19. March 1942

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[Sa­lo­ni­ki] Don­ners­tag, den 19. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Du! Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Her­zelein! In Dei­nem lie­ben Diens­tag­bo­ten sprichst Du mir noch ein­mal von den Mög­lich­kei­ten ei­ner Dienst­ver­pflich­tung. Sie steht im Hin­ter­grund wie sei­ner­zeit das Ge­spenst mei­ner Ein­be­ru­fung. Ach Ge­lieb­te, ich kann noch gar nicht an die­ses Ge­spenst glau­ben. Wei­ter­le­sen!

17. März 1942

Aus­zug aus dem Brief mit Num­me­rie­rung

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39.

Diens­tag, am 17. März 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Du mein al­ler­liebs­ter [Ro­land]!

Son­nen­schein ist heu­te bei uns! Und blau­er Him­mel! Und die Vö­gel zwit­schern! Ach Du! Ich glau­be, nun wird bald Früh­ling, Her­zelein. Du hast ihn uns ge­bracht mit Dei­nem lie­ben Blu­men­gruß! Denn seit­dem be­gann es schön zu wer­den, Du! Ich freue mich ja soo! Wei­ter­le­sen!

4. November 1941

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[Sa­lo­ni­ki] Diens­tag, den 4. No­vem­ber 41

Her­zelein Du! Mein lie­bes teu­res Weib!

Ein klein we­nig mehr Ge­duld hät­te das Man­ner­li nur ha­ben dür­fen: heu­te kam doch der lie­be, lie­be Bote vom Mon­tag, den ich ver­miß­te. Er war be­klebt hin­ten­drauf mit so put­zi­gen For­men, daß ich erst arg­wöhn­te, er sei ge­öff­net wor­den. Aber, die For­men ab­lö­send, er­kann­te ich doch Dein be­kann­tes, brau­nes Kle­be­pa­pier. Wei­ter­le­sen!

28. Oktober 1941

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Diens­tag, am 28. Ok­to­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, lie­ber [Ro­land]! Ge­lieb­ter!!!

Nach­mit­tag ist [es], ich bin mit mei­ner Haus­ar­beit fer­tig und set­ze mich erst ein Stünd­chen zu Dir, ehe ich mei­ne üb­ri­gen Pflich­ten er­le­di­ge; als da sind: noch 3 Brie­fe schrei­ben, an Hell­muth. Du! Ich hat­te in der Zeit noch­mal bei Mut­ter in K. an­ge­fragt nach dem ge­nau­en Ge­burts­tag, ich war näm­lich gleich stut­zig ge­wor­den, nach­dem ich es in Dei­nem Bo­ten nie­der­schrieb!, Hell­muths’ [sic] Ge­burts­tag ist doch am 11.XI. Heu­te kom­me ich nicht drum her­um, ihm zu schrei­ben. Mor­gen habe ich Kin­der­schar, Don­ners­tag will ich Ku­chen ba­cken und Frei­tag rei­ne­ma­chen, Bet­ten über­zie­hen; denn am Sonn­abend rech­ne ich mit dem Be­such Dei­ner lie­ben El­tern! Wei­ter­le­sen!

11. Oktober 1941

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Sonn­abend, den 11. Ok­to­ber 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Ge­lieb­te! Du mei­ne lie­be [Hil­de]!

In der Schreib­stu­be sit­ze ich jetzt. Es ist am Nach­mit­tag kurz nach 4 Uhr. Ein Pracht­tag ist es drau­ßen. Bis in die Zim­mer dringt die Wär­me und den Rock, den ich jetzt über die Blu­se im­mer zie­he, muß­te ich ab­le­gen. Der Spieß hält frei­en Nach­mit­tag. Zum ers­ten Male, seit ich hier bin, ha­ben wir die Ar­beit ein­ge­holt. Und so ha­ben wir in der Schreib­stu­be auch frei tan­zen. Die jun­gen [sic] ha­ben sich schon ver­tru­belt [sic]. Ich sit­ze schon eine gan­ze Wei­le al­lein. Das ryth­mi­sche [sic] Rau­schen des Mee­res ist wie ein Schlum­mer­lied. Ganz schwer wur­den mir die Au­gen­de­ckel, und so habe ich sie auch ru­hig ein Vier­tel­stünd­chen fal­len las­sen. Aber nun will ich Dein den­ken, gleich ein bis­sel auf Vor­rat. Wei­ter­le­sen!