16. August 1941

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Sonn­abend, am 16. Au­gust 1941.

Ge­lieb­ter!! Mein lie­ber, gu­ter [Ro­land]! Herz­al­ler­liebs­ter!!

Die Glo­cken läu­ten den Sonn­tag ein – es ist 6 Uhr abends. Und jetzt erst bin ich so­weit, Dein zu den­ken. Ach, das war wie­der ein aus­ge­füll­ter Tag heu­te. Mor­gens um 6 [Uhr] bin ich raus aus den Fe­dern. Ich schla­fe jetzt gleich mit im El­tern­schlaf­zim­mer, wenn Va­ter Nacht­dienst hat; da wer­de ich we­nigs­tens mor­gens um 600 [Uhr] wach wenn er heim­kommt. In mei­nem Käm­mer­le höre ich nichts – da schla­fe ich wie ein Mur­mel­tier! Und so ich auch Mutsch abends auf­tra­ge, mich zu we­cken um 600 [Uhr] – sie denkt nicht dar­an! Es tut ihr leid, meint sie, weil ich im­mer so schön schlie­fe! Dar­über habe ich mäch­ti­ge Wut!! Wei­ter­le­sen!