27. September 1941

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Sonnabend, am 27. September 1941.

Herzensschätzelein! Geliebter [Roland]! Du!

Eben habe ich einen langen Schreibebrief [sic] an die lieben Eltern nach K. beendet. Ich zählte ihnen auf, was wir an all den schönen Sonnentagen noch miteinander unternahmen, erlebten. Wie wir Dich ausrüsteten auf die Rückreise, damit sie sich nicht sorgen! Und wie der letzte Tag in der Heimat verlief. Sie werden sich gewiß recht freuen, daß ich sie mit teilhaben lasse an allem. 4 lange Seiten sind es geworden. Wir sind heute soweit fertig mit unserem Programm (Reinemachen)[,] ich denke nicht daran, mich zu überstürzen. Während ich schrieb, stand ein Hefeapfelkuchen im Ofen. Weiterlesen!

27. September 1941

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Sonnabend, den 27.9.41

Herzallerbliebste!

Noch schnell, bevor der Zug ausläuft, ein kleines Zeichen. Nach langem Anstehen habe ich nun endlich einen Platz erobert im Zuge. Er fährt 1145 Uhr ab. Du wirst mich in Gedanken schon ganz wo anders suchen. Und ich wünschte, ich wäre auch schon weiter. Ich will nun wieder an den Ort, von dem aus ich wieder vorausdenken kann zu Dir, zum nächsten Urlaub, zur nächsten Heimkehr. Die Unterbrechung, so schön sie scheinen mag, sie ist es nicht. Aber ich habe wenigstens einmal richtig geschlafen, in der Wehrmachtsunterkunft, auf meinem weißen Kopfbettlein, das Ihr mir geschenkt habt. Weiterlesen!