07. Dezember 1941

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Am 2. Ad­vents­sonn­tag 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, al­ler­liebs­ter [Ro­land]!

Heu­te schneit es wie­der, kalt ist’s und ein Sturm hat sich auf­ge­macht. Aber gut tut ei­nem die Luft. Sie ist so rein. Die El­tern wol­len nach­her ein­mal nach M. lau­fen, hin­zu wol­len sie den Staub­sauger mit­brin­gen; denn nun geht doch das Groß­rei­ne­ma­chen los! Man hat’s so bis­sel leich­ter. Im Win­ter kann ich so­wie­so mei­ne Bet­ten nicht so drau­ßen her­um aus­brei­ten – aber der Staub muß trotz­dem her­aus. Und ich? was ich trei­be? Wei­ter­le­sen!

28. Oktober 1941

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Diens­tag, am 28. Ok­to­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, lie­ber [Ro­land]! Ge­lieb­ter!!!

Nach­mit­tag ist [es], ich bin mit mei­ner Haus­ar­beit fer­tig und set­ze mich erst ein Stünd­chen zu Dir, ehe ich mei­ne üb­ri­gen Pflich­ten er­le­di­ge; als da sind: noch 3 Brie­fe schrei­ben, an Hell­muth. Du! Ich hat­te in der Zeit noch­mal bei Mut­ter in K. an­ge­fragt nach dem ge­nau­en Ge­burts­tag, ich war näm­lich gleich stut­zig ge­wor­den, nach­dem ich es in Dei­nem Bo­ten nie­der­schrieb!, Hell­muths’ [sic] Ge­burts­tag ist doch am 11.XI. Heu­te kom­me ich nicht drum her­um, ihm zu schrei­ben. Mor­gen habe ich Kin­der­schar, Don­ners­tag will ich Ku­chen ba­cken und Frei­tag rei­ne­ma­chen, Bet­ten über­zie­hen; denn am Sonn­abend rech­ne ich mit dem Be­such Dei­ner lie­ben El­tern! Wei­ter­le­sen!

10. Oktober 1941

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Frei­tag, den 10. Ok­to­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

So reich bin ich be­schenkt wor­den heu­te – ich habe mich ja sooo sehr ge­freut und es so ganz be­son­ders glück­lich ge­spürt, wie so lieb Du mich hast! 2 lie­be, lie­be Bo­ten sind zu mir ge­kom­men vom Ern­te­dank­sonn­tag und des­sen Vor­abend. Und dazu ein gan­zer Kar­ton Schmät­ze [wohl Bai­ser­ge­bäck] – er steht jetzt ne­ben mir auf dem Ti­sche. Fein schme­cken die Kus­sel [wohl Küss­chen], die Ku­chen­kus­sel – die rich­ti­gen sind aber noch viel, viel sü­ßer, ja? Du!!! – sei taus­end­lieb be­dankt für all Dei­ne lie­ben Zei­chen. Ach Herz­lieb! Ich bin Dei­ner Lie­be ganz ge­wiß! Und doch geht es mir so wie Dir, daß ich es im­mer wie­der hö­ren und le­sen möch­te, wie so lieb Du mich hast. Wei­ter­le­sen!

26. September 1941

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Frei­tag, am 26. Sep­tem­ber 41.

Her­zens­schät­ze­lein! Ge­lieb­ter!!

Du sitzt im Zuge, schickst viel­leicht ge­ra­de jetzt auch Dei­ne Ge­dan­ken zu mir – Du! Ach Du! Wie könn­te es wohl an­ders sein? Du mußt so wie ich zu­rück­den­ken – zu­rück an un­ser un­er­meß­li­ches Glück, an die köst­li­chen Stun­den in­nigs­ter Ver­bun­den­heit und heim­lichs­ter Trau­te – mein ge­lieb­ter [Ro­land]! O Du!!! Es ist mir heu­te noch kei­ne Mi­nu­te schmerz­lich zum Be­wußt­sein ge­kom­men, daß Du nun wie­der fort von mir bist – nicht schmerz­lich, son­dern ganz tief im In­ners­ten froh und be­glückt und ru­hig kann ich an Dich den­ken. Wei­ter­le­sen!

08. August 1941

Auszug aus dem Brief mit Strich
Aus­zug aus dem Brief mit Strich

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Frei­tag, am 8. Au­gust 1941.

Ge­lieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, gu­ter [Ro­land]! Du!!

Herz­lieb!! Eben bin ich aus der Ba­de­wan­ne ge­stie­gen, ach Du! Mir zit­tern rich­tig die Hän­de, so sehr habe ich ge­ar­bei­tet. Ich bin schon ganz fer­tig mit Rei­ne­ma­chen, den­ke nur mal! Und schon ge­ba­det! Und da­bei zeigt die Uhr erst ½ 3 [Uhr] am Nach­mit­tag. Ich muß­te mich so sehr be­ei­len, weil ich noch viel an­de­res vor habe [sic]. Ge­heim­nis!! —— [sie­he Ab­bil­dung] Wei­ter­le­sen!