens­man­ner­li.

Plea­se fol­low and like us:
07. Novem­ber 1942

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