Trug und Schein: Ein Briefwechsel

im Juni 1942

[4206_‑1–1]

Her­ze­lein! Solan­ge die lie­be Mutsch Arbeit hat, kann ich Dei­ne Stel­lung gar nicht bedroht sehen, kann es nicht schwer sein, sie zu ver­tei­di­gen. Beden­ke, daß Du mit Dei­nem Ver­blei­ben zu Hau­se die letz­te Kraft­re­ser­ve, den letz­ten Kräf­te­vor­rat ver­tei­digst. Es ist wahr­haf­tig ein klei­ner Vor­rat nur, kein Hams­ter­la­ger, auf den Ihr zurück­grei­fen könnt in bösen Tagen, die kom­men kön­nen, der ein­zig Euch dann davor bewahrt, daß Ihr einer öffent­li­chen Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on über­ant­wor­tet seid. Denn, wenn Ihr die­sen klei­nen Vor­rat nur ein­mal preis­ge­ge­ben habt, ist unter den jet­zi­gen Umstän­den gar nicht dar­an zu den­ken, daß Ihr ihn zurü­ck­erlangt.

Die­ser Gedan­ke beweg­te mich heu­te mor­gen im Bett um, und ich habe ihn gleich noch nie­der­ge­schrie­ben. Gelieb­te! Du!!!!! !!!!! !!!

[Die­ser Brief besteht aus einem ein­zel­nen, nicht datier­ten Blatt, und es ist unklar zu wel­chem Brief er gehört.]

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im Juni 1942

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