26. Mai 1940

Auszug aus dem Brief
Aus­zug aus dem Brief

[400526–2-1]

# O., am 26. Mai 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland], Du!

Einen Brief hat­te ich schon für Dich geschrie­ben, am Frei­tag — abends nach dem Bad als ich im Bett lag. Ich habe ihn aber ges­tern wie­der zer­ris­sen und ver­brannt. Es braucht Dir nicht leid sein dar­um; denn Du wärst bestimmt trau­rig gewor­den dar­über. Ich war so schwer­mü­tig an dem Tage; es lag dar­an, daß ich wie­der ein­mal viel gese­hen und gehört hat­te, was mich auf­regt.

Bundesarchiv Bild 141-1114, Rotterdam, Luftaufnahme von Bränden
Luft­auf­nah­me vom bren­nen­den Rot­ter­dam nach dem deut­schen Bom­ben­an­griff, Mai 1940, DBa, Bild 141‑1114 / CC-BY-SA, 04.2015.
Zu [sol]cher Stim­mung soll­te man nie­mals schrei­ben, man sieht die Din­ge mit ande­ren Augen, ist die ers­te Erre­gung geschwun­den, ist ein wenig Zeit dar­über gegan­gen. Der Brief war vol­ler Sor­gen, die wirk­lich noch unbe­rech­tigt sind. Und ich will doch Dein lie­ber, ver­ständ­nis­vol­ler Kame­rad sein — nicht ein schwäch­li­ches Ding, das gleich die Ner­ven ver­liert und sich immer anleh­nen muß. Ich war ein­kau­fen und begeg­ne­te den Last­kraft­wa­gen, die ganz lang­sam gefah­ren kamen, um Ver­wun­de­te nach der Schu­le zu brin­gen. Als ich zu Hau­se ange­kom­men das Trep­pen­haus sau­ber mach­te, hielt mich Herr B. an, der vom Rat­haus kam, wo er Dienst hat­te. Er frag­te, wel­cher Jahr­gang Du seist, in O.er Rat­haus lägen schon die Ein­schrei­ber bereit für Jhrg. 7. Ich war erschro­cken und Du weißt ja selbst, was sich mei­ne leb­haf­te Phan­ta­sie alles aus­macht. So schrieb ich mir alles von der See­le und ich bete­te heiß, wie jeden Abend, der Herr­gott möge Dich mir erhal­ten und schüt­zend sei­ne Hand über unser Glück brei­ten. Ich war danach ruhi­ger und schlief tief bis zum ande­ren Mor­gen, der mir ja soviel vor­ent­hielt.

Bundesarchiv Bild 101I-054-1531-11, Frankreich, erste Hilfe für Verwundeten
Ver­wun­de­ten, Frank­reich, 05.1940, Eck­art [Pro­pa­gan­da­kom­pa­ni­en der Wehr­macht 670], Juni 1940, DBa, Bild 101I-054‑1531-11 / Eck­art / CC-BY-SA, 04.2015
Herz­al­ler­liebs­ter! Damit ich nichts ver­ges­se, will ich Dir gleich der Rei­he nach berich­ten. Mein[‘] gute Heim­kehr hat­te ich Dir berich­tet. Es war 3/4 11, als ich zu Hau­se die Tür hin­ter mir schloß. Mut­ter war noch nicht heim [sic], Vater schlief und ich mach­te mich gleich dar­an, mei­nen Kof­fer zu ent­lee­ren. Die Son­ne war unter­des­sen in ihrer gan­zen Pracht am Him­mel auf­ge­stie­gen und ich war noch so in fro­her Feri­en­stim­mung, daß ich mir vor­nahm, Mut­ter noch dem Abend­brot in Beschlag zu neh­men und noch einen schö­nen Spa­zier­gang mit ihr zu machen. Da klin­gel­te es. Nanu, den­ke ich, hat sie gar kei­ne Schlüs­sel mit?, und eile hin­un­ter, [ih]n zu öff­nen. Was sich nun mei­nen Augen bot, kann ich mein Leb­tag nicht mehr ver­ges­sen. Mein Herz­schlag setz­te aus, die Wor­te erstick­ten mir in der Keh­le, eine furcht­ba­re Gewiß­heit stieg in mir auf. Hil­de K. steht vor mir. Ist das noch die Hil­de, die täg­lich neben mir so froh und lus­tig war im Geschäft? Das ers­te war das Schwarz, daß die gan­ze Gestalt ein­hüll­te und mich zu Tode erschre­cken ließ. Und die­se Augen [Roland], lie­ber [Roland], sie ver­fol­gen mich heu­te noch. Sie stan­den so ver­zwei­felt, trost­los und qual­voll in dem fast grau­en, ent­stell­ten Gesicht. Ihre Lip­pen waren rauh und ris­sig, wie ver­brannt.

