12. September 1940

[400912–2‑1]

Don­ners­tag, am 12. Sep­tem­ber 1940.

Nimm hin, friß mit Ver­stan­de!

Sowas scharrst Du nicht im San­de!

Mund auf — drück’ die Augen ein —

Denk an eine süße Stun­de mit der Liebs­ten Dein.

Auszug aus dem Brief
Aus­zug aus dem Brief

Das Ver­schen fiel mir unver­se­hens ein, als ich ein­pack­te heu­te früh. Liebs­ter! Weißt Du noch? Mein ers­ter Lichtlabend in der Kan­to­rei, und der Dich­ter soll auch mal sei­ne eig[e]nen Wer­ke emp­fan­gen!

Makro­nen­ku­chen, Autor unbe­kannt, Koch­Wi­ki, 05.2015.

Nun laß[‘] Dir’s recht gut schme­cken, ich habe mei­ne gan­ze Lie­be und Süßig­keit für Dich hin­ein­ge­ba­cken. Es ist dies ein von mir selbst erprob­tes Rezept und nennt sich Makro­nen­ku­chen. Ger­ne häl­te [hät­te] ich Dir noch ein Tüt­chen Boh­nen bei­gelegt, doch sie feh­len mir im Moment. Sag, könn­test Du den Kaf­fee eigent­lich ganz für Dich allein zube­rei­ten las­sen? Oder gibt es da nur Sod­a­kaf­fee. Damit Du mir nun nicht gar zu süß wirst, denn das fürch­te ich bei dem Bescheid, der so aus der Hei­mat auch bei mir ein­ging, damit ich weiß, wie Du lebst — habe ich Dir auch das Salz mit­ge­schickt. Wun­de­re Dich nicht über die Reis­körn­chen dar­in, die sau­gen die Näs­se auf, machen das Salz tro­cken — [Du] mußt sie auch mit in den Streu­er geben!

[Radio­re­de von Win­ston Chur­chill zur Ände­rung der Tak­tik der deut­schen Luft­waf­fe, statt mili­tä­ri­scher zivi­le Zie­le zu bom­bar­die­ren; Lon­don, 11. Sep­tem­ber 1940]

Mein Lieb! Ich wün­sche mir, das möge Dein Sonn­tags­gruß wer­den, von mir. Möch­te er Dich gesund und froh antref­fen. Ich geden­ke Dein in gro­ßer Lie­be und bin in Gedan­ken ganz bei Dir, Du! Ich lie­be Dich über alles in der Welt und blei­be in Treue immer Dei­ne [Hil­de].T&Savatarsm

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