19. November 1941

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[Saloniki] Mittwoch, den 19. Nov. 1941

Herzallerliebstes Schätzelein! Geliebte, Holde mein!

Es ist kurz nach 3 Uhr. Der Spieß macht frei heute. In der Mittagsfreizeit waren wir zum Baden. Ich habe ein wenig zu heiß gebadet, das Drecksschwein gleich mal richtig gebrüht. Nun war ich sehr müde. Weiterlesen!

12. November 1941

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[Saloniki] Dienstag, den 11. Nov. 1941

Herzallerliebste! Mein liebes, teures Weib!

Jetzt schläfst Du aber gewiß noch. Und das Mannerli ist schon munter. Eigentlich ist also schon Mittwoch. Gestern abend, ½ 9 Uhr war es, überkam mich die Müdigkeit und ich streckte mich eben lang zu einem halben Stündchen. Aber die Müdigkeit war nur größer geworden – und so haben wir (K. erging es ebenso) ihr nachgegeben. Es mag zu warm geworden sein in unser[e]m Stübel vom Kartoffelbraten. Weiterlesen!

11. November 1941

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[Saloniki] Montag, den 11. November 1941

Mein liebes, teures Herz! Geliebtes Weib! Meine [Hilde]!

Nicht umsonst habe ich heute gewartet. Dein lieber Bote vom Dienstag ist gekommen. Ich danke Dir so sehr, Geliebte! Nicht mit einem Wort sprichst Du darin von Deinem Befinden. Darf ich es als gutes Zeichen nehmen? Du bist so froh! Ach Schätzelein! Ich habe doch auch ein paar Fragen. Weiterlesen!

11. November 1941

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[Saloniki] Dienstag, den 11. Nov.[ember] 1941

Herzensschätzelein!

Hast Du mich gefunden? [Ich] Hab[‚] mich doch ein wenig suchen lassen diesmal, so wie Du Dich im Schmätzelpaket [Gebäck aus Baiser]. Hab[‚] ich mich denn dafür schon bedankt? Du hattest es doch kaum angekündigt, da war es schon da ‒ ganz frische Schmätzel! Weiterlesen!

9. November 1941

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Sonntag, am 9. November 1941.

Herzensschätzelein! Du mein liebster [Roland]! Mein Herzensmannerli!

Da haben sie nun Deinem Wildfang so recht einmal die Flügel beschnitten! Ganz matt und schwach sitzt er jetzt auf dem Sofa und hat kaum soviel [sic ]Kraft in den Armen, die Feder zu führen. Du! Das alles läßt mich doch nicht werfen [sic]. Ich muß heute trotzdem ein bissel mit Dir reden und wenn es nur [ein] paar Worte sind. Ach Du! Weißt ja so genau, daß ich immer stille Zwiesprache mit Dir halte, auch wenn ich Dir nicht schreibe! Weiterlesen!