Editorische Bearbeitung

Im All­ge­mei­nen wird der Text des Ori­gi­nals so ge­nau und ak­ku­rat wie mög­lich in das HTML-​Format von Wor­d­Press über­tra­gen. Wenn es die tech­ni­sche Mög­lich­keit gibt, eine hand­schrift­li­che Be­son­der­heit zu kenn­zeich­nen, wird dies di­rekt in den Text ein­ge­führt. Wenn nicht, kann von der Mög­lich­keit Ge­brauch ge­macht wer­den, eine Ab­bil­dung ein­zu­fü­gen, um die hand­schrift­li­che Be­son­der­heit zu ver­an­schau­li­chen. Auf die­se Wei­se wer­den die An­ony­mi­tät der Fa­mi­lie und die wis­sen­schaft­li­chen Richt­li­ni­en der di­plo­ma­ti­schen Ver­schrift­li­chung“ in Ein­klang ge­bracht.

1. Arbeitsprozess

Ab 2012 hat die da­ma­li­ge Pro­jekt­lei­tung (Prof. An­drew Stuart Ber­ger­son und Dr. Tho­mas Mund­schick) eine Di­gi­ta­li­sie­rung der Brief­sei­ten vor­an­ge­trie­ben. Der Pro­zess der Um­wand­lung von Brief­sei­ten in ein Pdf-​Format und de­ren  Kenn­zeich­nung mit Si­gna­tu­ren dau­ert der­zeit an.

Seit 2012 sind die Brie­fe von ei­nem wech­seln­den, Ge­ne­ra­tio­nen über­grei­fen­den Team von Aka­de­mi­ke­rIn­nen und Bür­ge­rIn­nen in Deutsch­land, den Nie­der­lan­den, Ös­ter­reich, und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ver­schrift­licht so­wie mit Schlag­wör­tern ver­se­hen wor­den. Die­se Ar­beit wird von sich ge­gen­sei­tig un­ter­stüt­zen­den Paa­ren durch­ge­führt, in de­nen z.B. Äl­te­re, die die alte Schrif­ten ken­nen, mit Jün­ge­ren, die tech­nisch be­gab­ter sind, von ein­an­der pro­fi­tie­ren; oder deutsch­spra­chi­gen Mut­ter­sprach­le­rIn­nen und Men­schen, die Deutsch als Zweit­spra­che er­wor­ben ha­ben.

Un­ser Verschriftlichung-​Platform Zo­te­ro.

Die Mit­ar­bei­ter füh­ren die Ar­beit ent­we­der in per­sön­li­chem Kon­takt oder vir­tu­ell durch; alle vor­läu­fi­gen Fas­sun­gen der Brie­fe wer­den vir­tu­ell auf­be­wahrt und sind stän­dig für die in­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit zu­gäng­lich – zu­nächst auf der ame­ri­ka­ni­schen Lehr­platt­form Black­board, ab 2015 auf Zo­te­ro.

75 Jah­re nach dem Brief­da­tum wer­den die Brie­fe als Posts hier auf Wor­d­Press ge­b­loggt und als Ra­dio­pro­gram­me auf Ra­dio Ton­küh­le ge­sen­det bzw. als Pod­casts zur Ver­fü­gung ge­stellt.

Eine Über­set­zung ins Ame­ri­ka­ni­sche ist für den Blog vor­ge­se­hen. Ein Schau­spiel auf Ame­ri­ka­nisch auf Ba­sis der Brie­fe der Jah­re 1938 bis 1940 ist be­reits in Ar­beit.

Das Ar­chiv für das Pro­jekt liegt der­zeit in der Platt­form UMKC Box (Pass­wort ge­schützt).

