Editorische Bearbeitung

Im Allgemeinen wird der Text des Originals so genau und akkurat wie möglich in das HTML-Format von WordPress übertragen. Wenn es die technische Möglichkeit gibt, eine handschriftliche Besonderheit zu kennzeichnen, wird dies direkt in den Text eingeführt. Wenn nicht, kann von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, eine Abbildung einzufügen, um die handschriftliche Besonderheit zu veranschaulichen. Auf diese Weise werden die Anonymität der Familie und die wissenschaftlichen Richtlinien der „diplomatischen Verschriftlichung“ in Einklang gebracht.

1. Arbeitsprozess

Ab 2012 hat die damalige Projektleitung (Prof. Andrew Stuart Bergerson und Dr. Thomas Mundschick) eine Digitalisierung der Briefseiten vorangetrieben. Der Prozess der Umwandlung von Briefseiten in ein Pdf-Format und deren  Kennzeichnung mit Signaturen dauert derzeit an.

Seit 2012 sind die Briefe von einem wechselnden, Generationen übergreifenden Team von AkademikerInnen und BürgerInnen in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, und den Vereinigten Staaten verschriftlicht sowie mit Schlagwörtern versehen worden. Diese Arbeit wird von sich gegenseitig unterstützenden Paaren durchgeführt, in denen z.B. Ältere, die die alte Schriften kennen, mit Jüngeren, die technisch begabter sind, von einander profitieren; oder deutschsprachigen MuttersprachlerInnen und Menschen, die Deutsch als Zweitsprache erworben haben.

Unser Verschriftlichung-Platform Zotero.

Die Mitarbeiter führen die Arbeit entweder in persönlichem Kontakt oder virtuell durch; alle vorläufigen Fassungen der Briefe werden virtuell aufbewahrt und sind ständig für die internationale Zusammenarbeit zugänglich – zunächst auf der amerikanischen Lehrplattform Blackboard, ab 2015 auf Zotero.

75 Jahre nach dem Briefdatum werden die Briefe als Posts hier auf WordPress gebloggt und als Radioprogramme auf Radio Tonkühle gesendet bzw. als Podcasts zur Verfügung gestellt.

Eine Übersetzung ins Amerikanische ist für den Blog vorgesehen. Ein Schauspiel auf Amerikanisch auf Basis der Briefe der Jahre 1938 bis 1940 ist bereits in Arbeit.

Das Archiv für das Projekt liegt derzeit in der Plattform UMKC Box (Passwort geschützt).

2. Ein laufendes Projekt

Im Vergleich zu anderen akademischen Editions-Projekten liegt das Ziel von T&S nicht nur im Abschluss der Editierung und Veröffentlichung von historischen Briefen, sondern auch im Arbeitsprozess selbst, also in einem laufende Projekt unter internationaler Bürgerbeteiligung. T&S ermöglicht nicht nur eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Akademikern und Laien, Älteren und Jüngeren, sondern auch zwischen deutschen und österreichischen MuttersprachlerInnen, und DeutschlernerInnen aus unterschiedlichen Ländern.  Aus diesem Public-Humanities-Format des Projekts folgt unweigerlich dass die hier veröffentlichte historische Quelle Besonderheiten aufweisen wird:

2.1. Uneinheitliches Format

Natürlich versuchen wir die Briefe so weit wie möglich einheitlich  wiederzugeben, jedoch entstehen kleine Uneinheitlichkeiten dadurch, dass die MitarbeiterInnen nicht alle MuttersprachlierInnen und ausgebildete und mit Transkriptionsrichtlinien vorinformierte HistorikerInnen sind. Sie verändern die Richtlinien und Ergebnisse für den Blog laufend, d.h. wenn sie die spätere Briefe kennenlernen oder neue Mitarbeiter zusteigen und sich technische Neuerungen ergeben. Erst am Ende des Projekts werden die Briefe noch einmal überarbeitet und in ein einheitliches Format gebracht. Als laufendes Projekt sind Vorschläge zur Verbesserung und Kommentare des jeweiligen Briefes, gerne auch als Email an einen der Projektleiter, sehr willkommen.

2.2. Veröffentlichungslücken

Aufgrund des ab September 1940 massiven Zuwachses an Briefen und anderen Umständen sind Veröffentlichungslücken in den neuesten Jahrgängen entstanden. Bis Oktober 1941 sind mit nur kleinen Ausnahmen (siehe 2.3) fast alle Briefe nunmehr veröffentlicht. Ab November 1941 ist der Blog jedoch noch als lückenhaft zu verstehen.

