14. Februar 1942

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Wien, den 14.Febr. 1942

Herz­al­ler­liebs­te, Ge­lieb­te mein!

Zu­erst muß ich Dir von gan­zem Her­zen dan­ken für Dei­nen lie­ben Brief. Heu­te mor­gen ge­gen 11Uhr war mei­ne Nach­fra­ge auf dem Post­amt nicht ver­ge­bens. Her­zens­schät­ze­lein! Wie fein und lieb es doch ist, daß  Du mich nun mit Dei­nem Bo­ten wie­der­ge­fun­den hast – ach Schät­ze­lein, daß ich mich wie­der ganz fest um­fan­gen weiß von Dei­ner treu­en Lie­be – sie ist ja im­mer mit mir, aber nun braucht sie nicht erst irre zu ge­hen. Wei­ter­le­sen!

11. Februar 1942

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Wien, den 11. Fe­bru­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein!

Nun ist Dein Bub wie­der ein rich­ti­ger Wel­ten­bumm­ler, steigt ganz le­dig und frei und al­lein in der Welt um­her – und ist doch Dein Bub, ganz Dein Bub! Du weißt: Du kannst ihn ganz al­lein in die wei­te Welt schi­cken, in alle Win­de – er bleibt Dir treu, er ist Dein! Ach Her­zelein, Du! So wie ich weiß, so ge­wiß, daß Du – Du mein treu­lich war­test, im­mer! Schät­ze­lein! Ich bin doch sooo froh und glück­lich daß ich Dein Bub bin, Dein Man­ner­li!!! Und ich füh­le im­mer­zu das Band, das ich nach mir zie­he, wo ich auch bin, an des­sen an­de­rem Ende Du bist, mein ge­lieb­tes Weib – das Band uns[e]rer Lie­be ist es, Her­zens­schät­ze­lein! Wei­ter­le­sen!