2. Ein laufendes Projekt

Im Ver­gleich zu an­de­ren aka­de­mi­schen Editions-​Projekten liegt das Ziel von T&S nicht nur im Ab­schluss der Edi­tie­rung und Ver­öf­fent­li­chung von his­to­ri­schen Brie­fen, son­dern auch im Ar­beits­pro­zess selbst, also in ei­nem lau­fen­de Pro­jekt un­ter in­ter­na­tio­na­ler Bür­ger­be­tei­li­gung. T&S er­mög­licht nicht nur eine lang­fris­ti­ge Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Aka­de­mi­kern und Lai­en, Äl­te­ren und Jün­ge­ren, son­dern auch zwi­schen deut­schen und ös­ter­rei­chi­schen Mut­ter­sprach­le­rIn­nen, und Deutsch­ler­ne­rIn­nen aus un­ter­schied­li­chen Län­dern.  Aus die­sem Public-​Humanities-​Format des Pro­jekts folgt un­wei­ger­lich dass die hier ver­öf­fent­lich­te his­to­ri­sche Quel­le Be­son­der­hei­ten auf­wei­sen wird:

2.1. Uneinheitliches Format

Na­tür­lich ver­su­chen wir die Brie­fe so weit wie mög­lich ein­heit­lich  wie­der­zu­ge­ben, je­doch ent­ste­hen klei­ne Un­ein­heit­lich­kei­ten da­durch, dass die Mit­ar­bei­te­rIn­nen nicht alle Mut­ter­sprach­lie­rIn­nen und aus­ge­bil­de­te und mit Tran­skrip­ti­ons­richt­li­ni­en vor­in­for­mier­te His­to­ri­ke­rIn­nen sind. Sie ver­än­dern die Richt­li­ni­en und Er­geb­nis­se für den Blog lau­fend, d.h. wenn sie die spä­te­re Brie­fe ken­nen­ler­nen oder neue Mit­ar­bei­ter zu­stei­gen und sich tech­ni­sche Neue­run­gen er­ge­ben. Erst am Ende des Pro­jekts wer­den die Brie­fe noch ein­mal über­ar­bei­tet und in ein ein­heit­li­ches For­mat ge­bracht. Als lau­fen­des Pro­jekt sind Vor­schlä­ge zur Ver­bes­se­rung und Kom­men­ta­re des je­wei­li­gen Brie­fes, ger­ne auch als Email an ei­nen der Pro­jekt­lei­ter, sehr will­kom­men.

2.2. Veröffentlichungslücken

Auf­grund des ab Sep­tem­ber 1940 mas­si­ven Zu­wach­ses an Brie­fen und an­de­ren Um­stän­den sind Ver­öf­fent­li­chungs­lü­cken in den neu­es­ten Jahr­gän­gen ent­stan­den. Bis Ok­to­ber 1941 sind mit nur klei­nen Aus­nah­men (sie­he 2.3) fast alle Brie­fe nun­mehr ver­öf­fent­licht. Ab No­vem­ber 1941 ist der Blog je­doch noch als lü­cken­haft zu ver­ste­hen.

2.3. Ausnahmefälle

Es gab in der über­lie­fer­ten Brief­samm­lung ca. 50 Teil­brie­fe, un­da­tier­te Brie­fe und Brief­sei­ten, und zu­dem Brie­fe de­ren Sei­ten bis­lang nicht zu ord­nen wa­ren. Hier Ord­nung zu schaf­fen wird noch ei­ni­ge Zeit in An­spruch neh­men, be­vor der Blog voll­stän­dig ge­hei­ßen wer­den kann.

So­lan­ge die­ser Zu­stand an­hält und ein Brief­da­tum zur Ver­fü­gung steht, er­scheint der un­voll­stän­di­ge oder Brief mit un­ge­ord­ne­ten Sei­ten im Blog wie über­lie­fert, bis wir die Ord­nung ge­si­chert kor­ri­gie­ren kön­nen. Sol­che Fäl­le sind mit [ ] im Text er­klärt, so­wie in den Ka­te­go­ri­en nach­schlag­bar als: Sei­ten­ver­wir­rung bzw. Un­voll­stän­dig. Wenn wir Brief­sei­ten nach ei­ner uns rich­ti­ger er­schei­nen­den Ord­nung um­ord­nen, wird dies eben­falls im­mer ge­kenn­zeich­net.

