19. August 1941

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Diens­tag, den 19. Au­gust 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Ge­lieb­te, Hol­de mein! Du!! Du!!!!!

Nun hat mein Herz­lieb so lang[‚] war­ten müs­sen. Doch gar nicht zur Stra­fe, das Man­ner­li hat doch im­mer et­was be­kom­men. Lie­bes, Du! Ach Du! Weißt Du denn, wie mir wird, wenn ich dar­an den­ke, daß ein lie­bes Men­schen­kind so sehn­süch­tig auf mich war­tet – auf den al­ten, bors­ti­gen Ein­zel­gän­ger und Ein­spän­ner und Hubo – ach Du!!! Du!!!!! als ob mir je­mand so­oooo so­ooooo un­end­lich lieb über mein Köpf­chen stri­che oder an das Herz mich drück­te – in die­ser gro­ßen, wei­ten, kal­ten Welt ein Ort der Trau­te und Wär­me und Ge­bor­gen­heit – Du!!! Du!!!!! !!!!! !!! Und die­se Se­lig­keit ist in mir, nicht nur weil ich Lie­be emp­fan­gen darf, son­dern auch spen­den – Herz­lieb, mein lie­bes, lie­bes Weib! Wei­ter­le­sen!

19. August 1941

T&Savatar[410819-​2-​1]

Diens­tag, am 19. Au­gust 1941.

Ge­lieb­ter!!! Mein [Ro­land]! Du!

Du! Du! Nun ist doch al­les gut! Alle Angst, daß man mich von Dir rei­ßen könn­te ist nun ge­wi­chen! Ge­lieb­ter! Das war mei­ne gan­ze Sor­ge! Du!! Nun muß ich Dir er­zäh­len – nun will ich Dir er­zäh­len! Ach Du! Ich woll­te Dir doch an­fangs kein Ster­bens­wört­chen von der gan­zen Ge­schich­te er­zäh­len, be­vor Du nicht bei mir bist! Ich woll­te Dir nichts da­von schrei­ben, Du soll­test ganz un­be­schwert zu mir heim­fah­ren kön­nen! Ach Du! Wei­ter­le­sen!