05. August 1942

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Mitt­woch, den 5. August. 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes Weib! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Mitt­woch – da kann ich doch ein Stünd­chen län­ger zu Dir kom­men – und dar­auf habe ich mich schon den gan­zen Tag gefreut – ach Du! Du!!! Gold­her­ze­lein! Been­det ist der Dienst – und dein Man­ner­li sitzt auf dem Dach­gar­ten – so wie mein Frau­chen nicht dasit­zen durf­te – höchs­tens, wenn es mit dem Man­ner­li ganz allein wäre – das lie­be Herz­lein will doch auch nach Luft schnap­pen, gelt? – Du!!!

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29. Juli 1942

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Mitt­woch, den 29. Juli 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te Hil­de, Du!!!

Täg­lich kommt Dein lie­ber Bote zu mir – und ich kann teil­neh­men an Dei­nen Feri­en­ta­gen im K.er Eltern­haus. Sei von Her­zen bedankt für Dein treu­es Lieb­ge­den­ken. [Du] Hast Dein Man­ner­li auch im Bil­de mit auf die Rei­se genom­men – Du Lie­bes! Und nun bin ich doch immer in Eurer Mit­te. Du, wir bei­de sind es doch, die uns[e]re bei­den Fami­li­en zusam­men­bin­den, Du bist da – ist doch das Man­ner­li auch in sei­ner Abwe­sen­heit ganz gegen­wär­tig. Ach, es drängt sich doch über­all ein und drängt sich vor, wo Du, Gelieb­te, bist – und Du lässt es doch vor, an Dei­ne Sei­te, Dir zual­ler­nächst, und wür­dest mich doch suchen, wenn ich nicht zu Dir käme! Oh Her­ze­lein! Welch lie­bes Ver­bun­den­sein ist zwi­schen uns!

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14. Juli 1942

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Diens­tag, am 14. Juli 1942.

[Roland]! Liebs­ter [Roland] mein!!! Herz­al­ler­liebs­ter!

Du bist zu mir gekom­men! Bist doch wahr­haf­tig selbst zu mir gekom­men!

Mein [Roland]!

Du!!!!! Du!!!!! Du !!!!! !!!!! !!! Oh Schät­ze­lein!

Wie habe ich sehn­süch­tig aus dem Fens­ter geschaut heu­te früh, bin schon vor sie­ben Uhr auf den Markt gegan­gen, damit ich daheim sei, wenn der Post­bo­te käme. Wei­ter­le­sen!

26. Juni 1942

Hoch­zeit auf Bären­hof, deut­scher Spiel­film, 1942, von Regis­seur Carl Fro­elich, mit Unter­ti­tel: Die Geschich­te einer Lie­be aus bes­se­ren Tagen. Bild über IMDb, 09.2018.

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Frei­tag, am 26. Juni 1942.

Her­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Gelieb­tes Her­ze­lein!

Du! Nun ist Abend gewor­den und ich kann mich zu Dir set­zen, zwar ist das Abend­brot noch nicht vor­bei, doch die Zeit bis dahin will ich mit Dir ver­plau­dern. Du!! Die Son­ne hat­te sich ein wenig ver­kro­chen und die Luft [w]ar recht abge­kühlt, so bin ich heu­te ein­mal nicht son­nen­ba­den gegan­gen auf den H., son­dern habe mich fein nütz­lich gemacht im Hau­se. Wei­ter­le­sen!

23. Juni 1942

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K., am 23. Juni 1942

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes, treu­es Herz! Mein liebs­ter [Roland!]

Nun ist schon Diens­tag und heu­te kann aber kom­men was will, ich schrei­be Dir, Du mein lie­bes Her­ze­lein! Pracht­vol­les Wet­ter ist, seit ich hier bin, dar­an habe ich mei­ne Freu­de; denn ich kann doch fau­len­zen Herz­lieb! Ein­mal die Son­ne genie­ßen von früh bis abends! Ja, den­ke Dir nur, da bin ich doch schon neben­an bei S.s in der Ern­te­hil­fe tätig. Sieg­fried auch mit. Heu­ern­te ist’s! Wei­ter­le­sen!