10. Mai 1942

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[Saloniki] Sonntag, den 10. Mai 1942

Geliebtes, teures Weib! Herzallerliebste mein! Du!!

Oh Herzelein! Du, Geliebte! Sonntag ist wieder. Und nun möchte ich zu Dir kommen. Ach Herzelein! Am liebsten auch gleich bei Dir bleiben, bis der Schlaf und die Nacht kommen. Dir gehören doch alle Stunden! Dir gehöre ich doch ganz! Und hier, in der Ferne – fühle ich das desto entschiedener. Weiterlesen!

8. Oktober 1941

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Mittwoch, am 8. Oktober 1941.

Herzensschätzelein! Geliebter! Mein lieber, guter [Roland]!

Ich sitze jetzt wieder am Tische, vor meinem lieben Papier, das mir so geduldig stille hält jeden Tag. Es wird gleich 2 Uhr mittags sein. Obwohl noch vielerlei Beschäftigung wartet, ich muß mich erst zu Dir setzen, Herzlieb! Die stille Mittagsstunde ist mir die liebste Zeit dazu, da bin ich ganz allein mit Dir und meinen Gedanken. Die Mutsch ist fort. Vater schläft noch, wenn er Nachtdiens[t] hat. Und auch unten auf der Straße ist es, als halte alles ein Stündchen den Atem an – es kommen wenig Leute, wenig lärmende Kinder, die Wagen fahren selten um diese Zeit. Weiterlsesen!

05. Oktober 1941

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Sonntag, den 5. Oktober 1941

Mein liebes, teures Herz! Geliebtes Weib! Meine [Hilde]!

Der ganze Sonntagnachmittag liegt vor mir – offen stehen mir Tor und Tür zur Freizeit, offen zu ganz beliebiger Verwendung. (Kamerad K. ist Schreiber vom Dienst) Ach Geliebte! Es ist eine falsche Freizeit – Freizeit in der Gefangenschaft. Weiterlesen!

03. Oktober 1941

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Freitag, am 3. Oktober 1941.

Herzensschätzelein! Geliebter!! Du mein lieber, guter [Roland]!!

Ach Du! Heute wärest Du doch beinahe zu kurz weggekommen! Du!! Denke nur, ich bin schon heute früh ½ 1000 [Uhr] gefahren, ich kam so am besten zurecht, weil ich gleich [ein] paar Einkäufe mit erledigen wollte. Denn von 12 – 15 [Uhr] sind die Geschäfte geschlossen, und ich wußte ja auch, daß die Glauchauer Verwandten beizeiten wieder zurück fahren mußten, wegen der Kinder. Und mit ihnen zu reden, war ja der eigentliche Beweggrund meiner Reise. Ehe ich fuhr bereitete ich den Eltern noch das Mittagessen vor, brachte meine Zimmer und den Flur in Ordnung. Da hatte ich von morgens 6 bis 9 [Uhr] ganz schön zu tun! Weiterlesen!

01. Oktober 1941

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Mittwoch, am 1. Oktober 1941.

Herzensschätzelein! Geliebter! Mein lieber, guter [Roland]!

Heute sieht der Himmel aus wie ein schmutziger Sack. Grau in grau, bis nach 900 [Uhr] vormittags mußte ich Licht brennen! Das vorausgeahnte Regenwetter ist da! Und in einem Ausmaße, daß [sic] an Ergiebigkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Na, meinetwegen – ich kann im Trock[e]nen sitzen und Du? Herzlieb? Du mußt Dich auch nicht mehr d[a]rüber grämen; denn Du hast vielleicht eitel Sonnenschein um Dich heute?! Weiterlesen!