9. Oktober 1941

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[Sa­lo­ni­ki] Don­ners­tag, den 9. Okt. 1941

Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebste mein!

Zwei Tage ließ Dein Bote auf sich war­ten – heu­te ist er nun wie­der zu mir ge­kom­men und bringt mir so­viel Freu­de und Lie­be in Wort und Bild – ach, Ge­lieb­te, und auch Sehn­sucht, die Sehn­sucht weckt – und nun sind es heu­te doch erst 14 Tage, daß ein un­er­bitt­li­ches Schick­sal [mich] von Dei­ner Sei­te ent­führ­te, 2 Wo­chen erst, und ich mein­te doch auch fast, es wä­ren schon bald Mo­na­te! Sei für Dein lie­bes Ge­den­ken viel­lieb be­dankt! Wei­ter­le­sen!

25. August 1941

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[Thes­sa­lo­ni­ki] Mon­tag, den 25. Au­gust 1941

Herz­al­ler­liebste! Mein lie­bes, teu­res Weib! Du!!! Du!!!!!

Ges­tern kam kein Bote von Dir. Und heu­te kam zu mir Dein lie­ber Bote vom Diens­tag. Oh Ge­lieb­te! Wie glück­li­ch machst Du mich da­mit!!!!! Mei­nen Ge­dan­ken von ges­tern – heu­te läßt Du ihn zur Tat wer­den, frü­her, als ich ihn dach­te: Ich kann Dir nichts ver­heim­li­chen, und sei es auch nur et­was aus Lie­be – ich muß Dir al­les sa­gen, was mich be­wegt.“ Oh Du!!! Du!!!!! !!!!! !!! Wie sooo lieb hast Du mich! Wie bist Du mir ganz zu Ei­gen!!! Wie tief, tief be­glück­st Du mich mit Dei­nem Ver­trau­en! Oh Herz­lieb! Mein lie­bes, teu­res Weib!!! Wei­ter­le­sen!

24. August 1941

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Sonn­tag, den 24. Au­gust 41

Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­l­ein! Ge­lieb­te!

Wo bist Du denn eben jetzt? Herz­lieb? Komm zu mir! Setz Dich lieb ne­ben mich, ganz nahe – noch ein bis­sel nä­her – ach gleich auf mei­nen Schoß, Her­ze­l­ein! Ich möch­te Dir ganz lieb et­was sa­gen. Wirst [Du] mir fein zu­hö­ren? Das Man­ner­li wird erst am Diens­tag bei Dir sein. Ach Du! Sei nicht bös[‘] jetzt – oder sei es und grol­le mir – Dein Man­ner­li ist ja schon auf dem Weg zu Dir in die­sem Au­gen­bli­ck. Und mor­gen, Sonn­tag, wo es bei Dir ein­keh­ren woll­te, da ist es Dir schon so viel nä­her. Und noch ein­mal schla­fen, Mon­tag, da soll doch schon das Te­le­gramm kom­men – und dann dau­ert es gar nim­mer lan­ge. 48 Stun­den nur mehr Ge­duld, Herz­lieb – das Man­ner­li auch! Und war­um? Wei­ter­le­sen!

20. August 1941

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Mitt­wo­ch, den 20. Au­gust 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de, Ge­lieb­te mein!

Wirst [Du] denn glück­li­ch wie­der heim­s­ein [sic] von der Hams­ter­fahrt? Mor­gen wer­de ich es wis­sen. Acht Tage sind wir ja im Ka­len­der im­mer zu­rück im Wis­sen von­ein­an­der. Und die­ser Bote wird schon kei­ne Ant­wort mehr fin­den – Du! Du!!! Höchs­tens münd­li­che! Oh Herz­lieb!!! Auf münd­li­che Ant­wort freue ich mich doch so­ooooo sehr! Dar­auf bin ich doch ganz be­gie­rig!!! Bist Du es auch? Weißt, ich bin es mehr – auf die Ant­wor­ten von Dei­nem zucker-​zuckersüßen Herz­mün­chen! Oh Ge­lieb­te!!! Bald wird es mir wie­der ganz, ganz nahe sein! Wei­ter­le­sen!

19. August 1941

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Diens­tag, am 19. Au­gust 1941.

Ge­lieb­ter!!! Mein [Ro­land]! Du!

Du! Du! Nun ist doch al­les gut! Alle Angst, daß man mich von Dir rei­ßen könn­te ist nun ge­wi­chen! Ge­lieb­ter! Das war mei­ne gan­ze Sor­ge! Du!! Nun muß ich Dir er­zäh­len – nun will ich Dir er­zäh­len! Ach Du! Ich woll­te Dir doch an­fangs kein Ster­bens­wört­chen von der gan­zen Ge­schich­te er­zäh­len, be­vor Du nicht bei mir bist! Ich woll­te Dir nichts da­von schrei­ben, Du soll­test ganz un­be­schwert zu mir heim­fah­ren kön­nen! Ach Du! Wei­ter­le­sen!