12. August 1941

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Dienstag, den 12. August 1941

Mein lieber Herzensschatz! Geliebte, Du! Meine [Hilde]!!

Schon bin ich wieder bei Dir! Wo wäre ich auch lieber? Ich suche Dich – Du suchst mich – wollen wir aufpassen, daß wir beim Suchen nicht mit unseren Köpfen zusammenstoßen, Du! Was wird das für eine Freude geben, wenn zwei, die sich so lieb suchten, ach, so leidenschaftlich, wenn die sich finden! Du!!! Du!!!!! Weiterlesen!

12. August 1941

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Dienstag, am 12. August, 1941.

Mein Herzlieb! Du!!! Geliebter!! Mein lieber, lieber [Roland][!]

Und wieder ist es Nachmittag – die Zeit, da ich mich hinsetze, Dein zu denken. Der Himmel zeigt schon seit Tagen ein finst’res Gesicht, windig ist es draußen – kühl. Ich muß immer ein wenig Feuer anmachen; wenn man nachmittags still im Zimmer sitzt[,] ist es kühl. Du! Gestern bekamen wir einen Teil uns[e]rer Winterfeuerung! Ich will nur recht sparsam damit umgehen, man weiß nicht[,] wie sich diesmal der Winter anläßt – und wie wärmebedürftig ich sein werde! Um mich gehts‘ [sic] ja hauptsächlich; denn die Eltern sind den größten Teil des Tages außerhalb. Weiterlesen!

12. August 1941

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Montag, den 11. August 1941

Mein liebes, teures Herz! Herzallerliebstes Schätzelein!

Eigentlich ist Dienstag, da ich schreibe, aber ich schreibe den Montagbrief! Dein Hubo wurde gestern abend von so großer Müdigkeit befallen, daß er schon um 9 Uhr ins Bettlein gekrochen ist. Nun ist er fein ausgeschlafen. Er hat doch gestern deshalb genauso lieb immer Dein gedacht. War doch über Mittag in Geschäften unterwegs. Ach, Herzlieb, ich muß doch jede freie Minute Dein gedenken, und nun, so kurz vor unserem Wiedersehen mit heißem Sehnen und Verlangen. Weiterlesen!