2.3. Ausnahmefälle

Es gab in der überlieferten Briefsammlung ca. 50 Teilbriefe, undatierte Briefe und Briefseiten, und zudem Briefe deren Seiten bislang nicht zu ordnen waren. Hier Ordnung zu schaffen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor der Blog vollständig geheißen werden kann.

Solange dieser Zustand anhält und ein Briefdatum zur Verfügung steht, erscheint der unvollständige oder Brief mit ungeordneten Seiten im Blog wie überliefert, bis wir die Ordnung gesichert korrigieren können. Solche Fälle sind mit [ ] im Text erklärt, sowie in den Kategorien nachschlagbar als: Seitenverwirrung bzw. Unvollständig. Wenn wir Briefseiten nach einer uns richtiger erscheinenden Ordnung umordnen, wird dies ebenfalls immer gekennzeichnet.

3. Metadaten

3.1 Signatur

Die Signatur eines Briefes (z.B.[380504-2-1]) kennzeichnet den Brief in Bezug auf das Jahr (38), den Monat (05) und den Tag (04), Autor oder Autorin des Briefes (2 für Hilde, 1 für Roland) und ob es der erste, zweite, etc. Brief des Tages war. (Für Zitate, siehe hier.)

Briefe, die geteilt versendet wurden, sind jeweils mit einer eigenen Signatur versehen. Manchmal schrieben die Verfasser mehrere Briefe, bevor sie sie in einem Briefumschlag versendeten. In dem Fall von Briefen, die in einem Umschlag versendet wurden, sind bei T&S mit ein Signatur versehen. Die Signatur sollte immer mit dem Datum korrespondieren, an dem Hilde oder Roland den Brief abgeschickt haben. Manchmal schrieben sie einen Brief an dem einem Tag, aber es ist ersichtlich, dass sie ihn erst am anderen Tag abschickten.

Auszug aus dem Brief mit Briefnummer

Zeitweise haben sie die Briefe stichweise nummeriert. Manchmal notieren sie das Datum, an dem sie den vorangegangenen Brief der anderen Person erhalten haben. Hiervon sollte man sich nicht verwirren lassen. Die Signatur korrespondiert mit dem Datum, an dem die Verfasser den Brief abgeschickt haben, auch wenn dies manchmal etwas Geschick bei der Suche nach Informationen aus dem Brief selbst verlangte.

Wenn amerikanische Fassungen eines Briefes oder einer Seite zur Verfügung stehen, sind sie mit dem Nachsilbe „en“ in den Signatur oder „/en“ in den URL versehen.

3.2 Schlagworte

Die Briefe auf der Website von WordPress sind mit Schlagworten versehen. Sie sind nicht mit einem wissenschaftlichen Index zu verwechseln, da die Seite von WordPress eine Volltext-Suchfunktion hat, die es ermöglicht, alle Briefe auf einmal zu durchsuchen. Die Tags sind eher darauf ausgerichtet, auf implizite oder Nebenbedeutungen der Briefe hinzuweisen, die nicht durch eine Volltextsuche nachschlagbar wären. Inhalte, die in fast jedem Brief zu entdecken wäre, sind auch nicht systematisch mit Schlagworten versehen worden.

3.3 Kategorien

Alle Briefe sind mit dem Monat und Jahr kategorisiert, in dem sie verschickt wurden, damit WordPress sie chronologisch einordnet. So ist z.B. der Brief 380504-2-1 am 4. Mai 2013 veröffentlicht worden und mit der Kategorie Mai 1938 versehen. Andere Kategorien sind:

Bekanntmachung = eine Annonce für das Projekt

Benutzer-Beitrag = Eine Deutung der Briefen, die von einem Nutzer geschrieben worden ist.

Seitenverwirrung = Die Seiten des Briefes machen keinen Sinn in der eingelieferten Ordnung.

Unvollständig = Briefe, die plötzlich enden, wobei wir die letzte Seite/n (noch) nicht identifiziert haben

3.4 Avatar

Alle Briefe sind mit dem T&S Avatar (s. hier rechts) versehen, um Anfang und Ende eines Textes zu kennzeichnen. Ein Avatar am Anfang kann durch eine andere Abbildung ersetzt worden sein,  die mehr über den Inhalt des Briefes aussagt.

4. Orthographie

Auszug aus dem Brief.

Das S-z wird in Form des ß verwendet und nicht als ss oder Beta-Symbol. Es wird der Schreibweise von Hilde und Roland und nicht der modernen Schreibweise gefolgt.

5.  Interpunktion

Auszug aus dem Brief mit langem Strich.