Royal Air Force- France, 1939-1940. C1494
Demon­ta­ge einer Jun­kers Ju 88, in den die Luft­waf­fe Angrif­fe auf RAF Flug­plät­ze, zwi­schen 10 und 12. Mai 1940 zu Fall gebracht, Roy­al Air Force, Frank­reich, 1940, Hens­ser H (Mr), Roy­al Air Force offi­ci­al pho­to­gra­pher, Bri­tish Impe­ri­al War Muse­um, pho­to­graph C 1494, 04.2015.
Mir stürz­ten die Trä­nen aus den Augen, ich konn­te nicht anders — ich faß­te nach ihr und sie tau­mel­te mehr als sie ging in mei­ne Arme. Ihr Wer­ner, ihr Ver­lob­ter ist gefal­len. Am 10. Mai, als die ers­ten Flie­ger nach Hol­land flo­gen. Ich war so voll tie­fen Mit­leids — aber Trost in die­ser Stun­de, da man die fürch­ter­lich Wahr­heit kaum fas­sen kann? Ich konn­te nur immer­zu ihre Hän­de strei­cheln, sie saß eine Wei­le bei mir u. beru­hig­te sich dann ein wenig; ich führ­te sie bis vor[‘]s Tor, sie ver­sprach mir, wie­der zu kom­men. Sie hat sich mir schon oft anver­traut und sie such­te mich auf in ihrem Schmer­ze, sie hat gewar­tet auf mich. Ich will ihr hel­fen wo ich nur kann. Glaubst Du, mein [Roland], daß mich das so furcht­bar erschüt­tert hat, als sei es mir gesche­hen.

Nun bin ich ruhi­ger gewor­den; Tag um Tag gehen Todes­an­zei­gen ein von Bekann­ten und von Unbe­kann­ten, man wird unwill­kür­lich här­ter in sei­nem Emp­fin­den dafür — es ist mehr ein stum­mer Schmerz, der uns bewegt. Müs­sen wir nicht selbst­los sein in die­ser Zeit, da es um unser Vater­land geht? Der Krieg for­dert Opfer. Dür­fen wir unser Ein­zel­schick­sal in den Vor­der­grund stel­len ange­sichts die­ses gro­ßen Rin­gens, das nicht fra­gen kann, wie­viel Söh­ne es einer Mut­ter neh­men darf, wie­viel des Liebs­ten, was wir unser Eigen nen­nen?

Drittes Reich Medaille o.J., Colb./Hyd. C75 Hitler Adolf, Gemeinnutz vor Eigennutz / Reichsadler und Swastika, v. W. Voss, 04.2015
Drit­tes Reich Medail­le o.J., Colb./Hyd. C75
Hit­ler Adolf, Gemein­nutz vor Eigen­nutz / Reichs­ad­ler und Swas­ti­ka, v. W. Voss, 04.2015

Die­se Zeit ist für uns Men­schen alle eine Zeit der Prü­fung — Gott kennt uns, er schickt uns nicht mehr, als wir ertra­gen kön­nen. Liebs­ter, Du! Ich will stark sein, wie die Frau­en mit den gro­ßen Her­zen, die lei­den ohne zu kla­gen.

