26. Dezember 1940

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Am 2. Weih­nachts­tag 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein Roland!! Mein lie­ber, lie­ber Roland!!

Son­nen­schein liegt überm[´] wei­ßen Land, der Him­mel, der blaue, ist über uns. Fei­er­tag — rech­ter Fei­er­tag drau­ßen.

Und bei uns hier im Stüb­chen auch, wir sind fer­tig mit der Haus­ar­beit, Mit­tag ist lang vor­bei, der Vater ist ver­sorgt. Wir saßen eben vorm Laut­spre­cher und hör­ten uns das Weih­nachts­mär­chen an: Maria im Wal­de. Es war recht hübsch. Nun erklin­gen die schö­nen, lie­ben Lie­der vom Brahms:, Es schei­nen die Stern­lein so hell, so hell — guten Abend, gut[‘] Nacht war wohl das and[e]re — das ers­te san­gen wir so oft in der Sing­stun­de. Ich woll­te erst ein Stück mit Mutsch hin­aus gehen, aber es ist schon 3 Uhr, ich möch­te so gern ein wenig mit Dir plau­dern heu­te nach­mit­tag; denn für heut[´] gegen Abend hat sich Besuch ange­mel­det. Fami­lie N., eine bekann­te Fami­lie der Eltern von frü­her, Du kennst sie auch schon, er ist lang — sie klein und lahmt ein wenig. Wir tra­fen sie ein­mal abends, als ich Dich zum Auto­bus brach­te. Ob sie ihre Toch­ter mit­brin­gen[,] weiß ich nicht, sie wird sicher mit ihren Freun­din­nen zum Tanz gehen, sie ist wie­der ledig! Aber trotz­dem muß ich mich schon auch dem Eltern­be­su­che wid­men — und dar­um möcht[´] ich lie­ber jetzt Dir schrei­ben, heut[´] abend wird es ja doch nicht[s] mehr. Mor­gen wol­len wir ein­mal nach Chem­nitz fah­ren zu M.s, Onkel H. war selbst hier, um uns ein­zu­la­den. Der S., der gro­ße Jun­ge ist krank, er hat sich im Luft­schutz­kel­ler erkäl­tet u[nd] nun fie­bert er. Sie wären sonst mal zu uns her­aus gekom­men.

Wir fah­ren schon früh, damit wir wie­der daheim sind, wenn Vater vom Dienst kommt. Nun kann ich nicht ein­mal auf die Post war­ten, mor­gen bis um 9 [Uhr] früh! Na, sie bleibt mir ja — im Kas­ten! Heu­te wur­de nicht aus­ge­tra­gen, am 2. Fei­er­tag.

Ach, Du!! Das hab ich Dir noch gar­nicht [sic] erzählt!

Am Vor­mit­tag des Hei­lig­abend brach­te der Post­bo­te ein Paket! Dein Absen­der! Ich dach­te sofort an die Waa­ge, Du! Und ich sag­te auf Mut­ters Zure­den, ich sol­le es doch auf­ma­chen:,  nein, erst heut[´] abend. Sie über­re­de­te mich aber noch, indem sie mein­te: „Wenn’s die Waa­ge wäre, da stün­de der Absen­der vom Geschäft drauf wo sie gekauft wor­den ist!” Und so begann ich eben auf­zu­knüp­fen. Und ich war nun voll Erwar­tung, kannst Du Dir wohl vor­stel­len!! Und was kam zum Vor­schei­ne? Schmut­zi­ge Wäsche!! Du hät­test da bloß mal mein Gesicht seh[e]n sol­len! Ich habs ja sel­ber nicht [sehen] kön­nen, doch Mut­ter mein­te, es sei zum Lachen gewe­sen!! So [n]e  Frech­heit von ihr, was? Aber ich hab dann auch mit ein­ge­stimmt in ihr Lachen! Und die bei­lie­gen­den schö­nen Din­ge, die uns so recht kamen, haben mich wie­der ver­söhnt! Nur scha­de — die Zitro­nen waren erfro­ren. Eine war hin — die ande­re leg­te ich sofort in kal­tes Salz­was­ser, da hof­fe ich sie zu ret­ten! Sonst wür­de sie bit­ter schme­cken, erfro­ren. Aber trotz alle­dem: Schön’ Dank! Mein Dicker­le!

