06. Dezember 1941

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Sonnabend, am 6. Dezember 1941

Mein liebes Herzelein! Geliebter!! Mein lieber, guter [Roland]!

Nun ist es bald nachmittags um 5 [Uhr]. Ich habe eben das letzte Blech voll Haferflockenplätzchen aus dem Ofen gezogen. Du!! Von denen bekommst auch eine Probe! Die sind für Weihnachten bestimmt; denn die anderen feinen, weißt? die haben wir doch tatsächlich aufgegessen. Es waren halt nicht genug ­— wir aßen nur jedes 4 Stück – auf einmal waren sie alle. So verfressen sind wir!! kannst Dir einen Begriff machen! Du!! Ich will diesmal alles ganz weit fort verstecken. Dann wird sich’s schon bis Weihnachten halten. Weiterlesen!

06. Dezember 1941

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[Saloniki] Sonnabend, den 6. Dez[ember]. 1941.

Herzallerliebstes Schätzelein! Geliebtes Weib!

Es ist doch schon Sonntagmorgen, da ich Dir schreibe, Geliebte. Ganz froh und munter bin ich heute, ganz froh, so froh — wie ich es nur sein kann, wenn ich Dich in meinem Herzen weiß, seit Du mein bist, Herzelein! Du!!! Du!!!!! Ich war doch so müde gestern. Und es war so traulich bei uns gestern abend. Ich habe mich ein bissel lang gelegt, wie ein alter Vati, K. hat geschrieben, H. hat geflickt – und Dein Mannerli hat vor sich hingeträumt – und hat es dann verschlafen. Weiterlesen!