3. Metadaten

3.1 Signatur

Die Si­gna­tur ei­nes Brie­fes (z.B.[380504-2-1]) kenn­zeich­net den Brief in Be­zug auf das Jahr (38), den Mo­nat (05) und den Tag (04), Au­tor oder Au­to­rin des Brie­fes (2 für Hil­de, 1 für Ro­land) und ob es der ers­te, zwei­te, etc. Brief des Ta­ges war. (Für Zi­ta­te, sie­he hier.)

Brie­fe, die ge­teilt ver­sen­det wur­den, sind je­weils mit ei­ner ei­ge­nen Si­gna­tur ver­se­hen. Manch­mal schrie­ben die Ver­fas­ser meh­re­re Brie­fe, be­vor sie sie in ei­nem Brief­um­schlag ver­sen­de­ten. In dem Fall von Brie­fen, die in ei­nem Um­schlag ver­sen­det wur­den, sind bei T&S mit ein Si­gna­tur ver­se­hen. Die Si­gna­tur soll­te im­mer mit dem Da­tum kor­re­spon­die­ren, an dem Hil­de oder Ro­land den Brief ab­ge­schickt ha­ben. Manch­mal schrie­ben sie ei­nen Brief an dem ei­nem Tag, aber es ist er­sicht­lich, dass sie ihn erst am an­de­ren Tag ab­schick­ten.

Aus­zug aus dem Brief mit Brief­num­mer

Zeit­wei­se ha­ben sie die Brie­fe stich­wei­se num­me­riert. Manch­mal no­tie­ren sie das Da­tum, an dem sie den vor­an­ge­gan­ge­nen Brief der an­de­ren Per­son er­hal­ten ha­ben. Hier­von soll­te man sich nicht ver­wir­ren las­sen. Die Si­gna­tur kor­re­spon­diert mit dem Da­tum, an dem die Ver­fas­ser den Brief ab­ge­schickt ha­ben, auch wenn dies manch­mal et­was Ge­schick bei der Su­che nach In­for­ma­tio­nen aus dem Brief selbst ver­lang­te.

Wenn ame­ri­ka­ni­sche Fas­sun­gen ei­nes Brie­fes oder ei­ner Sei­te zur Ver­fü­gung ste­hen, sind sie mit dem Nach­sil­be en“ in den Si­gna­tur oder „/​en“ in den URL ver­se­hen.

3.2 Schlagworte

Die Brie­fe auf der Web­site von Wor­d­Press sind mit Schlag­wor­ten ver­se­hen. Sie sind nicht mit ei­nem wis­sen­schaft­li­chen In­dex zu ver­wech­seln, da die Sei­te von Wor­d­Press eine Volltext-​Suchfunktion hat, die es er­mög­licht, alle Brie­fe auf ein­mal zu durch­su­chen. Die Tags sind eher dar­auf aus­ge­rich­tet, auf im­pli­zi­te oder Ne­ben­be­deu­tun­gen der Brie­fe hin­zu­wei­sen, die nicht durch eine Voll­text­su­che nach­schlag­bar wä­ren. In­hal­te, die in fast je­dem Brief zu ent­de­cken wäre, sind auch nicht sys­te­ma­tisch mit Schlag­wor­ten ver­se­hen wor­den.

3.3 Kategorien

Alle Brie­fe sind mit dem Mo­nat und Jahr ka­te­go­ri­siert, in dem sie ver­schickt wur­den, da­mit Wor­d­Press sie chro­no­lo­gisch ein­ord­net. So ist z.B. der Brief 380504-​2-​1 am 4. Mai 2013 ver­öf­fent­licht wor­den und mit der Ka­te­go­rie Mai 1938 ver­se­hen. An­de­re Ka­te­go­ri­en sind:

Be­kannt­ma­chung = eine An­non­ce für das Pro­jekt

Benutzer-​Beitrag = Eine Deu­tung der Brie­fen, die von ei­nem Nut­zer ge­schrie­ben wor­den ist.

Sei­ten­ver­wir­rung = Die Sei­ten des Brie­fes ma­chen kei­nen Sinn in der ein­ge­lie­fer­ten Ord­nung.

