01. Oktober 1941

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Mittwoch, am 1. Oktober 1941.

Herzensschätzelein! Geliebter! Mein lieber, guter [Roland]!

Heute sieht der Himmel aus wie ein schmutziger Sack. Grau in grau, bis nach 900 [Uhr] vormittags mußte ich Licht brennen! Das vorausgeahnte Regenwetter ist da! Und in einem Ausmaße, daß [sic] an Ergiebigkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Na, meinetwegen – ich kann im Trock[e]nen sitzen und Du? Herzlieb? Du mußt Dich auch nicht mehr d[a]rüber grämen; denn Du hast vielleicht eitel Sonnenschein um Dich heute?! Weiterlesen!

01. Oktober 1941

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[Thessaloniki] Mittwoch, den 1. Oktober 1941

Herzallerliebste! Meine liebe, liebe [Hilde]!

Ob man sich auch dagegen sträubt, es kommt doch alles nun wieder ins alte Geleise. Daß man einmal aus dem Geleise gerissen wird, daß man nicht festfährt in einem Geleise, das ist wichtig für das Leben, und das müssen wir uns auch für später merken. Das Schulmeisterleben ist so angelegt, daß es zu solchem Festfahren schwerlich kommt. Ob [w]ir auch einmal Eheferien brauchen, um nicht festzufahren? Ich nicht. Und Du? – Ich werde Dir keine bewilligen! Weiterlesen!