Hilde und Roland benutzten Gedankenstriche in verschiedenen Längen. Wir verwenden den langen Gedankenstrich “ – “ bei Denkpausen oder am Ende eines Satzes. Den kurzen Gedankenstrich „-“ benutzen wir nur als Verbindung zwischen zwei Wörtern.

Auszug aus dem Brief: gewellte Markierungen

 

Worttrennungszeichen im Original “ = “ oder „-“ (wie zB „ge-funden“ links) bleiben nicht in der Verschriftlichung erhalten, da ein Blog die Linienlängen und deswegen die Worttrennungen je nach Fenster, Bildschirm, oder Sprache ständig verändern muß.

 

 

Auszug aus dem Brief, zweimal durchgestrichenes Fehlschreiben

Fehlschreiben von den Autoren werden dieselbe Zeichen wie im Original durchgestrichen und wo nötig mit Abbildung veranschaulicht.

 

Auszug aus dem Brief.

 

Hilde und Roland benutzen verschiedene Anführungszeichen: „…“. Wir benutzen dieselben wie im Original, soweit WordPress sie nicht standardisiert.

Auszug aus dem Brief

 

 

Worte, die Hilde oder Roland nachträglich hinzufügten, werden je nach dem Original entweder  hochgestellt.oder tiefgestellt.

 

Auszug aus dem Brief

Wenn im Original irgendein Einfügungszeichen vorhanden ist, benutzen wir ^.

 

Auszug aus dem Brief mit Ausrufzeichen

 

 

Ausrufezeichen (!) sowie alle weitere Interpunktion sind immer genau gezählt und übernommen.

6.  Markierungen

Auszug aus dem Brief mit Unterstreichungen bzw. Text im roten Tinte.

Textstellen, die im Original in einer anderen Farbe geschrieben sind als der restliche Text des Briefes, werden in der Farbe des Originals wiedergegeben. Wenn der Text im Original seitlich oder unterhalb der Schrift mit Linien oder Untermalungen versehen ist, werden diese auch in der Transkription unterstrichen. Dies ist nicht mit Hotlinks zu verwechseln.

Ausschnitt aus dem Brief mit roten Markierungen

 

Wenn es sich hierbei um eine andere Farbe handelt, wird die Textstelle farbig unterstrichen. Achtung: An dieser Stelle wird auch die Schrift automatisch farbig dargestellt, obwohl dies nicht dem Original entspricht, da es sich bei WordPress sich nicht anders einstellen läßt.

Wenn eine Textstelle umrandet ist, wird dies gekennzeichnet mit einem [*]. Am Ende des Briefes wird der folgende Zusatz eingefügt: [* umkreist].

Besonders auffällige Stellen, die technisch nicht wie im Original dargestellt werden können, werden als Briefausschnitte auf der Website abgebildet. Das Kriterium, ob ein Bildausschnitt aus dem Brief hinzugefügt werden soll, ist also ob die paläografischen Besonderheiten der Briefe korrekt durch die HTML-Befehle abgebildet werden können oder nicht. Beispielsweise wenn im Original wellige Randbemerkungen verwendet wurden oder ein Nummer eingekreist worden ist, oder Roland oder Hilde die Briefseiten nummeriert haben folgen Abbildungen, da die technischen Möglichkeiten eine Nachahmung nicht ermöglichen.

7. Abstände

Auszug aus dem Brief, Seitennummer.

Es werden in der Transkription keine Tabs und keine Einsprünge verwendet, auch nicht bei Datumsangaben, Grußformeln oder Unterschriften. Seitenwechsel werden ebenfalls nicht gekennzeichnet, es sei denn ein neuer Brief beginnt, der gemeinsam mit den vorherigen versendet wurde – dann eine Leerzeile eingefügt. Wenige Briefe wurden mit Seitennummer versehen.

 

Auszug aus dem Brief mit Randbemerkung

Lediglich eine neue Zeile wird nach Absätzen begonnen, auch wenn im Original mehr Platz ohne Text folgt. Wenn die KorrespondentInnen einen längeren Freiraum im Fließtext, also zwischen zwei Sätzen, lassen, so kann dies ein Hinweis auf einen neuen Absatz sein, mit dem auf diese Weise Papier gespart wurde. Wir behandeln solche Textstellen wie neue Absätze. Manchmal fügt WordPress automatisch einen Absatz ein, z.B. vor einer Abbildung, ohne dass es sich im Original um einen neuen Absatz handelt. Dies ist bei einem Blog leider nicht immer zu vermeiden.

