4. Oktober 1941

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Sonn­abend, den 4. Okt.[ober] 1941

Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Heu­te über mit­tag [sic] nur eben wie­der ei­nen ganz kur­zen Gruß. Heu­te abend und mor­gen wer­de ich wohl ein we­nig mehr Muße ha­ben. Die Ar­beit ist sehr reich­lich au­gen­blick­lich. Eben sind wir vom Bad zu­rück. Ein Pracht­tag ist drau­ßen. Die Son­ne brennt auf den Pu­ckel ohne zu schmer­zen. Un­ser Spa­zier­gang ges­tern führ­te uns durch die Stadt hin­aus auf die Hö­hen. Drü­ckend heiß war es, die Son­ne schiel­te nur. Zwi­schen den Häu­sern un­ten, in den Ge­rü­chen und dem Staub, wag­te ich kaum zu at­men. Auf den Hö­hen konn­te man frei­er at­men. So frisch aus der Hei­mat zu­rück­ge­kehrt, fällt ei­nem der Bal­kan­dreck dop­pelt auf die Ner­ven. Wei­ter­le­sen!