Un­voll­stän­dig = Brie­fe, die plötz­lich en­den, wo­bei wir die letz­te Seite/​n (noch) nicht iden­ti­fi­ziert ha­ben

3.4 Avatar

Alle Brie­fe sind mit dem T&S Ava­tar (s. hier rechts) ver­se­hen, um An­fang und Ende ei­nes Tex­tes zu kenn­zeich­nen. Ein Ava­tar am An­fang kann durch eine an­de­re Ab­bil­dung er­setzt wor­den sein,  die mehr über den In­halt des Brie­fes aus­sagt.

4. Orthographie

Aus­zug aus dem Brief.

Das S-​z wird in Form des ß ver­wen­det und nicht als ss oder Beta-​Symbol. Es wird der Schreib­wei­se von Hil­de und Ro­land und nicht der mo­der­nen Schreib­wei­se ge­folgt.

5.  Interpunktion

Aus­zug aus dem Brief mit lan­gem Strich.

Hil­de und Ro­land be­nutz­ten Ge­dan­ken­stri­che in ver­schie­de­nen Län­gen. Wir ver­wen­den den lan­gen Ge­dan­ken­strich “ – “ bei Denk­pau­sen oder am Ende ei­nes Sat­zes. Den kur­zen Ge­dan­ken­strich „-“ be­nut­zen wir nur als Ver­bin­dung zwi­schen zwei Wör­tern.

Aus­zug aus dem Brief: ge­well­te Mar­kie­run­gen

 

Wort­tren­nungs­zei­chen im Ori­gi­nal “ = “ oder „-“ (wie zB ge-​funden“ links) blei­ben nicht in der Ver­schrift­li­chung er­hal­ten, da ein Blog die Li­ni­en­län­gen und des­we­gen die Wort­tren­nun­gen je nach Fens­ter, Bild­schirm, oder Spra­che stän­dig ver­än­dern muß.

 

 

Aus­zug aus dem Brief, zwei­mal durch­ge­stri­che­nes Fehl­schrei­ben

Fehl­schrei­ben von den Au­to­ren wer­den die­sel­be Zei­chen wie im Ori­gi­nal durch­ge­stri­chen und wo nö­tig mit Ab­bil­dung ver­an­schau­licht.

 

Aus­zug aus dem Brief.

 

Hil­de und Ro­land be­nut­zen ver­schie­de­ne An­füh­rungs­zei­chen: „…“. Wir be­nut­zen die­sel­ben wie im Ori­gi­nal, so­weit Wor­d­Press sie nicht stan­dar­di­siert.

Aus­zug aus dem Brief

 

 

Wor­te, die Hil­de oder Ro­land nach­träg­lich hin­zu­füg­ten, wer­den je nach dem Ori­gi­nal ent­we­der  hoch­ge­stellt.oder tief­ge­stellt.

 

Aus­zug aus dem Brief

Wenn im Ori­gi­nal ir­gend­ein Ein­fü­gungs­zei­chen vor­han­den ist, be­nut­zen wir ^.

 

Aus­zug aus dem Brief mit Aus­ruf­zei­chen

 

 

Aus­ru­fe­zei­chen (!) so­wie alle wei­te­re In­ter­punk­ti­on sind im­mer ge­nau ge­zählt und über­nom­men.

6.  Markierungen

Aus­zug aus dem Brief mit Un­ter­strei­chun­gen bzw. Text im ro­ten Tin­te.

Text­stel­len, die im Ori­gi­nal in ei­ner an­de­ren Far­be ge­schrie­ben sind als der rest­li­che Text des Brie­fes, wer­den in der Far­be des Ori­gi­nals wie­der­ge­ge­ben. Wenn der Text im Ori­gi­nal seit­lich oder un­ter­halb der Schrift mit Li­ni­en oder Un­ter­ma­lun­gen ver­se­hen ist, wer­den die­se auch in der Tran­skrip­ti­on un­ter­stri­chen. Dies ist nicht mit Hot­links zu ver­wech­seln.