Randbemerkungen werden auf WordPress normal eingereiht. Wir notieren sie jedoch mit editorischen Bemerkungen sowie Abbildungen.

 

Auszug aus dem Brief mit Notiz zur Bemerkung unten

 

Notiz* zu Bemerkung werden wie im Original hochgestellt, die Bemerkung selber da eingefügt, wo sie im Original erscheint.

8.  Einschübe

Editorische Einschüben werden immer mit [ ] markiert.

8.1 Anonymisierung

Abkürzungen werden ohne Markierung durch [ ] vorgenommen, also nicht [O.] sondern wie folgt: O. Entstehen auf diese Weise Abkürzungen an einem Satzende, bleibt es bei einem einzigen Punkt. Es kann vorkommen, dass zwei verschiedene Ortschaften oder Personen in ein und demselben Brief mit der gleichen Abkürzung abgekürzt werden. LeserInnen sollten sich dessen bewusst sein, dass gleiche Abkürzungen nicht unbedingt gleiche Klarnamen bedeuten! Diese Art der Wiedergabe stellt aus unserer Sicht kein Problem dar, sondern ist für das Verwischen von Spuren zu den Wohnorten und Identitäten von Personen sogar hilfreich.

8.1.1. Personen

Um die Identität der KorrespondentInnen und ihrer Angehörigen „so weit wie möglich“ zu gewährleisten, war es notwendig, ihre Namen durch Pseudonyme zu ersetzten: [Roland Nordhoff] und [Hilde Laube]. Wenn ihre Nachnamen anderweitig auftauchen, wie z.B. bei Verwandten, dann wird  dieser ebenfalls im Pseudonym verwendet. Die Vornamen anderer Familienmitglieder werden ausgeschrieben. Von Namen anderer Personen werden die Vornamen ausgeschrieben, jedoch die Nachnamen abgekürzt.

8.1.2. Ortschaften

Ortsnamen größerer Orte (wie Dresden, Chemnitz) und Orte, die weit von den Wohnorten der Hauptpersonen entfernt sind, werden nicht anonymisiert. Ortsnamen, die darauf verweisen, wo Hilde und Roland wohnen oder während des gemeinsamen Briefwechsels gewohnt haben, werden mit dem ersten Buchstaben abgekürzt, oder, wenn das letzte Wortteil sehr geläufig ist, in der Mitte verkürzt, wie K. oder W.berg. Dies gilt ebenso für Landschaftsbezeichnungen die die Wohnorte bezeichnen können, Straßennamen, und andere die ortsspezifische Hinweise.

8.1.3. Rolands Einsatzorte

Orte, in denen Roland stationiert war, werden nicht abgekürzt. Wenn der Ort bereits im Original abgekürzt ist, so wird ein [sic] gesetzt, und der vollständige Ortsname, sofern er bekannt ist, eingefügt: S.[aloniki]. Dabei bleibt der Punkt vor der eckigen Klammer erhalten.

8.1.4. Öffentliche Verkehrslinien

Zug- und Busfahrzeiten, die direkt auf einen der Wohnorte von Hilde und Roland verweisen, werden durch […] ersetzt.

8.1.5. Zeitangaben

Hinter Zeitangaben, bei denen das Wort Uhr fehlt, wird dieses eingefügt: Um 3 [Uhr].

8.2. Auffälligkeiten

8.2.1 Löcher im Brief

Auszug aus dem Brief. Zugefügtes Wort am linken Briefrand.

 

In dem häufigen Fall von fehlenden Buchstaben, weil an der Stelle das Papier gelocht wurde, wird der naheliegende Buchstaben eingefügt und als Einfügung mit [ ] gekennzeichnet.

 

8.2.2 Abweichungen

Nur Abweichungen von der zeitgenössischen Rechtschreibung (nach der Reform von 1902) benötigten Kennzeichnung, um heutigen LeserInnen zu verdeutlichen, dass kein Transkriptionsfehler vorliegt.

Im Allgemeinen werden diese Abweichungen durch Einfügung eines [sic] gekennzeichnet, wobei [sic] nicht unbedingt bedeutet, dass der Text inkorrekt ist, sondern dem/der LeserIn bedeuten soll, dass der Text tatsächlich so wie angegeben im Original steht. Wenn ein Satz mehrere socher Abweichungen aufweist, fügen wir im Sinne der Lesbarkeit nur ein [sic] am Satzende ein.

