28. September 1941

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Sonn­tag, am 28. Sep­tem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Ro­land]!

Der ers­te Sonn­tag al­lein – o ja, Herz­lieb! Ich habe es ge­spürt, wie al­lein ich heu­te war.

Aber ich will nicht kla­gen, Du! Die lie­ben El­tern hat­te ich ja bei mir, – und ich weiß ge­nau, daß sie mich heu­te mit­nah­men, um mir mein Al­lein­sein zu neh­men, daß [sic] ich noch so sehr füh­le nach die­sen we­ni­gen Ta­gen Dei­ner Ab­rei­se. Ach Du! Mein Herz ist noch so wund, ich könn­te laut schrei­en vor Sehn­sucht nach Dir, Ge­lieb­ter! Und ich weiß doch ge­nau, daß uns[e]re schö­ne Zeit zu Ende ist, daß sie ei­ner lan­gen War­te­pau­se Platz ma­chen muß­te. Die Pau­se muß ja sein – Du! – sonst kann ja kein neu­er Ur­laub kom­men! Ach, ich zwin­ge mich mit al­ler Ge­walt zur Ver­nunft, Her­zens­schät­ze­lein! Ich will mir nichts mer­ken las­sen – viel­leicht sieht mir Mutsch doch mei­ne Ru­he­lo­sig­keit an den Au­gen ab. Wei­ter­le­sen!

28. September 1941

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Sonn­tag, den 28. Sept. 1941

Herz­al­ler­liebs­te!

Du meinst mich viel­leicht schon wie­der an Ort und Stel­le, aber jetzt sit­ze ich erst im Zuge nach Sa­lo­ni­ki – also hab[‘] ich die letz­te Etap­pe vor mir. Es ist ein Kampf um je­den Platz, und hier bin ich wie­der erst mit dem zwei­ten Zug zu­recht­ge­kom­men – ich habe aber ei­nen gu­ten Platz. Wei­ter­le­sen!