Aus­schnitt aus dem Brief mit ro­ten Mar­kie­run­gen

 

Wenn es sich hier­bei um eine an­de­re Far­be han­delt, wird die Text­stel­le far­big un­ter­stri­chen. Ach­tung: An die­ser Stel­le wird auch die Schrift au­to­ma­tisch far­big dar­ge­stellt, ob­wohl dies nicht dem Ori­gi­nal ent­spricht, da es sich bei Wor­d­Press sich nicht an­ders ein­stel­len läßt.

Wenn eine Text­stel­le um­ran­det ist, wird dies ge­kenn­zeich­net mit ei­nem [*]. Am Ende des Brie­fes wird der fol­gen­de Zu­satz ein­ge­fügt: [* um­kreist].

Be­son­ders auf­fäl­li­ge Stel­len, die tech­nisch nicht wie im Ori­gi­nal dar­ge­stellt wer­den kön­nen, wer­den als Brief­aus­schnit­te auf der Web­site ab­ge­bil­det. Das Kri­te­ri­um, ob ein Bild­aus­schnitt aus dem Brief hin­zu­ge­fügt wer­den soll, ist also ob die pa­läo­gra­fi­schen Be­son­der­hei­ten der Brie­fe kor­rekt durch die HTML-​Befehle ab­ge­bil­det wer­den kön­nen oder nicht. Bei­spiels­wei­se wenn im Ori­gi­nal wel­li­ge Rand­be­mer­kun­gen ver­wen­det wur­den oder ein Num­mer ein­ge­kreist wor­den ist, oder Ro­land oder Hil­de die Brief­sei­ten num­me­riert ha­ben fol­gen Ab­bil­dun­gen, da die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten eine Nach­ah­mung nicht er­mög­li­chen.

7. Abstände

Aus­zug aus dem Brief, Sei­ten­num­mer.

Es wer­den in der Tran­skrip­ti­on kei­ne Tabs und kei­ne Einsprünge ver­wen­det, auch nicht bei Da­tums­an­ga­ben, Gruß­for­meln oder Un­ter­schrif­ten. Sei­ten­wech­sel wer­den eben­falls nicht ge­kenn­zeich­net, es sei denn ein neu­er Brief be­ginnt, der ge­mein­sam mit den vor­he­ri­gen ver­sen­det wur­de – dann eine Leer­zei­le ein­ge­fügt. We­ni­ge Brie­fe wur­den mit Sei­ten­num­mer ver­se­hen.

 

Aus­zug aus dem Brief mit Rand­be­mer­kung

Le­dig­lich eine neue Zei­le wird nach Ab­sät­zen be­gon­nen, auch wenn im Ori­gi­nal mehr Platz ohne Text folgt. Wenn die Kor­re­spon­den­tIn­nen ei­nen län­ge­ren Frei­raum im Fließ­text, also zwi­schen zwei Sät­zen, las­sen, so kann dies ein Hin­weis auf ei­nen neu­en Ab­satz sein, mit dem auf die­se Wei­se Pa­pier ge­spart wur­de. Wir be­han­deln sol­che Text­stel­len wie neue Ab­sät­ze. Manch­mal fügt Wor­d­Press au­to­ma­tisch ei­nen Ab­satz ein, z.B. vor ei­ner Ab­bil­dung, ohne dass es sich im Ori­gi­nal um ei­nen neu­en Ab­satz han­delt. Dies ist bei ei­nem Blog lei­der nicht im­mer zu ver­mei­den.

Rand­be­mer­kun­gen wer­den auf Wor­d­Press nor­mal ein­ge­reiht. Wir no­tie­ren sie je­doch mit edi­to­ri­schen Be­mer­kun­gen so­wie Ab­bil­dun­gen.

 

Aus­zug aus dem Brief mit No­tiz zur Be­mer­kung un­ten

 

No­tiz* zu Be­mer­kung wer­den wie im Ori­gi­nal hoch­ge­stellt, die Be­mer­kung sel­ber da ein­ge­fügt, wo sie im Ori­gi­nal er­scheint.