Die Wäsche hab ich mit Mutsch ges­tern nach der Kir­che gewa­schen, sie hängt eben jetzt noch unten in der Son­ne — damit sie recht gut r[iec]ht! Dei­ne Hoseln blei­ben unver­bes­ser­lich rosa! Das liegt bestimmt nicht an mei­ner Fär­be­kunst vom letz­ten Male, wie Du behaup­test! Wer weiß, was das für’ne Zell­wol­le ist, die sich ver­färbt beim Waschen. Aber nied­lich siehts’ aus, wie Damen­wä­sche! Das eine Hemd, Du! Das hebe ich mir auf, als Putz­lap­pen, wenn ich in unse­rem Heim put­ze, das kannst Du nicht mehr anzie­hen. Aber das dün­ne ande­re Hemd kriegst wie­der mit hin, wenn Du mal ganz abge­brannt bist, an Wäsche, als Reser­ve! Hof­fent­lich wird alles recht bald tro­cken, damit ich’s schnell wie­der fort­schi­cken kann. Nach­her hän­ge ich gleich alles hin­auf auf den Boden.

O weh — eben mer­ke ich, das ist mein letz­ter Bogen Brief­pa­pier! Wie gut, daß Du die klei­ne Packung in Dei­nem Wäsche­kar­ton lie­gen hast, die werd[´] ich da gleich wei­ter benut­zen. Du! Wenn es Dir mög­lich ist, dann schi­cke mir doch bit­te wie­der ein­mal etwas Brief­pa­pier, im Block­for­mat, ja? Ich bekom­me hier nur die 5 Stück Packun­gen — was nüt­zen die mir? Einer Schrei­ber­see­le, wie ich sie bin? Aber nicht das ganz teu­re! Hörst! Für 4–5 M[ark], das muß wirk­lich nicht sein.

Bei der Groß­ma­ma waren wir ges­tern. Wir sind hin­un­ter gelau­fen. Nach­mit­tags gegen 3 Uhr. Ein Freß­pa­ckerl hat­ten wir für sie — wei­ter konn­ten wir heu­er [sic: heu­te] nichts kau­fen, wir haben kei­ne Punk­te mehr. Sie hat sich aber auch gefreut. Und uns beschenk­te sie auch. Mut­ter ein Hemd aus einer Art Wol­le und 5 Mark — mir einen Schlüp­fer aus der ähn­li­chen Qua­li­tät und auch 5 M[ark]. Ich war sprach­los — wir woll­ten es gar­nicht [sic] neh­men — es sei für die Kir­mes, wo wir hal­fen sag­te sie. Es waren wenig Gäs­te unten, sie haben kei­ne Kapel­le bekom­men für das Fest und hat­ten nun auch weni­ger Betrieb. Mir war das so recht, denn sonst hät­te ich sie nicht besucht — man kann dann so schlecht wie­der fort, wenn der Betrieb los geht, es gibt dann so viel zu tun und man mag nicht auf­ste­hen und gehen. Da gehe ich lie­ber gar­nicht [sic] erst hin, wenn ich[´]s vor­her weiß. Ja, nun gab es auch so die Rede, wir saßen gera­de mal mit Oma allein bei­sam­men, Onkel u[nd] Tan­te waren im Gast­zim­mer bei den Gäs­ten. Am kom­men­den Sonn­abend ist unten Son­der­t­anz­abend und sie mein­te: Da müßt ihr uns hel­fen: Mutsch und ich sahen ein­an­der an. Und dann rede­te ich, ich rede­te, wie ich mir[´]s immer schon bei mir zurecht­ge­legt hat­te. Und ich war sel­ber [ein] bis­sel [sic: biss­chen] erscho­cken dann über mei­ne For­sche, als es her­aus war. Groß­ma­ma war sprach­los, sie konn­te mir nicht gleich ant­wor­ten. Ja, dann läßt sich[´]s eben nicht ändern, sag­te sie mir. Alles hab ich ihr vor­ge­stellt, daß sie sich nicht auf mich ver­las­sen soll, daß ich zur Kir­mes nur aus Gefäl­lig­keit, nur ihr, nicht aber Onkel F. zulie­be ein­ge­sprun­gen bin, daß sie sich nun ruhig um bestimm­te Leu­te küm­mern soll die ihr hel­fen, wenn sie sie braucht. Ich habe es auch nicht nötig, mich von jeder­mann anpö­beln zu las­sen da drau­ßen als Gar­de­ro­bie­re, da mein­te sie: na, es wird Dich zur Kir­mes und wenn Du unten warst noch nie­mand auf­ge­spießt haben! Das hat mich geär­gert, die­se Rede, und ich habe mich aber nicht wei­ter hin­rei­ßen las­sen, sag­te nur: aber genug Beläs­ti­gung habe ich schon erfah­ren und so etwas lei­det mein Mann nicht. — „Er weiß es doch nicht, wenn Du mal unten hilfst” ent­geg­ne­te sie. Mei­ne Ant­wort dar­auf kannst [Du] Dir wohl den­ken. Für mich hat sich die Sache da unten voll­kom­men erle­digt — voll­kom­men. Mit wel­chen Gedan­ken Groß­mutter mich hier bei sich anstel­len möch­te, das ist mir dann doch zu stark. Nie, noch nie habe ich ein Miß­trau­en zwi­schen uns her­auf­be­schwo­ren und ich wer­de es auch mei­ner Groß­mutter zulie­be nie, nie tun. Dazu ist mir unser Bund viel zu wert und hei­lig.

