Aufgrund von Nacharbeiten leider Pause

Auf­grund von Ar­beits­über­las­tung wird der­zeit nicht re­gel­mäs­sig 75 Jah­re nach Ver­sen­den ei­nes Brie­fes ge­b­loggt. Wir ma­chen bis zum Jah­res­en­de 2016 Nach­ho­lar­bei­ten, um das lü­cken­haft ge­b­logg­te Jahr 1941 ab­schlie­ßen zu kön­nen.

01. Dezember 1941

T&Savatarsm[411201-​1-​1]

Mon­tag den 1. De­zem­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Weib! Ge­lieb­tes Herz! Du!!! Du!!!!!

Nach des heu­ti­gen Ta­ges reich­li­cher Ar­beit, und auch son­st, kom­me ich doch nun am al­ler­liebs­ten zu Dir! Ge­lieb­te! Die Ka­me­ra­den sind ins Kino ge­gan­gen. Dein Man­ner­li mag heu­te nicht vor der Flim­mer­wand sit­zen. Es ist  tau­send­mal lie­ber mit sei­nem Her­zen bei Dir! O Ge­lieb­te! Ich muß Dich so lieb­ha­ben! So Lieb­ha­ben. Wei­ter­le­sen!

17. Juni 1941

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Diens­tag, den 17. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Ge­lieb­te! Herz­lieb mein!!

2 lie­be Bo­ten sind heu­te zu mir ge­kom­men – fein der Rei­he nach – heut[‘] mit­tag ei­ner – und, ich habe mich ja ganz sehr ge­freut, nach Fei­er­abend noch ei­ner! Zu Fei­er­abend, wenn dann die Ge­dan­ken alle zu Dir ge­hen dür­fen – wenn wir dann auch ein we­nig Muße ha­ben – und noch ein Stünd­chen auf dem Bal­kon ste­hen, nach der [un]tergehenden Son­ne schau­en – oder wie ges­tern und heu­te nach dem Wet­ter­leuch­ten. Wei­ter­le­sen!

26. Juni 1941

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[Thes­sa­lo­ni­ki,] Don­ners­tag, den 26.6.41

Herz­lieb, Du!!!

Wo steck­st Du denn jetzt? Du? Hubo hat doch frei heu­te – kommt er gleich ganz schnell zu Dir! Wirst [Du] ihn ein­las­sen? Du!! Wenn es in S. so heiß ist wie hier, dann treff[‘] ich jetzt ein klei­nes Evchen, Du!!! Und da tritt zur Tür her­ein ein – bei­na­he Adam. Ach, Herz­lieb! Was spie­len wir denn da gleich ein­mal? Du?!!! Die alte Ge­schich­te, Du!!  Wei­ter­le­sen!

25. Juni 1941*

[410625-​2-​1* Feld­post­sper­re, die zu Ver­zö­ge­run­gen viel­leicht führ­te]

S. – Mitt­wo­ch, am 25. Juni 41.

Mein Herz­lieb! Du mein lie­ber, gu­ter [Ro­land]! Du!! Du!!!

Das war ges­tern ein be­weg­ter Tag, so­daß ich gar­nicht dazu kam Dir zu schrei­ben. Aber Dein ge­dacht habe ich umso mehr, Herz­lieb!! Früh­mor­gens ½ 8 bin ich raus aus den Fe­dern, das heu­len der Dampf­schiff­si­re­nen hat­te ich mun­ter ge­macht. Schnell mach­te ich mich fer­tig zum Aus­ge­hen, ich woll­te Bröt­chen ho­len und Brot bei P.s vorn. Und Frau S. drück­te mir den Milch­krug in die Hand. Na schön. So bin ich los, Dei­nen Weg, Herz­lieb an der Elbe lang. Wei­ter­le­sen!