8.  Einschübe

Edi­to­ri­sche Ein­schü­ben wer­den im­mer mit [ ] mar­kiert.

8.1 Anonymisierung

Ab­kür­zun­gen wer­den ohne Mar­kie­rung durch [ ] vor­ge­nom­men, also nicht [O.] son­dern wie folgt: O. Ent­ste­hen auf die­se Wei­se Ab­kür­zun­gen an ei­nem Satz­en­de, bleibt es bei ei­nem ein­zi­gen Punkt. Es kann vor­kom­men, dass zwei ver­schie­de­ne Ort­schaf­ten oder Per­so­nen in ein und dem­sel­ben Brief mit der glei­chen Ab­kür­zung ab­ge­kürzt wer­den. Le­se­rIn­nen soll­ten sich des­sen be­wusst sein, dass glei­che Ab­kür­zun­gen nicht un­be­dingt glei­che Klar­na­men be­deu­ten! Die­se Art der Wie­der­ga­be stellt aus un­se­rer Sicht kein Pro­blem dar, son­dern ist für das Ver­wi­schen von Spu­ren zu den Wohn­or­ten und Iden­ti­tä­ten von Per­so­nen so­gar hilf­reich.

8.1.1. Personen

Um die Iden­ti­tät der Kor­re­spon­den­tIn­nen und ih­rer An­ge­hö­ri­gen so weit wie mög­lich“ zu ge­währ­leis­ten, war es not­wen­dig, ihre Na­men durch Pseud­ony­me zu er­setz­ten: [Ro­land Nord­hoff] und [Hil­de Lau­be]. Wenn ihre Nach­na­men an­der­wei­tig auf­tau­chen, wie z.B. bei Ver­wand­ten, dann wird  die­ser eben­falls im Pseud­onym ver­wen­det. Die Vor­na­men an­de­rer Fa­mi­li­en­mit­glie­der wer­den aus­ge­schrie­ben. Von Na­men an­de­rer Per­so­nen wer­den die Vor­na­men aus­ge­schrie­ben, je­doch die Nach­na­men ab­ge­kürzt.

8.1.2. Ortschaften

Orts­na­men grö­ße­rer Orte (wie Dres­den, Chem­nitz) und Orte, die weit von den Wohn­or­ten der Haupt­per­so­nen ent­fernt sind, wer­den nicht an­ony­mi­siert. Orts­na­men, die dar­auf ver­wei­sen, wo Hil­de und Ro­land woh­nen oder wäh­rend des ge­mein­sa­men Brief­wech­sels ge­wohnt ha­ben, wer­den mit dem ers­ten Buch­sta­ben ab­ge­kürzt, oder, wenn das letz­te Wort­teil sehr ge­läu­fig ist, in der Mit­te ver­kürzt, wie K. oder W.berg. Dies gilt eben­so für Land­schafts­be­zeich­nun­gen die die Wohn­or­te be­zeich­nen kön­nen, Stra­ßen­na­men, und an­de­re die orts­spe­zi­fi­sche Hin­wei­se.

8.1.3. Rolands Einsatzorte

Orte, in de­nen Ro­land sta­tio­niert war, wer­den nicht ab­ge­kürzt. Wenn der Ort be­reits im Ori­gi­nal ab­ge­kürzt ist, so wird ein [sic] ge­setzt, und der voll­stän­di­ge Orts­na­me, so­fern er be­kannt ist, ein­ge­fügt: S.[aloniki]. Da­bei bleibt der Punkt vor der ecki­gen Klam­mer er­hal­ten.

8.1.4. Öffentliche Verkehrslinien

Zug- und Bus­fahr­zei­ten, die di­rekt auf ei­nen der Wohn­or­te von Hil­de und Ro­land ver­wei­sen, wer­den durch […] er­setzt.

8.1.5. Zeitangaben

Hin­ter Zeit­an­ga­ben, bei de­nen das Wort Uhr fehlt, wird die­ses ein­ge­fügt: Um 3 [Uhr].

