11. Oktober 1941

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Sonn­abend, den 11. Ok­to­ber 1941

Her­zens­schät­ze­l­ein! Ge­lieb­te! Du mei­ne lie­be [Hil­de]!

In der Schreib­stu­be sit­ze ich jetzt. Es ist am Nach­mit­tag kurz nach 4 Uhr. Ein Pracht­tag ist es drau­ßen. Bis in die Zim­mer dringt die Wär­me und den Rock, den ich jetzt über die Blu­se im­mer zie­he, muß­te ich ab­le­gen. Der Spieß hält frei­en Nach­mit­tag. Zum ers­ten Male, seit ich hier bin, ha­ben wir die Ar­beit ein­ge­holt. Und so ha­ben wir in der Schreib­stu­be auch frei tan­zen. Die jun­gen [sic] ha­ben sich schon ver­tru­belt [sic]. Ich sit­ze schon eine gan­ze Wei­le al­lein. Das ryth­mi­sche [sic] Rau­schen des Mee­res ist wie ein Schlum­mer­lied. Ganz schwer wur­den mir die Au­gen­de­ckel, und so habe ich sie auch ru­hig ein Vier­tel­stünd­chen fal­len las­sen. Aber nun will ich Dein den­ken, gleich ein bis­sel auf Vor­rat. Wei­ter­le­sen!

30. September 1941

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Diens­tag, am 30. Sep­tem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­l­ein! Mein ge­lieb­ter [Ro­land]! Du!!!

Eben bin ich mit mei­ner Ar­beit fer­tig, habe mich ge­wa­schen und um­ge­zo­gen und nun will ich zu­er­st Dein den­ken, Du! Was wirst [Du] denn jetzt ma­chen um die­se Stun­de? Es wird gleich 1400 [Uhr] sein. Ob Du wohl Mit­tags­ru­he hält­st? Ach, ich wüß­te es doch soo ger­ne! Gleich käme ich ein­mal ganz lei­se hin zu Dir, um nachzuschau[e]n, ob mein Herz­lieb auch schön zu­ge­deckt ist und schläft! Ge­lieb­ter! Mein [Ro­land]! Ach Du, wie lieb ich Dich habe!!! So­ooooo sehr lieb!!!!! Nun hast Du die er­s­te Nacht wie­der in Dei­nem Bett­lein ge­schla­fen, das Köpf­chen nach der Rich­tung zu mir hin ge­wandt, ja Du? Und ich dre­he mich Dir zu!! Ganz lieb habe ich Dein ge­dacht ges­tern abend vor’m Ein­schla­fen – ach, ich mei­ne, daß Du es ge­fühlt hast. Nach ½ 10 [Uhr] abends bin ich schla­fen ge­gan­gen. Wei­ter­le­sen!

13. August 1941

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Mitt­wo­ch, den 13. Au­gust 41

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Ge­lieb­te mein!!!

Freu­de ist in un­se­ren Her­zen, Ge­lieb­te, gro­ße Freu­de!!! Kaum, daß un­ser Herz sie all[‘] noch fas­sen kann. Freu­de aus Lie­be, aus gro­ßer tie­fer Lie­be! Die leuch­tet und strahlt aus Dei­nem lie­ben Bo­ten, der heu­te zu mir ge­kom­men ist – Du liebst mich sooo sehr!!! Du!!!!! So wie ich sehn­li­ch heim­zu­keh­ren wün­sche – so war­test Du mein. So wie ich zu Dir kom­men will mit al­ler Lie­be – so will­st Du mich emp­fan­gen! So wie ich dann ganz Dein sein will – so will­st Du mein sein! Oh Ge­lieb­te!!! Heim­zie­hen will­st [Du] mich? – Du!!! Du!!!!! Es wird wohl ein Wett­lau­fen wer­den – – – nach Dei­nem Schloß, nach Dei­nem Heim! Nach mei­nem Schloß, nach mei­nem Heim! Wei­ter­le­sen!

12. August 1941

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Mon­tag, den 11. Au­gust 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­l­ein!

Ei­gent­li­ch ist Diens­tag, da ich schrei­be, aber ich schrei­be den Mon­tag­brief! Dein Hubo wur­de ges­tern abend von so gro­ßer Mü­dig­keit be­fal­len, daß er schon um 9 Uhr ins Bett­lein ge­kro­chen ist. Nun ist er fein aus­ge­schla­fen. Er hat doch ges­tern des­halb ge­nauso lieb im­mer Dein ge­dacht. War doch über Mit­tag in Ge­schäf­ten un­ter­wegs. Ach, Herz­lieb, ich muß doch jede freie Mi­nu­te Dein ge­den­ken, und nun, so kurz vor un­se­rem Wie­der­se­hen mit hei­ßem Seh­nen und Ver­lan­gen. Wei­ter­le­sen!

17. Juni 1941

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Diens­tag, den 17. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Ge­lieb­te! Herz­lieb mein!!

2 lie­be Bo­ten sind heu­te zu mir ge­kom­men – fein der Rei­he nach – heut[‘] mit­tag ei­ner – und, ich habe mich ja ganz sehr ge­freut, nach Fei­er­abend noch ei­ner! Zu Fei­er­abend, wenn dann die Ge­dan­ken alle zu Dir ge­hen dür­fen – wenn wir dann auch ein we­nig Muße ha­ben – und noch ein Stünd­chen auf dem Bal­kon ste­hen, nach der [un]tergehenden Son­ne schau­en – oder wie ges­tern und heu­te nach dem Wet­ter­leuch­ten. Wei­ter­le­sen!