Herz­al­ler­liebs­ter! Der Frei­tag kam her­an, er brach­te mir eine Bot­schaft: die Vor­la­dung zur Unter­su­chung nach dem Chem­nit­zer Gesund­heits­amt. Mein Chef beur­laub­te mich ohne wei­te­res, um 6 Uhr früh am Sonn­abend fuhr ich los. Um 1/2 8 war ich bestellt, ich war die Ers­te. Ein jun­ges ‚Däm­chen’ nahm mich auf (noch­mal alle Per­so­na­li­en, auch von Dir), danach kam ich ins Unter­su­chungs­zim­mer. Ein Arzt!!, er kann­te mich wie­der, wir waren zusam­men in der Stra­ßen­bahn hin­aus­ge­fah­ren nach der Hart­mann­stra­ße, er lief immer hin­ter mir her; Kurz vor dem Amt ließ ich ihn an mir vor­bei und nun sah ich, daß er auch da hin­ein ging. Vor der Tür blieb er ste­hen, ließ mich erst ein­tre­ten und ich, ver­wirrt über die vie­len, vie­len Türen und Gän­ge, bat ihn um Aus­kunft nach Nr. 47. Er nahm mich mit, er müs­se auch dahin. Ich wähn­te ihn für einen Beam­ten und erschrak, als ich ihn als Arzt vor mir sah.

Ärztliche Untersuchung polnischer Landarbeiter, die als Fremdarbeiter für das Reich angeworben wurden (April/Mai 1940), © Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz / Arthur Grimm, Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bildern (DGDB), 04.2015
Ärzt­li­che Unter­su­chung pol­ni­scher Land­ar­bei­ter, die als Fremd­ar­bei­ter für das Reich ange­wor­ben wur­den (April/Mai 1940), © Bild­ar­chiv Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz / Arthur Grimm, Deut­sche Geschich­te in Doku­men­ten und Bil­dern (DGDB), 04.2015

Ich sage Dir, sol­che Unter­su­chung habe ich noch nicht erlebt. Ich muß das Dir erzäh­len, ich kann das nicht nie­der­schrei­ben. Es hat einen Kampf gege­ben, er hat sich dann ent­schul­digt. Weißt, was er noch sag­te? Daß er gro­ße Ach­tung vor mir habe, daß er mir viel, viel Glück wün­sche für die Zukunft. Er hät­te dies Amt nun 3 Jah­re, in die­ser Zeit sei ich unter Garan­tie der 5. Fall von Mäd­chen, die so die Ehe ein­ge­hen. Ich konn­te nicht viel sagen, ich schäm­te mich sehr. Ich war heil­froh als ich drau­ßen war. Auf die­sen Weg besorg­te ich mir mei­ne Braut­schu­he bei Sala­man­der. Sie zeig­ten mir auf mei­nen Bezug­schein II nur Lei­nen­schu­he, als ich nun nicht anbei­ßen woll­te, brach­te mir der Herr von da noch ein Paar Wild­le­der­schu­he, das war das rich­ti­ge. Sie sind ein­fach, nicht hoch­mo­dern, doch es sind Schu­he, die ich lan­ge Zeit tra­gen kann und das war ja der Zweck der Sache, aus die­sen Son­der­be­zug­schein ein Paar Schu­he her­aus­zu­ho­len, die mich län­ger erfreu­en, als einen Tag.

Nun das Haupt­the­ma! Möbel.

Sonn­abend, nach­mit­tags war ich mit Mut­ter in L.. Wir soll­ten doch noch­mal bei B. (wo Du den Ses­sel zeich­ne­test) nach­fra­gen wegen Küchen. Wir hat­ten Glück, es war wie­der eine her­ein­ge­kom­men, sie hat­te sie noch nie­man­den ange­bo­ten, weil ver­schie­de­ne Leu­te wie­der nach­fra­gen kom­men woll­ten.