8.2. Auffälligkeiten

8.2.1 Löcher im Brief

Aus­zug aus dem Brief. Zu­ge­füg­tes Wort am lin­ken Brief­rand.

 

In dem häu­fi­gen Fall von feh­len­den Buch­sta­ben, weil an der Stel­le das Pa­pier ge­locht wur­de, wird der na­he­lie­gen­de Buch­sta­ben ein­ge­fügt und als Ein­fü­gung mit [ ] ge­kenn­zeich­net.

 

8.2.2 Ab­wei­chun­gen

Nur Ab­wei­chun­gen von der zeit­ge­nös­si­schen Recht­schrei­bung (nach der Re­form von 1902) be­nö­tig­ten Kenn­zeich­nung, um heu­ti­gen Le­se­rIn­nen zu ver­deut­li­chen, dass kein Tran­skrip­ti­ons­feh­ler vor­liegt.

Im All­ge­mei­nen wer­den die­se Ab­wei­chun­gen durch Ein­fü­gung ei­nes [sic] ge­kenn­zeich­net, wo­bei [sic] nicht un­be­dingt be­deu­tet, dass der Text in­kor­rekt ist, son­dern dem/​der Le­se­rIn be­deu­ten soll, dass der Text tat­säch­lich so wie an­ge­ge­ben im Ori­gi­nal steht. Wenn ein Satz meh­re­re so­cher Ab­wei­chun­gen auf­weist, fü­gen wir im Sin­ne der Les­bar­keit nur ein [sic] am Satz­en­de ein.

Manch­mal feh­len im Ori­gi­nal­text Sub­jek­te des Sat­zes. Um aus­zu­schlie­ßen, dass es sich hier­bei um ei­nen Tran­skrip­ti­ons­feh­ler han­delt, ver­wen­den wir in sol­chen Fäl­len zwei mög­li­che Tran­skrip­tio­nen:

1. Bei Ein-​Wort-​Satzteilen wird kein Sub­jekt, z.B. [Du], ein­ge­fügt, da hier der Dia­lekt ein­deu­tig ist. Ein ggf. feh­len­des Kom­ma wird in ecki­gen Klam­mern ein­fügt, z.B.: Weißt[,] ich habe ges­tern an Dich ge­dacht.“

2. Wenn das Sub­jekt je­doch in län­ge­ren Satz­tei­len fehlt, wird es in ecki­gen Klam­mern er­gänzt, z.B.: „[Du] Weißt doch noch der Nach­bar…“

8.2.3. Ungewöhnliche Wörter und Wortformen

Im Lau­fe des Pro­jekts ha­ben wir Wör­ter, die aus Sicht von heu­ti­gen Le­se­rIn­nen ver­al­tet sind oder dem Dia­lekt und Idio­lekt von Hil­de und Ro­land ent­stam­men, un­ter­schied­lich wie­der­ge­ge­ben. Es tau­chen die fol­gen­den Tran­skrip­tio­nen auf:

1.  manch­mal, vor­al­lem in den ers­ten Brie­fen, wer­den die­se mit dem Hoch­deut­schen ab­ge­gli­chen, wie: bis­sel [biss­chen]“,

2. manch­mal wer­den die­se di­rekt mit dem Du­den, Grimm­schen Wör­ter­buch (inkl. auch re­gio­na­len Wör­ter­bü­cher) oder Wik­tio­na­ry ver­linkt, um auf neue­re Schreib- und Be­deu­tungs­wei­sen hin­zu­wei­sen,

Aus­zug aus dem Brief mit drei ver­schie­de­nen Schrift­gros­sen.

