Trug und Schein: Ein Briefwechsel

24. Oktober 1942

[421024–1‑2]

Her­ze­lein!

Stab­bat­te­rien kann ich nicht bekom­men im Augen­blick. Licht will ich Dir aber doch ganz schnell brin­gen. Schi­cke ich Dir mei­ne vier­ecki­ge Lam­pe mit 2 Bat­te­rien. Damit Du eine Latüch­te hast, wenn nun die dunk­len Näch­te kom­men – damit Du fein heim­fin­dest und das Schlüs­sel­löch­lein auch triffst (das ist doch gar kei­ne Wei­bel­sa­che, gelt? Du!!!) Ja – wie­viel tech­ni­sche Fin­dig­keit darf ich denn nun mei­nem Wei­bel zutrau­en? Ach, ich halt es mal ganz für rat­los (so wie es das Man­ner­li in man­chen Din­gen auch war – (Du! ich denk doch an den ers­ten Kuß, mit dem ich gar nichts anzu­fan­gen wuß­te! Bald jährt es sich wie­der!) – darfst Dich auch mal wie­der rächen. Hab Dir den gan­zen Appa­rat gleich mal auf­ge­malt. Du öff­nest die Lam­pe und legst die Bat­te­rie ein so, daß das lan­ge Metal­len­de unter die Nase zu lie­gen, das kur­ze Ende in die Klem­me zu lie­gen kommt. Knopf unter leich­tem Druck nach rechts gedreht: Auf, zurück: Zu! Wenn es nun nicht funk­tio­niert – muß ich gleich mal auf Urlaub kom­men! Nun Auf – zu heil! Nun leucht nur allen heim, die etwa im Käm­mer­le ste­cken. Ich hab kei­ne Angst dar­um – ins Dorn­rös­chen­schloß fin­den sie so leicht nicht!

Dein Her­zens­man­ner­li! Das Dich so, sooooooooooooo lieb hat – Du! Du!!!!! !!!!! !!!

Mußt die bei­den Enden der Bat­te­rie natür­lich von ihrer Papp­fes­sel befreien. [*]

[* im lin­ken unte­ren Eck der Sei­te und durch einen kur­zen Strich dar­über vom rest­li­chen Text getrennt]

Plea­se fol­low and like us:
24. Okto­ber 1942

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