Manchmal fehlen im Originaltext Subjekte des Satzes. Um auszuschließen, dass es sich hierbei um einen Transkriptionsfehler handelt, verwenden wir in solchen Fällen zwei mögliche Transkriptionen:

1. Bei Ein-Wort-Satzteilen wird kein Subjekt, z.B. [Du], eingefügt, da hier der Dialekt eindeutig ist. Ein ggf. fehlendes Komma wird in eckigen Klammern einfügt, z.B.: „Weißt[,] ich habe gestern an Dich gedacht.“

2. Wenn das Subjekt jedoch in längeren Satzteilen fehlt, wird es in eckigen Klammern ergänzt, z.B.: „[Du] Weißt doch noch der Nachbar…“

8.2.3. Ungewöhnliche Wörter und Wortformen

Im Laufe des Projekts haben wir Wörter, die aus Sicht von heutigen LeserInnen veraltet sind oder dem Dialekt und Idiolekt von Hilde und Roland entstammen, unterschiedlich wiedergegeben. Es tauchen die folgenden Transkriptionen auf:

1.  manchmal, vorallem in den ersten Briefen, werden diese mit dem Hochdeutschen abgeglichen, wie: „bissel [bisschen]“,

2. manchmal werden diese direkt mit dem Duden, Grimmschen Wörterbuch (inkl. auch regionalen Wörterbücher) oder Wiktionary verlinkt, um auf neuere Schreib- und Bedeutungsweisen hinzuweisen,

Auszug aus dem Brief mit drei verschiedenen Schriftgrossen.

3. manchmal wurden diese unverändert gelassen und mit „[sic]“ versehen, da es sich um Idiolekt handelt. Wenn diese Worte bzw. diese Wendungen jedoch sehr oft in den Briefen erscheinen,  bekommen sie eventuell kein „[sic]“. Sie sind nur hier angemerkt:

„sooo“

„garnicht“

Sprachliche Besonderheiten von Hilde und Roland sind so weit wie möglich wie im Original beibehalten worden, jedoch wurde ggf. die Interpunktion im Sinne der Lesbarkeit und um Transkriptionsfehler auszuschließen angepasst. So z.B.:

hab ich => hab[‚] ich

mirs => mir[‚]s

Fehlende Vokale „e“ innerhalb von Worten im Dialekt wurden in [ ] gesetzt, wie:

unsre => uns[e]re

Vor allem in den späteren Briefen bevorzugten die T&S MitarbeiterInnen die  Lösungen 2 und 3.

8.3. Vertiefung bzw. Kontextualisierung

Das Blog-Format bietet viele Möglichkeiten, die Bedeutung des Texts zu vertiefen bzw. den historischen Hintergrund des Briefes zu erhellen.

Giuseppe Verdi by Giovanni Boldini
Giovanni Boldini, Portrait von Giuseppe Verdi, 1886, Galleria Nazionale d’Arte Moderna, Roma, Italien, Foto: Eduardo Ruíz-Healy, 10 October 2014, Lizenzfrei über Wikimedia Commons, 07.2017.

1. Wenn ein Dialektwort nicht im Duden steht, aber einE MitarbeiterIn hierfür eine Erklärung hat, können Erklärungen mit [wohl: …] markiert werden oder in einem Kommentar im Anschluß an die Veröffentlichung des Briefes erscheinen.

2. Die MitarbeiterInnen unterlegen stabile, verlässliche, abgesichterte Hotlinks im Brief, um den Textinhalt zu erläutern. Diese Erläuterungen können auch Sprache, Orthographie, Form, Schrift, Inhalt, Hintergrund, usw. betreffen.

3. Die MitarbeiterInnen versuchen, alle im Original genannten Namen von Autoren und genannte Werke mit Kennzeichnung des Einschubs durch [ ] zu klären.

Wernigerode im 19. Jahrhundert, Theodore Hennicke, Wernigerode, aus der Sammlung Duncker, Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 1857-83, herunterladen Juni 2013, http://www.zlb.de/digitalesammlungen/SammlungDuncker/04/181%20Wernigerode.pdf
Wernigerode im 19. Jahrhundert, Theodore Hennicke, Wernigerode, aus der Sammlung Duncker, Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 1857-83, herunterladen 06.2013.

4. Die MitarbeiterInnen fügen auch Abbildungen, Filme, oder Musikvideos in den Blog ein, die eine inhaltliche Kontextualisierung bieten. Die Möglichkeiten sind hier von lizenzfreien Internetquellen vorgegeben und die Auswahl den jeweiligen MitarbeiterInnen überlassen.

5. Benutzer haben die Möglichkeit kritische Bemerkungen durch Kommentare zu einzelnen Briefen und mit längeren Benutzerbeiträgen zu verfassen und zu veröffentlichen.