Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Jahr: 2013

20. Dezember 1938

[381220–2‑1] O., am 20. Dezem­ber 1938. Mein lie­ber [Roland]! Weil es doch dies­mal Ihr Geburts­tag­brief ist, darf ich die­se Anre­de gewiß gel­ten las­sen. Viel­leicht bleibt sie bestehen, im neu­en Jah­re? Ist es Unrecht, wenn ich zuerst wage, den Anfang ein Grad herz­li­cher zu gestal­ten? Beim Brief­schluß tru­gen Sie sich als Ers­ter mit dem Gedan­ken, ein wenig mehr […]

14. Dezember 1938

[381214–1‑1] L. am 14. Dez. 1938 Lie­be [Hil­de]! Nun muss ich schon selbst kom­men, damit Sie es glau­ben, dass ich recht froh bin, und daß Sie es sind, die mich so froh macht. Die kom­men­den Tage wer­den in dem Glan­ze der Vor­freu­de auf unser Wie­der­se­hen steh[e]n. Der heu­ti­ge Mitt­woch — er brach­te mir Ihren lie­ben Brief — stand […]

12. Dezember 1938

  [381212–2‑1] O., am 11.12.1938. am 12.12.1938. Lie­ber [Roland]! Es ist jetzt 1/2 5. Seit einer hal­ben Stun­de bin ich wie­der zurück aus der Stadt (L.). Ich erle­dig­te mit Mut­ter Weih­nachts­ein­käu­fe, heu­te am sil­ber­nen Sonn­tag sind die Geschäf­te offen. So viel Betrieb und Kin­der­ju­bel sah ich sel­ten bei­sam­men. Die Hele­nen­stra­ße ist ins [r]einste Mär­chen­land verwandelt […]

07. Dezember 1938

[381207–1‑1] L. am 7. Dez. 1938 Lie­be [Hil­de]! Es war am Diens­tag­nach­mit­tag. In der Lese­stun­de zwi­schen 3 u. 4 faß­te ich den Ent­schluß, 1/2 5 zur Post zu gehen. Es muß etwas dasein [sic], dach­te ich. Es war, als hät­te es mich hin­ge­zo­gen.— Alle Brief­sa­chen waren durch­ge­blät­tert — nichts. Halt! Doch, ein Paket. Ich stut­ze, lese […]

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