14. Februar 1942

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Wien, den 14. Febr.[uar] 1942

Herza­ller­lieb­ste, Geliebte mein!

Zuerst muß ich Dir von ganzem Herzen danken für Deinen lieben Brief. Heute mor­gen gegen 11Uhr war meine Nach­frage auf dem Post­amt nicht vergebens. Herzenss­chätzelein! Wie fein und lieb es doch ist, daß  Du mich nun mit Deinem Boten wiederge­fun­den hast – ach Schätzelein, daß ich mich wieder ganz fest umfan­gen weiß von Dein­er treuen Liebe – sie ist ja immer mit mir, aber nun braucht sie nicht erst irre zu gehen. Weit­er­lesen!

11. Februar 1942

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Wien, den 11. Feb­ru­ar 1942

Herza­ller­lieb­ste mein!

Nun ist Dein Bub wieder ein richtiger Wel­tenbumm­ler, steigt ganz ledig und frei und allein in der Welt umher – und ist doch Dein Bub, ganz Dein Bub! Du weißt: Du kannst ihn ganz allein in die weite Welt schick­en, in alle Winde – er bleibt Dir treu, er ist Dein! Ach Herzelein, Du! So wie ich weiß, so gewiß, daß Du – Du mein treulich wartest, immer! Schätzelein! Ich bin doch sooo froh und glück­lich daß ich Dein Bub bin, Dein Man­ner­li!!! Und ich füh­le immerzu das Band, das ich nach mir ziehe, wo ich auch bin, an dessen anderem Ende Du bist, mein geliebtes Weib – das Band uns[e]rer Liebe ist es, Herzenss­chätzelein! Weit­er­lesen!

Veröffentlichungstempo bzw. -lücken

Von 2013 bis 2015 wurde jew­eils genau 75 Jahre nach Versenden des Briefes geblog­gt: T&S, Band I bis III (1938–40). Mit Rolands Ein­tritt in den Krieg im Herb­st 1940 (2015) sind jedoch die Anzahl und Länge der Briefe der­art gestiegen, dass ab Sep­tem­ber das Veröf­fentlichung­stem­po nicht mehr gehal­ten wer­den kon­nte.

Es dauerte zwei Jahre (2016 bis 2017), das Jahr 1941, Band IV (2017), abschließen zu kön­nen. Bis Ende 1941 sind jet­zt mit nur kleinen Aus­nah­men (siehe Edi­torische Bear­beitung 2.3. Aus­nah­me­fälle) fast alle Briefe nun­mehr veröf­fentlicht.

Es wird wohl noch mal zwei Jahre dauern, um das näch­ste Jahrgang zu bloggen. Deswe­gen ist der Blog für 1942  für 2018–19 geplant und zurzeit noch als lück­en­haft zu ver­ste­hen. Amerikanis­che Fas­sun­gen von aus­gewählte Briefen aus 1938 bis 1940 sind eben­falls für 2018 geplant.

Bergerson, Das Sich-Einschreiben

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Andrew Stu­art Berg­er­son, Kansas City


Erster Auf­satz zu Hilde und Roland

Hierin wird gezeigt, wie Hilde und Roland sich in ihrer jun­gen Beziehung und Ver­lobungszeit 1938–40 in eine NS-Zukun­ft ‘eingeschrieben’ haben und in ihren Liebes­briefen mit sich, Gott, Eltern und dem Führer ein Ver­trauensver­hält­nis aufge­baut­en.
Siehe: Andrew Stu­art Berg­er­son, T&S Mither­aus­ge­ber, “Das Sich-Ein­schreiben in die NS-Zukun­ft: Liebes­briefe als Quelle für eine All­t­ags­geschichte der ‘Volks­ge­mein­schaft.’” In: Der Ort der “Volks­ge­mein­schaft” in der deutschen Gesellschafts­geschichte, her­aus­gegeben v. Detlef Schmiechen-Ack­er­mann, Marlis Buch­holz, Bian­ca Roitsch, Karl H. Schnei­der, Chris­tiane Schröder, Pader­born: Fer­di­nand Schön­ing, 2018, S. 223–41.

10. Januar 1942

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Sonnabend, den 10. Jan­u­ar 1942

Herza­ller­lieb­ste! Meine liebe, liebe [Hilde]. Du! Mein! Mein!!!

Sonnabend ist. Um 5 Uhr haben wir Lis­ten, Akten und Schränke zugeklappt – Feier­abend. Am Sonnabend ist dieser Feier­abend doch um ein paar Grad fre­undlich­er, ein­mal ein wenig früher und dann mit der Aus­sicht auf ein paar Stun­den Freizeit mehr. Weit­er­lesen!