07. Dezember 1941

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Am 2. Ad­vents­sonn­tag 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, al­ler­liebs­ter [Ro­land]!

Heu­te schneit es wie­der, kalt ist’s und ein Sturm hat sich auf­ge­macht. Aber gut tut ei­nem die Luft. Sie ist so rein. Die El­tern wol­len nach­her ein­mal nach M. lau­fen, hin­zu wol­len sie den Staub­sauger mit­brin­gen; denn nun geht doch das Groß­rei­ne­ma­chen los! Man hat’s so bis­sel leich­ter. Im Win­ter kann ich so­wie­so mei­ne Bet­ten nicht so drau­ßen her­um aus­brei­ten – aber der Staub muß trotz­dem her­aus. Und ich? was ich trei­be? Wei­ter­le­sen!

04. Dezember 1941

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[Sa­lo­ni­ki] Don­ners­tag, den 4. Dez[ember]. 1941

Her­zelein! Ge­lieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

O Schät­ze­lein! Ganz lieb bist Du heu­te wie­der zu mir ge­kom­men! Hast mir so­viel fFreu­de ge­bracht! Ge­lieb­te! Hast im­mer so lieb und treu mein ge­dacht – so treu! Her­zelein! Von Dir kommt mir die höchs­te Freu­de! Du! Du! kannst mich am meis­ten und tiefs­ten froh und glück­lich ma­chen – mit Dei­ner Lie­be! Oh Du! Ich füh­le Dich an mei­ner Sei­te, ganz froh, und stolz, und glück­lich! Füh­le die Wär­me und den Son­nen­schein dei­ner Lie­be – so be­le­bend, kraft­s­pen­dend! Wei­ter­le­sen!

16. Oktober 1941

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Don­ners­tag, am 16. Ok­to­ber 1941.

Ge­lieb­tes Her­zelein, Du!! Mein [Ro­land]! Mein Lieb!! Du!!!

Nun klingt mein Tag aus, ganz an­ders als sonst — ich bin müde, aber nicht zu müde, um Dir noch zu sa­gen, wie so lieb ich Dich hab‘! Schät­ze­lein ge­lieb­tes! Zwei Kin­der ma­chen müde; weißt, weil sie ge­ra­de jetzt im Fra­ge­al­ter sind. Man darf nicht un­ge­dul­dig sein, man darf sie nicht bei­sei­te schie­ben, man muß halt ver­su­chen, wenn der ei­ge­ne Brun­nen der Weis­heit ver­sagt, sie ein­fach ab­zu­len­ken, was ganz Neu­es zu be­gin­nen und sie ge­fan­gen neh­men. Das ist nicht im­mer leicht! Wei­ter­le­sen!

13. August 1941

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Mitt­woch, den 13. Au­gust 41

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Ge­lieb­te mein!!!

Freu­de ist in un­se­ren Her­zen, Ge­lieb­te, gro­ße Freu­de!!! Kaum, daß un­ser Herz sie all[‘] noch fas­sen kann. Freu­de aus Lie­be, aus gro­ßer tie­fer Lie­be! Die leuch­tet und strahlt aus Dei­nem lie­ben Bo­ten, der heu­te zu mir ge­kom­men ist – Du liebst mich sooo sehr!!! Du!!!!! So wie ich sehn­lich heim­zu­keh­ren wün­sche – so war­test Du mein. So wie ich zu Dir kom­men will mit al­ler Lie­be – so willst Du mich emp­fan­gen! So wie ich dann ganz Dein sein will – so willst Du mein sein! Oh Ge­lieb­te!!! Heim­zie­hen willst [Du] mich? – Du!!! Du!!!!! Es wird wohl ein Wett­lau­fen wer­den – – – nach Dei­nem Schloß, nach Dei­nem Heim! Nach mei­nem Schloß, nach mei­nem Heim! Wei­ter­le­sen!

31. Juli 1941

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Don­ners­tag, den 31. Juli [19]41

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Herz­lieb! Ge­lieb­te!!!

Dein lie­ber Bote vom Frei­tag ist ein­ge­kehrt – und mit ihm die Hei­mat, die Hei­mat!! Oh! So lieb und warm und traut um­fängt sie mich!!! Oh Ge­lieb­te! Daß ich al­les um mich her ver­ges­se – daß ich ganz ge­bannt und ge­fan­gen bin – daß ich sie wie­der und wie­der lese, die lie­ben Zei­chen, die mir sooo viel be­deu­ten. (Der Bote vom Mitt­woch, d. 23. 7. fehlt noch.) Wei­ter­le­sen!