06. Dezember 1941

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[Sa­lo­ni­ki] Sonn­abend, den 6. Dez[ember]. 1941.

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­l­ein! Ge­lieb­tes Weib!

Es ist doch schon Sonn­tag­mor­gen, da ich Dir schrei­be, Ge­lieb­te. Ganz froh und mun­ter bin ich heu­te, ganz froh, so froh — wie ich es nur sein kann, wenn ich Dich in mei­nem Her­zen weiß, seit Du mein bist, Her­ze­l­ein! Du!!! Du!!!!! Ich war doch so müde ges­tern. Und es war so trau­li­ch bei uns ges­tern abend. Ich habe mich ein bis­sel lang ge­legt, wie ein al­ter Vati, K. hat ge­schrie­ben, H. hat ge­flickt – und Dein Man­ner­li hat vor sich hin­ge­träumt – und hat es dann ver­schla­fen. Wei­ter­le­sen!