07. Dezember 1941

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Am 2. Ad­vents­sonn­tag 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, al­ler­liebs­ter [Ro­land]!

Heu­te schneit es wie­der, kalt ist’s und ein Sturm hat sich auf­ge­macht. Aber gut tut ei­nem die Luft. Sie ist so rein. Die El­tern wol­len nach­her ein­mal nach M. lau­fen, hin­zu wol­len sie den Staub­sauger mit­brin­gen; denn nun geht doch das Groß­rei­ne­ma­chen los! Man hat’s so bis­sel leich­ter. Im Win­ter kann ich so­wie­so mei­ne Bet­ten nicht so drau­ßen her­um aus­brei­ten – aber der Staub muß trotz­dem her­aus. Und ich? was ich trei­be? Wei­ter­le­sen!

11. November 1941

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[Sa­lo­ni­ki] Diens­tag, den 11. Nov.[ember] 1941

Her­zens­schät­ze­lein!

Hast Du mich ge­fun­den? [Ich] Hab[‘] mich doch ein we­nig su­chen las­sen dies­mal, so wie Du Dich im Schmät­ze­l­pa­ket [Ge­bäck aus Bai­ser]. Hab[‘] ich mich denn da­für schon be­dankt? Du hat­test es doch kaum an­ge­kün­digt, da war es schon da ‒ ganz fri­sche Schmät­zel! Wei­ter­le­sen!

9. Oktober 1941

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Don­ners­tag, am 89. Ok­to­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Du!! Mein ge­lieb­ter, liebs­ter [Ro­land]!

Heu­te woll­te es doch über­haupt nicht Tag wer­den, der Him­mel ist ganz zu­ge­hängt mit di­cken, grau­en Wol­ken. Und ich habe bis in die 9. Mor­gen­stun­de Licht ge­brannt. Weil ich mir sonst nichts vor­neh­men konn­te, be­gann ich gleich mit dem Rei­ne­ma­chen in der Kü­che und nun bin ich auch fer­tig da­mit. Fein! Da habe ich mor­gen et­was we­ni­ger. Auf den Post­bo­ten habe ich heu­te ver­geb­lich ge­war­tet, er ging vor­bei. Na, aber mor­gen kommt er ge­wiß wie­der zu mir! Wei­ter­le­sen!

9. Oktober 1941

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Don­ners­tag, den 9. Okt. 1941

Herz­al­ler­liebs­te! Ge­lieb­tes Weib!

Mein Her­zelein braucht doch ein Tränk­lein! Das schick[‘] ich ihm hier. [Es] Ist aber kein Schnaps – mein lie­ber Süf­fel! [Es] Ist für die lan­gen Haa­re – auf dem Kop­fe, hörst?! Und die lan­gen Haa­re sind für den Kno­ten – nicht für die Sche­re des Haar­for­mers – hörst auch das?! Wei­ter­le­sen!

10. August 1941

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Sonn­tag, den 10. Au­gust 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Ge­lieb­te mein!!!

Du bist zu mir ge­kom­men, heu­te, zum Sonn­tag! Ich dan­ke Dir so sehr! Nun weiß ich auch, war­um es am Sonn­abend und Sonn­tag so still um mich war! Wie deut­lich ich das doch ge­fühlt habe! Ich wuß­te doch gar nicht vor­her, daß Du in Glauchau weil­test! Herz­lieb! So le­ben­dig und ge­gen­wär­tig ist mir Dei­ne Lie­be im­mer sonst! Ach – und wenn nun nicht schon wie­der 8 Tage da­zwi­schen­lä­gen und wir un­se­rem Wie­der­se­hen nicht schon 8 Tage nä­her wä­ren, müß­te ich Dich doch erst ein­mal ganz lieb trös­ten. Aber dar­über und dazu gibt es doch fast gar kei­nen Trost mehr – wir sind nun bei­de so voll Sehn­sucht und Ver­lan­gen und Un­ge­duld – Gott im Him­mel hel­fe uns in Gna­den! Wei­ter­le­sen!