06. Mai 1942

[420506-​1-​1]

[Sa­lo­ni­ki] Mitt­woch, den 6. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Fei­er­abend ist. Kurz vor sie­ben Uhr. Der Fe­der­hal­ter ist bald heiß­ge­lau­fen. Das ist ein we­nig über­trie­ben. Denn mit der Fe­der wird das we­nigs­te ge­schrie­ben. Und so scharf war das Ar­beits­tem­po am heu­ti­gen Nach­mit­tag gar nicht, ob­wohl Ar­beit ge­nug da­liegt. Aber was nicht ge­ra­de eilt, kommt auch mor­gen noch zu­recht.

Wei­ter­le­sen!

27. März 1942

Aus­zug aus dem Brief mit Brief­num­mer

[420327-​2-​1]

46.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Ro­land]! Schät­ze­lein, Du!

Du! Abend ist, da ich zu Dir kom­me, wir ha­ben schon das Licht an­ge­zün­det; 8 Uhr zeigt un­ser We­cker. Oh Her­zelein! Das war ein lan­ger, hei­ßer Tag heu­te – und eine gar kur­ze Nacht, für Dein Mur­mel­tier­chen!! Wei­ter­le­sen!

19. März 1942

[420319-​1-​1]

[Sa­lo­ni­ki] Don­ners­tag, den 19. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Du! Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Her­zelein! In Dei­nem lie­ben Diens­tag­bo­ten sprichst Du mir noch ein­mal von den Mög­lich­kei­ten ei­ner Dienst­ver­pflich­tung. Sie steht im Hin­ter­grund wie sei­ner­zeit das Ge­spenst mei­ner Ein­be­ru­fung. Ach Ge­lieb­te, ich kann noch gar nicht an die­ses Ge­spenst glau­ben. Wei­ter­le­sen!

17. März 1942

Aus­zug aus dem Brief mit Num­me­rie­rung

[420317-​2-​1]

39.

Diens­tag, am 17. März 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Du mein al­ler­liebs­ter [Ro­land]!

Son­nen­schein ist heu­te bei uns! Und blau­er Him­mel! Und die Vö­gel zwit­schern! Ach Du! Ich glau­be, nun wird bald Früh­ling, Her­zelein. Du hast ihn uns ge­bracht mit Dei­nem lie­ben Blu­men­gruß! Denn seit­dem be­gann es schön zu wer­den, Du! Ich freue mich ja soo! Wei­ter­le­sen!

06. Dezember 1941

[411206-​2-​1]

Sonn­abend, am 6. De­zem­ber 1941

Mein lie­bes Her­zelein! Ge­lieb­ter!! Mein lie­ber, gu­ter [Ro­land]!

Nun ist es bald nach­mit­tags um 5 [Uhr]. Ich habe eben das letz­te Blech voll Ha­fer­flo­cken­plätz­chen aus dem Ofen ge­zo­gen. Du!! Von de­nen be­kommst auch eine Pro­be! Die sind für Weih­nach­ten be­stimmt; denn die an­de­ren fei­nen, weißt? die ha­ben wir doch tat­säch­lich auf­ge­ges­sen. Es wa­ren halt nicht ge­nug ­— wir aßen nur je­des 4 Stück – auf ein­mal wa­ren sie alle. So ver­fres­sen sind wir!! kannst Dir ei­nen Be­griff ma­chen! Du!! Ich will dies­mal al­les ganz weit fort ver­ste­cken. Dann wird sich’s schon bis Weih­nach­ten hal­ten. Wei­ter­le­sen!