06. Mai 1942

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[Saloniki] Mittwoch, den 6. Mai 1942

Herzensschätzelein! Mein liebes, teures Weib!

Feierabend ist. Kurz vor sieben Uhr. Der Federhalter ist bald heißgelaufen. Das ist ein wenig übertrieben. Denn mit der Feder wird das wenigste geschrieben. Und so scharf war das Arbeitstempo am heutigen Nachmittag gar nicht, obwohl Arbeit genug daliegt. Aber was nicht gerade eilt, kommt auch morgen noch zurecht.

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06. Mai 1942

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83.

[O.] Mittwoch, am 6. Mai 1942

Herzensschätzelein! Mein geliebter, liebster [Roland]!

Ach Herzelein! Ich konnte es doch heute kaum erwarten bis wieder die Stunde da war, da ich Dein denken kann. Geliebter! Es ist spät abends, wo ich hier bei Dir sitze und mit Dir rede. Aber nachts mögen wir doch gerade am liebsten miteinander recht lieb und heimlich plaudern gelt? Ja denke nur: seit langer Zeit bellt wieder einmal die Flak rund um den Kreis Chemnitz! Schaurig! Weiterlesen!

29. April 1942

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[Saloniki] Mittwoch, den 29. April 1942

Herzelein! Geliebte, Geliebte! Meine liebe, liebste [Hilde]!

Nun kann ich doch noch zu Dir kommen trotz Umzugsdrasch [: Umzugshektik] – ich bin nämlich Läufer heute – das ist mir gerade recht – [das] sind doch gleich für vier schöne Stunden – ganz allein für mein Schätzelein reserviert! Du!!! Weiterlesen!

26. April 1942

Welthauptstadt germania 07
Filmmodell der Großen Halle (auch Ruhmeshalle oder Volkshalle) mit dem Großen Becken, Teil der Ausstellung Mythos „Germania“ und „Tempelstadt“ Nürnberg im Nürnberger Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände (7.04.2011 – 11.09.2011), Bild: KaterBegemot, 2.05.2011, CC-BY-3.0 Unported Attribution Lizenz, 06.2017.

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[Saloniki] Sonntag, den 26. April 1942

Herzelein! Mein liebes teures Weib! Meine [Hilde]!

Ein Sonntag will wieder zu Ende gehen. Der nächste ist nun schon ein Maiensonntag. Frühling und Maien wird wieder. Aber in wessen Herz es nicht Frühling und Maien ist, den stimmt das Blühen und Frohsein ringsher [sic] nur trauriger. Und ein Herz voll Sonne und Glück überstrahlt auch den dunkelsten Wintertag. Weiterlesen!

25. April 1942

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[Saloniki] Sonnabend, den 25. April 1942

Geliebte! Herzelein! Meine [Hilde]! Mein geliebtes Weib!

Nun strahlt sie mir zurück die Sonne Deiner Freude, Deines Glückes! Geliebte! So mächtig und strahlend, so groß und reich – spiegelt alle große unendliche Liebe, die Du mir bewahrst – oh Geliebte! [Das] Kündet mir, dass ich Dich beglücken kann – daß große, tiefe Liebe uns bewegt. Du! So strahlend und sieghaft und gewiß leuchtet mir Deine Liebe! Oh Herzelein! Du! Du!!! Unser Glück! Segne es Gott! Weiterlesen!