Aller­dings ist es kei­ne [sic] Elfen­bein, son­dern Esche. Ein sehr schö­nes Modell, groß, stand­haft; gute äuße­re For­men und vor allem soli­de, sau­be­re Ver­ar­bei­tung. 180 breit, ein­ge­bau­te Brot­kap­sel, also sobald wird man uns solch Stück nicht wie­der anbie­ten. Die Email­le — Äsche feh­len noch, die wür­den sie aber noch beschaf­fen. Sie kos­tet kom­plett 635 M, es ist viel Geld, doch für die­se Küche nicht zuviel. Ich bin bereit, den Kauf abzu­schlie­ßen; denn ich lern­te Unter­schie­de ken­nen seit ich in Böh­men war. Mut­ter ist auch ein­ver­stan­den, so habe ich nun gebe­ten, sie möch­ten die Küche nicht wei­ter anbie­ten, nächs­ten Sonn­abend, wenn Du kommst, sollst Du Dein Gut­ach­ten auch able­gen — ich will nicht kau­fen, ohne Dei­ne Mei­nung — dann wol­len wir den Kauf per­fekt machen. Mut­ter kann sich ja noch nicht ganz an die beson­de­re Art der Küche gewöh­nen, weil sie immer auf Elfen­bein [???] war, selbst ich dach­te nicht anders. Aber vom prak­ti­schen Stand­punkt gese­hen, ist sie mir schon will­kom­men. Zu einer Küche, wo man die meis­te Zeit des Tages ver­bringt, bru­selt und kocht oder sonst ‘was macht, ist ein hel­les, emp­find­li­ches Möbel­stück nicht so schön, als ein Stück von gedeck­ter Far­be, ohne viel Poli­tur. Ich sehe es an unser Küche, wie die Poli­tur lei­det unter den unver­meid­li­chen Dämp­fen die ent­ste­hen beim kochen. Freund­li­cher sieht es eben aus in einer hel­len Küche. Aber wenn ich recht duf­ti­ge, wei­ße Gar­di­nen auf­ma­che, ein sau­be­res Tisch­tuch, Über­hand­tuch und die schö­nen gestick­ten Hand­ar­bei­ten anbrin­ge, dann ist es bestimmt auch freund­lich und schön in sol­cher Küche. Wir kön­nen nicht noch unnö­tig zögern und abwar­ten, das wird nicht bes­ser, im Gegen­teil; das sagen die Händ­ler sel­ber, das Mate­ri­al wird gerin­ger und die Prei­se stei­gen. Ach glaubst Du, das ist ein Hin und Her, ein­mal wird die Betrach­tung erwo­gen, ein­mal jene. Mut­ter ist zu gründ­lich in allem, eigent­lich muß­te ich ihr dank­bar sein, aber ich wer­de dann auch mal unge­dul­dig wenn es zu gar kei­nem rech­ten Ent­schluß kommt. Ich will nun end­lich mal klar sehen. Sie macht sich um alles so viel Sor­gen.

Heu­te nun erhielt ich Dei­nen lie­ben Brief, Liebs­ter! Ich dan­ke Dir, Du!

Bundesarchiv Bild 137-051639A, Polen, Ghetto Litzmannstadt, Deportation
Polen, Ghet­to Litz­mann­stadt (Łódź), Depor­ta­ti­on. März 1940. 01.05.1940 wur­de das 4 qm gro­ße „Juden­ghet­to“ von der Stadt geschlos­sen. Foto­graph: Gauss, DBa, Bild 137–051639A / CC-BY-SA, über Wiki­me­dia Com­mons, 04.2015.
Und wie­der gehen die Geschäf­te allen vor­an. Nach­dem ich Mut­ters Brief gele­sen und mit mei­ner Mut­ter dar­über ver­han­del­te, sind wir gleich noch­mal zu B. ob sie Schlaf­zim­mer haben, damit sie Mut­ter mal anse­hen kön­ne. Es war nie­mand da als die Toch­ter und die konn­te uns kei­nen rech­ten Auf­schluß geben, daß in aller­nächs­ter Zeit Schlaf­zim­mer her­an­kom­men ech­te, [sic] wuß­te sie bestimmt. Nun will mich Frau Bach­mann (die Che­fin) mor­gen früh anru­fen, um mir eigens genaue­ren Bescheid zu geben. Ich schrieb nun sofort an Dei­ne Mut­ter, nach­dem wir unse­re Beschlüs­se gefaßt hat­ten.

Von den bei­den Zim­mern, die da sind[,] wer­det Ihr nun heu­te eins zur Bestel­lung fest­ge­legt haben. Gib mir doch bit­te umge­hend Nach­richt, was Ihr aus­ge­rich­tet habt!

Wir sag­ten nun, wenn wir die Küche in Esche haben, dann möch­ten wir natür­lich das Schlaf­zim­mer nicht eben­so neh­men. Wenn das in afrik. Birn­baum etwas gutes, soli­des ist und die Matrat­zen­rah­men dabei sind, wäre es mir schon lie­ber.

Wie gefällt es Dir denn? Hast du bei­de gese­hen?

