18. März 1942

Auszug aus dem Brief mit Nummerierung

[420318-2-1]

40.

Mittwoch, am 18. III. 1942.

Herzensschätzelein! Mein geliebter [Roland]!

Ehe mein Dienst beginnt, will ich zu Dir kommen. Es ist ½ 11 [Uhr] am Vormittag und ich kann eben mal ein wenig verschnaufen, das Essen steht auf dem Feuer. Weiterlesen!

06. Dezember 1941

[411206-2-1]

Sonnabend, am 6. Dezember 1941

Mein liebes Herzelein! Geliebter!! Mein lieber, guter [Roland]!

Nun ist es bald nachmittags um 5 [Uhr]. Ich habe eben das letzte Blech voll Haferflockenplätzchen aus dem Ofen gezogen. Du!! Von denen bekommst auch eine Probe! Die sind für Weihnachten bestimmt; denn die anderen feinen, weißt? die haben wir doch tatsächlich aufgegessen. Es waren halt nicht genug ­— wir aßen nur jedes 4 Stück – auf einmal waren sie alle. So verfressen sind wir!! kannst Dir einen Begriff machen! Du!! Ich will diesmal alles ganz weit fort verstecken. Dann wird sich’s schon bis Weihnachten halten. Weiterlesen!

04. Dezember 1941

[411204-2-1]

Donnerstag, am 4. Dezember 1941.

Herzensschätzelein! Mein liebster [Roland]! Geliebter Du!!

Die liebe Sonne möchte scheinen, sie gibt sich die größte Mühe durchzudringen, durch die dicken Schneewolken – vergebens. Es bleibt bei einem Versuch nur. Na, ich will ja heute sowieso nicht draußen herumspazieren, ich sitze warm! Doch die liebe Mutsch ist vorhin, ½ 2oo [Uhr] wieder nach Chemnitz zum Arzt. Sie hat sich gut, warm angezogen. Und vom Bahnhof bis zum Hause des Dr. V. ist es nur eine Viertelstunde. Weiterlesen!

01. Dezember 1941

[411201-2-1]

Montag, am 1. Dezember 1941

Herzenschätzelein! Mein lieber, guter [Roland]! Du!!!

Mittagsstunde ist. Stille rings um mich. Vater schläft. Mutter ist fortgegangen, zu Oma nach M. Ich habe meine Küchenarbeit beendet und nun will ich erst noch ein Weilchen mit Dir plauschen, ehe ich an die anderen schreibe. Nach B., auch eine kleine Anmeldung an die beiden Landwirte möchte ich loslassen. Weiterlesen!

9. November 1941

T&Savatar[411109-1-1]

[Thessaloniki] Sonntag, den 9. Nov. 1941

Mein liebes, teures Herz! Mein liebes, liebes Herzelein!

Eingetrieben sind wir wieder. Von uns[e]rer Wanderung zum Kapellenberg. Du weißt schon, welchen ich meine. Es ist eines uns[e]rer liebsten Wanderziele geworden. Und heute haben wir es auf einem ganz neuen Wege angesteuert (wir sind doch Seeleute!), der hat uns überaus gut gefallen. Es war aber auch ein Tag, der wieder recht alles im schönsten Lichte zeigte. So warm, daß wir – gegen 2 Uhr machten wir uns auf den Weg – schwitzten. In der Sonne waren mindestens 20 Grad. Diese Herbsttage hier sind zu köstlich! Weiterlesen!