Du siehst aber an die­sem Bei­spiel ganz deut­lich, wie die­ses öffent­li­che Gewer­be den Men­schen in sei­nem Cha­rak­ter ver­dirbt, wie alles nur auf Geschäft­ma­chen abzielt, wie er gar­nicht [sic] mehr dar­nach fragt, ob bei allem Tun auch das Inne­re sau­ber bleibt dabei. Mei­ne Ein­stel­lung kennt man nun in M., man wird mich auch nie mehr dar­um ange­hen nun, das weiß ich. Und ich bin auch froh, daß ich nicht nach­ge­ge­ben habe — noch ein­mal bloß und noch dies mal nur — und dann hängt man fest u[nd] kann nicht mehr mit einem [wa]hren Grun­de los­kom­men, weil man ihn anfangs ver­leug­net hat — aus Gut­mü­tig­keit. Und ich durch­schaue ja Onkel F. ganz genau — er weiß von unser aller Gut­mü­tig­keit, er hat die Groß­mutter besto­chen — sie soll uns fan­gen und sie tut[´]s — war­um auch nicht? Das Geschäft!! Wir, die Ver­wand­ten sind ja die bil­ligs­ten Kräf­te, und wir sind auch ver­traut mit aller Arbeit und scheu­en sie nicht. Aber jetzt ohne alle Iro­nie: ich habe nichts für sol­che Men­schen übrig, die auch nicht ein­mal vor einer Unlau­ter­keit zurück­schre­cken, die sie dem Freun­de auf­drän­gen, nur um ihres Geschäf­tes, um ihres Vor­tei­les wil­len. Ich habe kei­ne Ach­tung mehr vor denen da unten — ich habe das noch gar­nicht [sic] so gefühlt frü­her, weil ich noch Kind war und unver­ständ­lich — doch jetzt sehe ich die Men­schen mit ande­ren Augen mir an.

Die Mut­ter tut mir auf der einen Sei­te leid, sie hat einen rich­ti­gen Kon­flikt zu über­win­den: hier ihre Ange­hö­ri­gen, Mann, Kind — da die eige­ne Mut­ter. Jedes bit­tet auf sei­ne Art, jedes ver­sucht das Sei­ne zu ver­tei­di­gen und klar zu stel­len.

Wir wol­len sie scho­nen — sie selbst will es ihrer Mut­ter erleich­tern. Nun rede­te die Groß­ma­ma noch hin und her, daß sie doch nun gleich auf­sä­ßen, sie hät­ten doch kei­ne Leu­te die ein­sprin­gen könn­ten. Ob denn Mama nicht noch ein­mal es mög­lich machen könn­te u[nd] so fort. Du weißt ja, wie das so ist. Na, Du kennst mei­ne Mut­ter, wem kann die etwas abschla­gen? ich habe kein Wort mehr dazu gesagt, hab sie nur stumm ange­schaut. — Sie hat wie­der ja gesagt. Vater war es nicht recht, er geht nicht mehr hin, er hat ja sei­ne 12 stün­di­ge Arbeits­zeit, das ist für ihn eben so genug. Mut­ter sagt sie hät­te wirk­lich nicht gewußt wie sie’s machen soll­te. Und weil noch ein Sonn­tag dazwi­schen läge, bevor sie wie­der arbei­ten müß­te, hät­te sie eben zuge­sagt. Ich bin still — ich war­te nur auf das nächs­te Mal, wie es dann wird.

Im Bösen bin ich nicht weg ges­tern von Groß­mutter — nein — aber sie fühlt, daß sie mit mir nicht mehr umsprin­gen kann, wie mit einem Schul­mä­del — sie kennt auch mein Wesen nun — sie weiß, daß ich Grund­sät­ze habe, daß ich die­se Grund­sät­ze mir von kei­nem, kei­nem Men­schen umwer­fen las­se und wenn es ums Letz­te geht. Ich bin gut, manch­mal zu gut, gewiß — aber ich kann auch sehr hart sein, wenn ich muß. Und wenn es um mei­ne Ehre, um unse­re Ehre nun! geht — da bin ich ganz hart.

