18. August 1941

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Montag, den 18. August 1941

Geliebtes, teures Herz! Meine liebe, liebste [Hilde], Du!!!

Für Deinen lieben Boten vom Dienstag sei recht, recht lieb bedankt. Es ist mir so lieb zu wissen, daß Du mich in meinem Sorgen verstanden hast, daß Du mitraten hilfst in uns[e]rem Herzensanliegen. Ich habe es nicht anders erwartet, Geliebte! So gewiß Du sein darfst, daß meine vorgetragenen Sorgen keine Ausflucht und kein Ausweichen sind, so bin ich es darüber, daß Du nicht kurzsichtig und schmollend die Erfüllung un[e]sres Herzenswunsches übereilen willst. Weiterlesen!

17. August 1941

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Sonntag, den 17. August 1941

Meine, liebe, liebste [Hilde]! Mein liebes, teures Weib!

Nur noch wenige Stunden sind am Tage, es geht auf 10 Uhr. Ich bin eben erst eingetrieben [sic] mit Kamerad K., Kamerad H. war Schreiber vom Dienst. Auf einem Ausflug waren wir heute. Für die Schreiber unten im Hafen war es so ein bissel Zwang, daran teilzunehmen, mir stellte man es anheim – und dem Kamerad K. zuliebe und um nicht unkameradschaftlich zu erscheinen, bin ich mitgefahren. Etwa 12 Mann fuhren wir in zwei Personenwagen die Bucht entlang, etwa 20 km von der Stadt entfernt zu einem Badestrand und Ausflugsort der Bewohner von Saloniki. Es war äußerst interessant, auf so angenehme Art einmal die Umgebung der Stadt kennenzulernen. Weiterlesen!

18. August 1941

[410818-2-1]

Montag, am 18. August 1941.

Herzallerliebster mein!! Geliebter!!! Mein lieber, liebster [Roland]!

Gestern, am Sonntag, bin ich doch garnicht dazu gekommen, meinem Herzlieb zu schreiben! Du wirst mir darum nicht böse sein – ich weiß es, Du!! Daß ich Dein gedacht habe immerzu! Geliebter!! Du weißt es, so wie Du weißt, daß ich Dich über alles liebe. Lore G. war bei uns gestern, ich habe Dir wohl schon geschrieben, daß sie zum Sonntag bei uns bleiben wollte, weil sie ganz allein daheim ist. Weiterlesen!