04. Dezember 1940

T&Savatar[401204–1-1]

Mitt­woch, d. 4. Dezem­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein!

Dein lie­ber Bote ist gekom­men, Du!! Ich wuß­te es, daß die Son­ne des Glü­ckes auch in Dir strahlt, daß sie den Schmerz des Abschie­des ver­drän­gen wür­de, so wie bei mir. Herz­liebs­te! Dei­ne Zei­len drän­gen mir den Gedan­ken auf: Du bist mir die liebs­te, ein­zigs­te, die wür­digs­te, die hol­des­te, um deren Gunst und Lie­be ich die­nen und wer­ben kann! Du schreibst recht: War­um immer wie­der, dar­um fra­gen, dar­um sagen? Und doch macht es immer wie­der Freu­de, es ein­an­der zu sagen und zu ver­si­chern, so wie wir es auch in unse­ren Tagen taten. Wei­ter­le­sen!

03. Dezember 1940

Hilde und Roland, während Hildes Besuch, Ende November 1940, Eckernförde.
Hil­de und Roland wäh­rend Hil­des Besuch, Ende Novem­ber 1940 in Eckern­för­de.

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O., Diens­tag am 3. Dezem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter mein!! [Roland]!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!!

Mein ers­ter Gruß aus der Hei­mat wur­de ges­tern in H.W. begon­nen, er wird Dich mor­gen errei­chen. In O. ange­langt, galt mei­ne ers­te Sor­ge (Du!! Bit­te, bit­te nicht eifer­süch­tig sein!) Vaters Kof­fer, weißt? Wei­ter­le­sen!

03. Dezember 1940

Hilde posierend, bei Roland zum Besuch, Ende November 1940, Eckernförde.
Hil­de posie­rend, bei Roland zu Besuch Ende Novem­ber 1940 in Eckern­för­de.

[401203–1-1]

Diens­tag, am 3. Dezem­ber 1940.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te, Hol­de mein!

So vie­le neue Bil­der sind, von denen ich nun träu­men kann, wenn ich des nachts ein­mal mun­ter wer­de! Ich habe 8 Stun­den fest durch­ge­schla­fen, mich ganz mun­ter geschla­fen. Als ich um 6 Uhr auf­wach­te, da woll­ten mei­ne Gedan­ken natür­lich gleich los­spa­zie­ren nach Her­zens­lust. Aber ich habe sie ans Bänd­chen genom­men und erst noch ein­mal nach dem brau­nen Schein auf die Spur gesetzt. Das Ergeb­nis der Unter[s]uchung? Wei­ter­le­sen!

02. Dezember 1940

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Mon­tag, am 2. Dezem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Roland posierend, während Hildes Besuch, Ende November 1940, Eckernförde.
Roland posie­rend, wäh­rend Hil­des Besuch, Ende Novem­ber 1940, Eckern­för­de.

Nun, muß ich wie­der zur Feder grei­fen. Der Him­mel trau­ert heut[‘] mit mir: Rauh und grau ist es. Und ich darf gar nicht dran den­ken, Du!, [sic] daß du mir wie­der ent­eilst. Hin­ter den dür­ren, toten Zah­len und Zei­chen sit­ze ich wie­der. Abend ist dar­über gewor­den. Daß du bei mir warst: wie ein Spuk, ein süßer Traum möch­te es mir nun erschei­nen. Ich war­te, Liebs­te, auf dein Tele­gramm, auf dei­nen ers­ten Boten. Wie ich war­te, Du! Du wirst gleich nach ihm gegan­gen sein, als Du ankamst. Bis 9 Uhr will ich gedul­dig war­ten. Bis in unse­re Abge­le­gen­heit kann es lan­ge gehen. Wei­ter­le­sen!