3. manch­mal wur­den die­se un­ver­än­dert ge­las­sen und mit „[sic]“ ver­se­hen, da es sich um Idio­lekt han­delt. Wenn die­se Wor­te bzw. die­se Wen­dun­gen je­doch sehr oft in den Brie­fen er­schei­nen,  be­kom­men sie even­tu­ell kein „[sic]“. Sie sind nur hier an­ge­merkt:

sooo“

gar­nicht“

Sprach­li­che Be­son­der­hei­ten von Hil­de und Ro­land sind so weit wie mög­lich wie im Ori­gi­nal bei­be­hal­ten wor­den, je­doch wur­de ggf. die In­ter­punk­ti­on im Sin­ne der Les­bar­keit und um Tran­skrip­ti­ons­feh­ler aus­zu­schlie­ßen an­ge­passt. So z.B.:

hab ich => hab[‚] ich

mirs => mir[‚]s

Feh­len­de Vo­ka­le e“ in­ner­halb von Wor­ten im Dia­lekt wur­den in [ ] ge­setzt, wie:

uns­re => uns[e]re

Vor al­lem in den spä­te­ren Brie­fen be­vor­zug­ten die T&S Mit­ar­bei­te­rIn­nen die  Lö­sun­gen 2 und 3.

8.3. Vertiefung bzw. Kontextualisierung

Das Blog-​Format bie­tet vie­le Mög­lich­kei­ten, die Be­deu­tung des Texts zu ver­tie­fen bzw. den his­to­ri­schen Hin­ter­grund des Brie­fes zu er­hel­len.

Giuseppe Verdi by Giovanni Boldini
Gio­van­ni Bol­di­ni, Por­trait von Giu­sep­pe Ver­di, 1886, Gal­le­ria Na­zio­na­le d’Arte Mo­der­na, Roma, Ita­li­en, Foto: Edu­ar­do Ruíz-​Healy, 10 Oc­to­ber 2014, Li­zenz­frei über Wi­ki­me­dia Com­mons, 07.2017.

1. Wenn ein Dia­lekt­wort nicht im Du­den steht, aber einE Mit­ar­bei­te­rIn hier­für eine Er­klä­rung hat, kön­nen Er­klä­run­gen mit [wohl: …] mar­kiert wer­den oder in ei­nem Kom­men­tar im An­schluß an die Ver­öf­fent­li­chung des Brie­fes er­schei­nen.

2. Die Mit­ar­bei­te­rIn­nen un­ter­le­gen sta­bi­le, ver­läss­li­che, ab­ge­sich­ter­te Hot­links im Brief, um den Text­in­halt zu er­läu­tern. Die­se Er­läu­te­run­gen kön­nen auch Spra­che, Or­tho­gra­phie, Form, Schrift, In­halt, Hin­ter­grund, usw. be­tref­fen.

3. Die Mit­ar­bei­te­rIn­nen ver­su­chen, alle im Ori­gi­nal ge­nann­ten Na­men von Au­to­ren und ge­nann­te Wer­ke mit Kenn­zeich­nung des Ein­schubs durch [ ] zu klä­ren.

Wernigerode im 19. Jahrhundert, Theodore Hennicke, Wernigerode, aus der Sammlung Duncker, Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 1857-83, herunterladen Juni 2013, http://www.zlb.de/digitalesammlungen/SammlungDuncker/04/181%20Wernigerode.pdf
Wer­ni­ge­ro­de im 19. Jahr­hun­dert, Theo­do­re Hen­ni­cke, Wer­ni­ge­ro­de, aus der Samm­lung Duncker, Zentral- und Lan­des­bi­blio­thek Ber­lin, 1857-​83, her­un­ter­la­den 06.2013.

4. Die Mit­ar­bei­te­rIn­nen fü­gen auch Ab­bil­dun­gen, Fil­me, oder Mu­sik­vi­de­os in den Blog ein, die eine in­halt­li­che Kon­tex­tua­li­sie­rung bie­ten. Die Mög­lich­kei­ten sind hier von li­zenz­frei­en In­ter­net­quel­len vor­ge­ge­ben und die Aus­wahl den je­wei­li­gen Mit­ar­bei­te­rIn­nen über­las­sen.

5. Be­nut­zer ha­ben die Mög­lich­keit kri­ti­sche Be­mer­kun­gen durch Kom­men­ta­re zu ein­zel­nen Brie­fen und mit län­ge­ren Be­nut­zer­bei­trä­gen zu ver­fas­sen und zu ver­öf­fent­li­chen.