Es ist schon viel Geld und es bleibt dann rein nichts mehr übrig. Wir müs­sen dann eben etwas bor­gen, wir brau­chen auch noch Lam­pen. Ich hab[‘] nun der Mut­ter geschrie­ben, daß ich sie bit­te, dem Mann in K. zu sagen, er möch­te bis zur Sonn­abend nicht die Zim­mer wei­ter anprei­sen; denn bis dahin hat sie von mir Bescheid wie es wird.

Mor­gen wer­de ich von Fr. B. hören wie es steht, wenn das Her­an­be­kom­men noch lan­ge dau­ert, kön­nen wir ja nicht kau­fen. Du wirst mir gleich schrei­ben, wel­che Wahl Ihr getrof­fen habt, wel­che Ent­schlüs­se gefaßt und dann gebe ich Dei­ner Mut­ter sofort Bescheid — bis spä­tes­tens Frei­tag rech­ne ich, was nun wird auf dem Kauf in K.. Ich den­ke, daß es schon so recht sein wird, durch unse­re gro­ße Ent­fer­nung geht es eben nicht anders. Afri­ka­ni­scher Birn­baum und die­ser Preis, also etwas Ech­tes. Bei ech­ten Schlaf­zim­mern ist die Län­ge der Bet­ten meist 2 m, ich habe nun die Auf­la­gen auch 2 m lang, das paß­te also gut. Herrn H. brau­chen wir ja die Maße erst zuletzt zu geben. Ich habe ihm am Don­ners­tag geschrie­ben und auch mei­nen Bezug­schein dazu­ge­legt, ihm erklärt, daß Du das übri­ge mit ihm regeln wirst. Ich hat­te ange­deu­tet, Du wür­dest aller Vor­aus­sicht nach, am Sonn­abend oder Sonn­tag kom­men. Nun ist es doch anders gewor­den, er wird gewar­tet haben.

Mein lie­ber Rei­se­on­kel war also heu­te daheim. Ich habe viel an Euch gedacht. Was sag­te der Arzt zu Mut­ters Fuß? Sind alle wohl­auf? Kom­men­des Wochen­en­de, so Gott will, wirst Du bei mir sein?

Mein armer, lie­ber [Roland]! Das schö­ne Geld!

Ein­mal mußt Du aber schon noch kom­men, damit wir alles Feh­len­de noch erle­di­gen kön­nen.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein[ Roland]! Daß Du mein bist, daß ich Dir so ganz gehö­ren darf, ich emp­fin­de es so unsag­bar glück­lich. Wie freue ich mich dar­auf, mit Dir gemein­sam an unse­rem Lebens­glück wei­ter zu schmie­den. Jeden Abend mün­det mein Gebet in dem inni­gen Wunsch, daß Du mir bleibst lan­ge, lan­ge — daß uns Gott Kraft schen­ken möge und Mut unse­re Lebens­auf­ga­be zu voll­brin­gen auch in Not und Gefahr und daß er über unse­ren Bund der Lie­be seg­nend und schüt­zend sei­ne Hän­de hal­te. Ich glau­be, daß es Got­tes Wil­le und Wunsch war, daß wir uns fan­den, dar­um will ich auch zuver­sicht­lich und ganz getrost mich sei­ner Füh­rung anver­trau­en, er wird alles zum Segen wen­den.

Gott schüt­ze und behü­te Dich! Ich den­ke Dei­ner in tie­fer, inni­ger Lie­be, Du mei­ne Liebs­ter, Bes­ter! Ich den­ke zurück an die schö­nen Tage bei Dir, Du! An die süßen Stun­den, Liebs­ter! Aber die schöns­te Erin­ne­rung weicht der beglü­cken­den Gewiß­heit uns­rer rei­nen, gro­ßen Lie­be uns­rer Wesen zuein­an­der und kei­ne noch so wun­der­sam[‘], süße Sinn­lich­keit kann die­ses war­me Gefühl über­tö­nen.

Ich bin so glück­lich, mein Lieb!

Ich lie­be Dich von gan­zem Her­zen!

Dei­ne dank­ba­re [Hil­de].

T&SavatarsmRecht herz­li­che Grü­ße sen­den Dir die Eltern!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.