Trug und Schein: Ein Briefwechsel

27. September 1940

[400827–1‑1]

[*]Ber­lin, am Nach­mit­tag gegen 18 Uhr.

Lie­be [Hil­de], lie­be Eltern!

In Dres­den gegen 1 Uhr abge­fah­ren nach Ber­lin, Rich­tung Stral­sund. Wir sind hier eine Abtei­lung, von etwa 120 Mann, Leh­rer und Kaufleute.

Über uns­re Ver­wen­dung schwir­ren die ver­schie­dens­ten Ver­mu­tun­gen. Schrei­ber­kom­pa­nie .. usw. Wenn ich nun auch ein End­chen von Euch ent­fernt bin so bin ich doch mit mei­nem Bestim­mungs­ort zunächst aus­ge­söhnt. Stral­sund ist eine schö­ne Stadt, ich ken­ne es schon ein wenig. Die Gesell­schaft, in der ich mich befin­de, macht den bes­ten Ein­druck. Gleich wer­den wir in Ber­lin einfahren.

Nun sucht auf

[**] der Kar­te, söhnt Euch aus mit mei­nem, mit unse­rem Los. Bleibt froh und gesund und seid für heu­te herz­lich gegrüßt

von Eurem [Roland].

 

Post­kar­te

Erfül­le Dei­ne Luft­schutz­pflicht [Stem­pel, sie­he Abbildung]

 

Frau

[Hil­de] Ru

M.

O. Sa

Schrö­der­str. 18

Stra­ße, Haus­mum­mer, Gebäu­de­teil, Stock­werk oder Post­schließ­fach­num­mer

 

[***] Absen­der: M.

Wohn­ort, auch Zustell- oder Leit­post­amt Stra­ße, Haus­num­mer, Gebäu­de­teil, Stock­werk od. Postschließfachnummer

 

[*Vor­der­sei­te einer Post­kar­te ohne Bild

**Rück­sei­te, der kur­siv gehal­te­ne Text ist machi­nell auf der Post­kar­te vorgedruckt

***Links oben, ober­halb des Tex­tes auf der Postkartenrückseite]

Plea­se fol­low and like us:
27. Sep­tem­ber 1940

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