31. Oktober 1941

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[Saloniki] Freitag, den 31. Oktober 1941

Herzensschätzelein! Geliebte! Mein liebes, teures Weib!

Heute ist also Badetag. Mein Feinslieb wird auch ganz neuwaschen am Tische sitzen – und vielleicht mein denken? Heute am Nachmittag kam es ein wenig kälter, und es trübte sich ein. Vor Dienstschluß habe ich deshalb eingeheizt, und nun sitzen wir fein warm. Und Dampf ist in der Bude! Weiterlesen!

30. Oktober 1941

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[Saloniki] Freitag, nein

Donnerstag, den 30. Okt. 1941

Mein liebes, teures Herz! Geliebtes Weib! Meine [Hilde]!

[Ich] Hätte doch wirklich gleich die Tage verwechselt und bildete mir eben ein, morgen müßte Sonnabend sein. [Ich] Weiß nicht, warum es mir so wünschenswert vorschwebte, vielleicht, weil es dann wieder Geld gibt. Aber davon habe ich augenblicklich auch noch genug. Morgen also [ist] erst einmal Freitag, Badetag. Weiterlesen!

29. Oktober 1941

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[Saloniki] Mittwoch, den 29.Oktober 1941

Mein Herzensschätzelein! Geliebtes Weib! Herzlieb mein!

Die Meinungen sind geteilt darüber, ob wichtiges und gewichtiges erscheine, was am Anfang oder am Ende des Briefes oder der Rede stehe. Darüber gibt es ja auch keine feste Regel. Der Ton macht die Musik. Und wir beide merken das ganz von selber auch ohne Regel – und am Ende, wissen wir, steht bei uns die Hauptsache, ja? Schätzelein, Du!!! Weiterlesen!

28. Oktober 1941

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[Saloniki,] Dienstag, den 28. Okt. 1941

Geliebtes Weib! Mein liebes, teures Herz! Du!! Holde mein!

Regentag. Mittagstunde. Ich bin allein. Kamerad K. ist Schreiber vom Dienst, er muß über Mittag oben bleiben. Allein bin ich! Und Du bist bei mir, ganz lieb und nahe! Immer, wenn ich allein bin! Weiterlesen!

28. Oktober 1941

T&Savatar[411028-2-1]

Dienstag, am 28. Oktober 1941.

Herzensschätzelein! Mein lieber, lieber [Roland]! Geliebter!!!

Nachmittag ist [es], ich bin mit meiner Hausarbeit fertig und setze mich erst ein Stündchen zu Dir, ehe ich meine übrigen Pflichten erledige; als da sind: noch 3 Briefe schreiben, an Hellmuth. Du! Ich hatte in der Zeit nochmal bei Mutter in K. angefragt nach dem genauen Geburtstag, ich war nämlich gleich stutzig geworden, nachdem ich es in Deinem Boten niederschrieb!, Hellmuths‘ [sic] Geburtstag ist doch am 11.XI. Heute komme ich nicht drum herum, ihm zu schreiben. Morgen habe ich Kinderschar, Donnerstag will ich Kuchen backen und Freitag reinemachen, Betten überziehen; denn am Sonnabend rechne ich mit dem Besuch Deiner lieben Eltern! Weiterlesen!