27. August 1941

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Mittwoch, den 27. Aug. 1941

Mein liebes, teures Weib! Herzenss­chätzelein! Holde mein!!

Nun ist es so weit, daß ich Dir meinen let­zten Boten schick­en soll, bevor ich sel­ber komme, bevor wir uns wieder­se­hen. Oh Geliebte! So dicht vor uns[e]rer großen Freude, so kurz vor mein­er Heimkehr zu Dir, zu Dir, laß uns die Zeit uns[e]rer Tren­nung bedenken, damit wir uns auch ganz tief und dankbar freuen. Weit­er­lesen!

26. August 1941

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[Thes­sa­loni­ki] Dien­stag, den 26. Aug.[ust] 1941

Mein liebes, teures Herz! Herzenss­chätzelein! Du! Du!!!

Welch lieber, lieber Bote ist heute zu mir gekom­men! Wie  strahlt es mir von Liebe und Freude, von Sehnen und Jubeln – Geliebte! Geliebte!!! Sooviel Freude in Dir, sooviel Erwartung! Ach Du!!! Du!!!!! So rein und lauter und gläu­big, so tief und heiß kommt sie mir ent­ge­gen, so fes­ter Zuver­sicht, so unbe­sieg­bar – Deine unendliche Liebe!!!!! !!!!! !!! Her­zlieb! Du wirst mich fes­thal­ten, ganz fes­thal­ten, mit bei­den Hän­den heiß mich umschlin­gen, unser Glück zu krö­nen – auszutrinken den Brun­nen des Glücks, den Bech­er seliger Freude zu leeren bis auf den Grund – und ich? ich werde bei Dir bleiben – bei Dir bleiben ohne Wider­streben – bei Dir bleiben!!! bei Dir bleiben!!!!! !!!!! !!! Du! Oh Du!!!!! Weit­er­lesen!

25. August 1941

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[Thes­sa­loni­ki] Mon­tag, den 25. August 1941

Herza­ller­lieb­ste! Mein liebes, teures Weib! Du!!! Du!!!!!

Gestern kam kein Bote von Dir. Und heute kam zu mir Dein lieber Bote vom Dien­stag. Oh Geliebte! Wie glück­lich machst Du mich damit!!!!! Meinen Gedanken von gestern – heute läßt Du ihn zur Tat wer­den, früher, als ich ihn dachte: „Ich kann Dir nichts ver­heim­lichen, und sei es auch nur etwas aus Liebe – ich muß Dir alles sagen, was mich bewegt.“ Oh Du!!! Du!!!!! !!!!! !!! Wie sooo lieb hast Du mich! Wie bist Du mir ganz zu Eigen!!! Wie tief, tief beglückst Du mich mit Deinem Ver­trauen! Oh Her­zlieb! Mein liebes, teures Weib!!! Weit­er­lesen!

24. August 1941

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Son­ntag, den 24. August 41

Mein liebes, teures Herz! Herzenss­chätzelein! Geliebte!

Wo bist Du denn eben jet­zt? Her­zlieb? Komm zu mir! Setz Dich lieb neben mich, ganz nahe – noch ein bis­sel näher – ach gle­ich auf meinen Schoß, Herzelein! Ich möchte Dir ganz lieb etwas sagen. Wirst [Du] mir fein zuhören? Das Man­ner­li wird erst am Dien­stag bei Dir sein. Ach Du! Sei nicht bös[‘] jet­zt – oder sei es und grolle mir – Dein Man­ner­li ist ja schon auf dem Weg zu Dir in diesem Augen­blick. Und mor­gen, Son­ntag, wo es bei Dir einkehren wollte, da ist es Dir schon so viel näher. Und noch ein­mal schlafen, Mon­tag, da soll doch schon das Telegramm kom­men – und dann dauert es gar nim­mer lange. 48 Stun­den nur mehr Geduld, Her­zlieb – das Man­ner­li auch! Und warum? Weit­er­lesen!

23. August 1941

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Sonnabend, den 23. August 41

Mein liebes, teures Weib! Herza­ller­lieb­ste mein!!!

Dein lieber, lieber Bote von Sonnabend ist zu mir gekom­men. Sei viel­lieb bedankt, Her­zlieb mein! [Du] Kannst Dir denken, was mich nun am meis­ten bewegt? Geliebtes Weib! Du, meine [Hilde]! Ach, ich werde ja nicht eher wieder ganz ruhig wer­den, eh[‘] Du mir nicht geschrieben hast von Deinem schw­eren Gang, eh[‘] ich nicht wieder bei Dir bin und in Deine lieben Augen schaue. Ach Geliebte, Du, meines Herzens Ver­traute und deren ganzes, let­ztes Ver­trauen ich besitze, ich will ver­suchen, Dir zu sagen, was das Man­ner­li bewegt darum, und ich weiß, Du wirst mich ver­ste­hen, wo die Worte ihren Dienst ver­sagen – so wie ich Dich in allem ver­ste­he, was Du mir dazu schreib­st. Ja, Her­zlieb, ich ver­ste­he Dein Han­deln, ver­ste­he Deinen Entschluß. Weit­er­lesen!