Trug und Schein: Ein Briefwechsel

23. Oktober 1942

[421023–1‑2]

Frei­tag, den 23. Okt. 42

Her­zens­schät­ze­lein !

Ein paar Din­ge zur Damen­toi­let­te, Span­ge, Lip­pen­schmie­re, Schnür­rie­men – ach, siehst, ich weiß nicht mal die Namen für all die ver­fäng­li­chen Din­ge – ist auch nicht nötig – Haupt­sa­che, sie ver­fan­gen das Man­ner­li – und das tut mein Wei­berl doch ohne alle Tricks, ohne Schmin­ke und Puder, tut es doch am meis­ten mit sei­nem lie­ben Her­zen, dem all die künst­li­chen Din­ge gar nicht ste­hen und passen!

Her­ze­lein! Ich ver­sprach Dir, mich mal nach einer Schnell­ver­bin­dung umzu­tun, für den Fall, daß sie ein­mal nötig wäre – lie­ber nicht!

Du müß­test Dich dann an das Wehr­be­zirks­kom­man­do in Chem­nitz wen­den, um Annah­me Dei­nes Tele­gram­mes bit­ten, das unter die­ser Anschrift läuft: „Mari­ne­ver­bin­dungs­stab Rumä­ni­en, Buka­rest”.

Vie­le herz­li­che, inni­ge Grüße

von Dei­nem Man­ner­li, Dei­nem [Roland]

Plea­se fol­low and like us:
23. Okto­ber 1942

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben scrollen