Ich bin bloß neu­gie­rig, was Onkel F. u[nd] Tan­te F. zu mei­ner Eröff­nung sagen wer­den, ges­tern, in unse­rer Anwe­sen­heit hat Oma nichts erzählt davon. Die F. will näm­lich so ger­ne mal mit mir in die Oper fah­ren, ich soll mich um Plät­ze küm­mern in den nächs­ten Tagen, in der Woche abends ein­mal, weil sie am Wochen­en­de schlecht weg kann. Ihr Mann hät­te kein Ver­ständ­nis für ihr Bit­ten, er gin­ge nicht mit. Und das haben wir vor der Aus­spra­che mit der Oma aus­ge­macht mit­ein­an­der. Nun, wenn sie erfährt, daß ich vor Oma offen mei­ne Abnei­gung gegen ihren Mann aus­ge­spro­chen habe, indem ich ihm nicht Dienst­bo­te sein will, da wird sie sich als rech­te Frau eben­so getrof­fen füh­len, wie es ihr Mann fühl­te (wenn er Cha­rak­ter hät­te.) Ich konn­te es nicht ändern u[nd] wenn sie mir die Freund­schaft auf­sag­te dar­um. Ich will mit offe­nen Kar­ten spie­len, war­um soll ich heu­cheln — ich kann es nicht — und noch dazu heu­cheln vor Men­schen mit denen ich durch Ver­wandt­schaft ver­bun­den bin. Ich hät­te mich aber sehr dar­auf gefreut, auf das Thea­ter — aber wenn es nicht sein soll, ich war­te ger­ne, bis mein[ Roland] da ist! Du! Da ist es ja noch viel, viel schö­ner, wenn er an mei­ner Sei­te sitzt. Mein lie­ber [Roland]! Das ist nun eine Sze­ne aus der Famili[e] F. — K., die ich Dir hier vor­füh­re. So etwas gehört nicht in einen Brief, der an unse­re lie­ben Sol­da­ten geschickt wird. Aber trotz­dem ich das weiß — ich konn­te sie Dir nicht vor­ent­hal­ten ich mußt mich bei Dir anleh­nen, mußt es Dir erzäh­len — es ging doch um uns bei­de, Du! Sag, hab ich recht gehan­delt? Du? Ver­steh’ mich recht, Herz­lieb und denk nicht, daß ich ein altes Wasch­weib bin, das jeden Klatsch, jeden Zwist an die gro­ße Glo­cke hängt. Ich muß alles mit Dir aus­ma­chen, ich brau­che Dich.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Du!! Es ist nun gleich 6 Uhr, der Vater wird bald kom­men. Mutsch hat wie­der ein­ge­schal­tet und ich höre freu­dig über­rascht: in dul­ci jubi­lo! Schön, so schön! Hast Du es uns nicht gelehrt einst? Ja!

Wie wirst Du den Tag ver­bracht haben heu­te? Mein Gelieb­ter!! Da sit­zen wir nun, jedes in sei­nen 4 Wän­den und schi­cken all unse­re Sehn­sucht ein­an­der zu! Und bald, bald wird er wie­der da sein, der Tag unse­rer Wie­der­se­hens­freu­de! Du!! Wenn nur erst der Janu­ar vor­bei ist.

Mein Lieb! Wirst denn Dei­nen Stol­len bekom­men haben in die­sen Tagen? Sonst hast ja das Fest ohne das Weih­nachts­ge­bäck ver­le­ben müs­sen.

Ich den­ke immer ein­mal nach K., was wer­den sie denn trei­ben?

Vater ist da — er hat Hun­ger! Ich will gleich den Tisch decken — will ihn nicht war­ten las­sen. Mei­nen lie­ben Mann will ich auch ein­mal nicht war­ten las­sen! Du!!

Auf Wie­der­se­hen dann, Herz­lieb!! Mor­gen? Will sehen, daß auch mor­gen ein bis­sel [sic: biss­chen] Zeit für Dich bleibt! Du!!

Ich den­ke immer Dein! In treu­er Lie­be! Auch wenn ich Dir fer­ne bin, mein Herz! Umso fes­ter und inni­ger bin ich bei Dir! Nach­her, wenn Besuch da ist, wol­len wir ein Glas auf Dein Wohl trin­ken! Ich will mei­ne Gedan­ken ganz lieb und fest zu Dir schi­cken, mein gelieb­tes Herz!! Ich bin am aller­liebs­ten nur bei Dir!! Du!! Gott behü­te Dich mir! Er erhal­te Dich mir gesund und froh! Möge er unse­ren Bund seg­nen. Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]! ich bin Dein!! Dei­ne [Hil­de]! Dei­ne Hol­de! Dein treu­es Weib!! Immer­dar!! Und Du bist mein lie­ber, über alles gelieb­ter [Roland]!! Du!!!!!

Ich bin so froh! Ich bin so glück­lich! Du und ich!! Ewig, treu ver­eint! Recht herz­li­che Grü­ße von den Eltern!T&Savatarsm

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